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08.10.10 - TISCHTENNIS

h e u t e 15:00 Uhr: UMMC Jekaterinburg – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Mit rasanten Schritten geht es voran in der diesjährigen Gruppenphase der europäischen Königsklasse. Am heutigen Freitag und Sonntag steht bereits die vierte Runde an - und alle vier deutschen Mannschaften sind im Einsatz. Dabei haben Grenzau und Fulda-Maberzell bei den beiden russischen Topteams extrem hohe Hürden vor der Brust. Ochsenhausen empfängt in einem Schlüsselspiel die Franzosen von Pontoise Cergy - vermutlich eine Partie auf Augenhöhe. Am Sonntag legt Titelverteidiger Düsseldorf in Herten nach, sollte aber mit dem nur mit Tschechen bestückten Team aus Prag keine allzu große Mühe haben.

Freitag, 15:00 Uhr: UMMC Jekaterinburg – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Früh ran nach mitteleuropäischer Zeitrechnung müssen die Maberzeller – die Nachmittagspartie beginnt um 18 Uhr Ortszeit. In der ersten Partie hielten die Osthessen zwar recht passabel mit, mussten aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen, wenngleich das Resultat mit 3:0 etwas zu hoch ausfiel. Gegen Charleroi und Levallois zeigten Wang Xi & Co. richtig gutes Tischtennis, blieben am Ende aber glücklos. Mit drei Zählern – in der Champions League erhält man auch für Niederlagen einen Punkt – belegt man in dieser „Hammergruppe“ derzeit den vierten und letzten Rang. Gelänge es der Waldner-Truppe, sich wenigstens noch auf Platz drei zu schieben, würde man als Seiteneinsteiger im ETTU-Cup weiterspielen.

Die Chancen jedoch, sich noch um zwei Plätze nach oben zu arbeiten – Voraussetzung für den Viertelfinaleinzug –, erscheinen eher gering. Dazu müsste man wohl schon sämtliche drei Partien des zweiten Durchgangs gewinnen und gleich am Freitag in Jekaterinburg beginnen - zweifelsohne eine echte Herkulesaufgabe. Mit dem zurzeit verletzten Michael Maze, Zoran Primorac, Alexander Shibaev und dem Top-Chinesen Chen Qi, im Oktober Nummer elf der Weltrangliste, hat der Kader der Russen reichlich Substanz. Dennoch musste man vor zehn Tagen eine ernüchternde 1:3-Heimniederlage gegen Levallois quittieren. Da Primorac & Co. kurz darauf auch noch in Charleroi unterlagen, steht der Maberzell-Gegner gehörig unter Druck.

TTC-Chef Stefan Frauenholz rechnet nicht mehr mit dem Viertelfinale und sieht den Russland-Trip eher als Abenteuerreise an: „Das ist unser erstes Spiel in Asien, eine Premiere sozusagen, mal was anderes“ - Jekaterinburg liegt nämlich kurz hinter der Grenze der Kontinente Europa und Asien. Erst am Sonntag reist die osthessische Delegation zurück: „Am Samstag hätten wir keinen Direktflug bekommen. Der russische Verein hat uns eingeladen, und will uns die Sehenswürdigkeiten zeigen, so zum Beispiel die Kathedrale, in der der letzte russische Zar 1918 ermordet worden ist.“ Ein 0:3 soll es übrigens in keinem Fall wieder geben: „Einen Punkt holen, das wäre schon in Ordnung.“ Frauenholz hält die diesjährige Champions League für extrem gut besetzt: „Das ist die europäische Königsklasse, die Konkurrenz ist zu stark.“ Man muss natürlich hinzufügen, dass längst nicht alle Gruppen ein derartig hohes Niveau aufweisen wie Gruppe B". +++

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