Ebenfalls früh ran nach mitteleuropäischer Zeitrechnung mussten die Maberzeller – die Nachmittagspartie begann um 18 Uhr Ortszeit. In der ersten Partie zu Hause hatten die Osthessen noch ein glattes 0:3 gegen die Russen hinnehmen müssen. Der Maberzell-Gegner, ursprünglich als haushoher Gruppenfavorit gehandelt, stand nach Niederlagen gegen Levallois und in Charleroi gehörig unter Druck. Und es wurde ein guter Tischtennisnachmittag für Wang Xi und Kollegen.
Allerdings kam dem Gast auch zugute, dass der "UMMC" auf den verletzten Michael Maze verzichten musste und diesmal davon Abstand nahm, an dessen Stelle den Top-Chinesen Chen Qi einfliegen zu lassen. In der Aufstellung Primorac, Shibaev, Vlasov war Jekaterinburg keine Truppe mehr vom "anderen Stern". Dennoch musste sie erst einmal bezwungen werden. Und diesmal war besonders auf die Schweden Verlass.
Roberst Svensson setzte gleich eine Duftmarke und besiegte Alexander Shibaev 11:8, 11:7, 8:11, 7:11, 11:9. Dann das Aufeinandertreffen der beiden Topspieler, auch wenn Zoran Primorac diesmal aus taktischen Gründen als "Zweier" der Russen fungierte. Im Hinspiel hatte der Kroate bereits Fuldas Defensivkünstler geschlagen, was er heute wiederholte - diesmal sogar ohne Satzverlust (11:9, 13:11, 11:5). Dabei stöhnte Primorac bei jedem seiner gefühlten 2.000 Topspins gegen Wangs Schnittabwehr inbrünstig wie einst Monica Seles zu ihren besten Tenniszeiten. Beindruckend jedoch, wie exakt der 41-jährige Angreifer seine Vorhandzieher platzierte. 1:1 zur Pause - allen war klar, dass das nächste Match unglaublich wichtig werden würde.
Es war Zeit für Jan-Ove Waldner, gegen "Jungspund" Grigory Vlasov, aktuell Nummer 131 des Welt-Rankings, ein Zeichen zu setzen - und das tat der "alte Schwede" denn auch und siegte 11:9, 9:11, 11:8, 11:7. Jetzt sah es richtig gut aus, der Ural-Trip der Maberzeller schien zum Triumphzug zu werden. Doch zunächst musste nochmals Wang Xi Schwerstarbeit leisten, der gegen den jungen Shibaev beim Zwischenstand von 10:12, 6:11 und 6:10 schon wie der sichere Verlierer aussah. Doch Wang wurde auf einmal richtig "dicht" und drehte den Satz noch (12:10). Nun war der Defensivstratege endlich richtig in seinem Element und sorgte nach knapp drei Stunden Gesamtspielzeit durch sein 11:8 und 11:9 in den Sätzen vier und fünf für das Happyend aus Fuldaer Sicht. Auf einmal könnte wieder etwas gehen für die Osthessen, Platz zwei ist mehr komplett unmöglich, während der zum ETTU-Cup berechtigende Rang drei durchaus greifbar erscheint. (Dr. Stephan Roscher, Tischtennis-Mediendienst)
AKTUELL .... LIVE-TICKER!!!
Im ersten Spiel trifft Shibaev (UMMC) gegen Robert Svensson. Die bisherigen Ergebnisse lauten 8:11 / 7:11 / 11: 8 / 11:7 und 9:11. Damit konnte Fulda soeben (15:55 Uhr) den ersten Punkt holen!
Im zweiten Spiel stehen sich nun Primorac (UMMC) und Fuldas Nr. 1 Xi Wang gegenüber. Die Ergebnisse: 11:9 / 13:11 / 11:5 . Enttäuschend aus Fuldaer Sicht, dass Wand Xi alle drei Spiele verloren hat. Es steht jetzt 1:1.
Nun kommt die Pause, danach folgen im dritten Spiel Vlasov (UMMC) gegen Jan-Ove Waldner. Die Ergebnisse: 9 : 11 / 11:9 / 8:11 und 7:11. TOLL! Damit führt Fulda mit 1:2 - was für eine Überraschung!
Bringt das vierte Spiel jetzt die ENTSCHEIDUNG? Gegen Shibaev tritt jetzt Wang Xi an. Die Ergebnisse: 12:10 / 11:6 / 10:12 trotz Rückstand von 10:6 ! / 8:11 und 9:11. Damit haben die Osthessen das scheinbar Unmögliche geschafft! GRATULATION! +++