
Die Fuldaer C- Jugend: stehend von links Betreuer Balazs Borbely, Jonathan Weidner, Julian Bug, Leon Schmidt, Dustin Henkel, Philipp von Keitz, Maximillian Hartung, Louis Henkel, Trainer Joszef Katona und Ralf von Keitz, sitzend von links Marc Weber, Artur Paul, Krister Schelle, Julian Reith, Alexander Hartung und Max Gutsche - Fotos: Johannes Gebhardt
Es war eine gute Saison der Fuldaer C-Jugend. In Hessen konnte ihnen, wie jedes Jahr, keine andere Mannschaft das Wasser reichen. Und auch in ganz Süddeutschland ließen die 13- bis 15-Jährigen die anderen Teams hinter sich. Wie vor zwei Jahren - damals noch als D-Jugend - sollte dieses Jahr wieder etwas ganz Großes gelingen. Als Fulda dann das Los zog, die deutsche Vorrunde ausrichten zu können, stiegen die Erwartungen der Spieler, Trainer und Eltern noch weiter.
Doch es sollte an diesem Wochenende wohl nicht sein. Nach drei Niederlagen, 0:6 Punkten und einem Torverhältnis von -30 ist für die Fuldaer Jugendmannschaft die Endstation der Saison 2009/2010 frühzeitig erreicht.
Am Samstag gegen 14.45 startete eins der insgesamt drei Viererturniere im Sportbad Ziehers. Parallel wurde noch in Duisburg und Plauen gespielt. Bereits jetzt zählte Fulda zu den besten 12 Mannschaften der Nation. Fulda hatte eine der leichteren Gruppen erwischt. Die Spitzenfavoriten Spandau Berlin und Krefeld tummelten sich in anderen Schwimmbädern, die Meisterschaftsfavoriten White Sharks Hannover kamen nach Fulda und machten nicht nur den Gastgebern das Leben schwer. In der gleichen Gruppe spielten auch Potsdam und Düsseldorf, gegen die Fulda auch das erste Spiel bestritt.
Wasserfreunde Fulda - Düsseldorfer SC 8:11 (3:2, 1:1, 2:4, 2:4)
Die prognostiziert schwächste und später drittplatzierte Mannschaft aus Düsseldorf galt es auf jeden Fall zu schlagen, anders hätte der zweite Tabellenplatz und somit das Ticket zur deutschen Zwischenrunde nicht erreicht werden können. Zu Beginn sah auch noch alles danach aus, dass die Wasserfreunde das Zeug zu einem klaren Sieg haben. Zur Halbzeit führten sie noch mit einem Tor, brachen aber in den zweiten 16 Minuten ein und ließen Düsseldorf zu viel Freiraum. Der Endstand 8:11 katapultierte Fulda vorzeitig auf den letzten Tabellenplatz.
White Sharks Hannover - Wasserfreunde Fulda 30:12 (12:1, 3:6, 11:0, 4:5)
Die vermutlich stärkste Mannschaft der Gruppe hatten die Wasserfreunde sich für den Samstagabend aufgehoben. Mit einem klaren Sieg rechnete wohl niemand in der Schwimmhalle, dennoch hoffte man, wenigstens eine gute Figur abgeben zu können. Doch diese Hoffnung starb bereits im ersten Spielviertel. Mit 12:1 in acht Minuten erhielt Fulda eine regelrechte "Klatsche". Und obwohl zwischenzeitlich wieder Lichtblicke zu sehen waren, war an der Deutlichkeit der Niederlage nichts mehr zu rütteln.
Wasserfreunde Fulda - OSC Potsdam 9:18 (3:7, 2:3, 2:4, 2:4)
Das Spiel gegen Potsdam wäre der letzte Rettungsanker gewesen, doch noch mit einem blauen Auge davon zu kommen. Der Zwischenrundenzug war zwar bereits abgefahren, aber man hätte wenigstens eine Medaillenplatzierung erreichen können. Doch auch im letzten Spiel der Wasserfreunde zeigte die Heimmannschaft nicht ihr ganzes Können und verlor auch hier deutlich.
Am Sonntagmittag stand die Schlusstabelle fest. Wie erwartet kamen die White Sharks Hannover auf Platz eins und ziehen somit zusammen mit dem zweitplatzierten Potsdam in die deutsche Zwischenrunde ein. Düsseldorf erreichte Platz drei, Fulda wurde letzter.
Trotz drei Niederlagen war die Stimmung im Fuldaer Sportbad Ziehers gut. Bis zu 150 Zuschauer kamen zu den Spitzenspielen und heizten ordentlich ein. Eine Generalprobe für die im November startende Saison 2010/2011 der ersten Mannschaft. (Johannes Gebhardt) +++