Eigentlich hätten beim WSV Oberweißenbrunn die turnusmäßigen Neuwahlen angestanden, doch die konnten aufgrund einer Satzungsänderung in das Jahr 2011 verschoben werden. Der Vorsitzende des WSV Gustav Schrenk monierte zu Beginn der Sitzung das geringe Interesse der Mitglieder an der Jahreshauptversammlung (JHV), von 800 Mitgliedern waren gerade mal 20 anwesend. Die Versammlung begann mit einer Satzungsänderung, die vom stellvertretenden Vorsitzenden Michael Geck erläutert wurde. Nachdem der WSV schon im vorigen Jahr die Ehrenamtspauschale in die Vereinssatzung aufnahm, standen nun weitere Aktualisierungen an.
Die bisherige Wahlperiode der Vorstandschaft beläuft sich auf zwei Jahre, sie wurde durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf drei Jahre ausgeweitet. So sei ein kontinuierliches und konstruktives Arbeiten über einen längeren Zeitraum gewährleistet. Gustav Schrenk machte deutlich, dass er im kommenden Jahr nicht mehr zur Wiederwahl bereit stehe. „2011 wird für mich als 1. Vorstand Schluss sein.“ Nun bleibe zu hoffen, dass sich neue´Leute finden, die die Geschicke des Vereins weiterführen. „Stellt euch bitte zur Verfüung, denn so ein Verein wie der WSV Oberweißenbrunn kann nicht an die Wand gefahren werden.“
Ebenfalls verändert wurde die Anzahl der Beisitzer in der erweiterten Vorstandschaft, die bisher aus 13 Personen bestand und künftig auf zehn reduziert wurde. „Wir haben einfach nicht mehr die Personalstärke“,
erklärte Schrenk. Bisher war acht Beisitzer sowie der erste und zweite Vorsitzende bei Vorstandschaftssitzungen nötig, um rechtgültige Beschlüsse zu fassen, diese Vorgabe wurde dahin gehend geändert, dass künftig nur noch drei Beisitzer und die beiden Vorsitzenden anwesend sein müssen. Auch diese Reduzierung entspreche den tatsächlichen Gegebenheiten und werde die Arbeit innerhalb der Vorstandschaft effektiver ermöglichen, sagte Geck.
Auf Anregung von Bürgermeister Udo Baumann wurde der bisherige Passus, dass der erste und zweite Vorsitzende generell schriflich zu wählen sind gestrichen. Bei nur einem Kandidaten ist künftig eine Abstimmung per Handzeichen möglich, bei mehreren Kandidaten obliegt es dem Wahlleiter
eine schrifliche Wahl anzuberaumen. Alle Punkte der Satzungsänderung wurden einstimmig von der Versammlung beschlossen. Im weiteren Verlauf der Versammlung gaben die Fachwarte einen Rückblick auf den vergangenen Winter sowie einen Ausblick auf die kommende Wintersportsaison. Für den Bereich Skilanglauf ergriff Alfred Gundelach das Wort. Auch wenn 88 Schneetage ein gutes Training garantierten, so wurden vom WSV keine Veranstaltungen durchgeführt, was nicht zu letzt an der schlechten Präparierung Loipe lag.
Die neue Saison habe im Grunde schon begonnen und zwar mit einer neuen Veranstaltungsserie um den alten Rhönpokal. Es wurde bereits ein Inliner-Wettbewerb und ein Berglauf durchgeführt, im Winter sollen
einige Nachtsprints in den unterschiedlichen Disziplinen und ein Langläufer-Abfahrtslauf am Arnsberg folgen und in die Gesamtwertung gelangen. Marcus Enders aus Frankenheim, der seine aktive Laufbahn als
Skilangläufer beendete, übernahm von Alfred Gundelach das Training der Stützpunktmannschaft und verband es mit dem Training des TSV Poppenhausen und der SKG Gersfeld. Diese Kombination zeige bereits
einige gute und positive Anzeichen und werde auch mit einer verstärkten Zusammenarbeit im Winter bei den überregionalen Wettkämpfen weitergeführt, so Gundelach.
Bei aller Kooperation blieb es für den Ehrenvorsitzenden Kilian Abert unverständlich, warum Sportler des WSV Oberweißenbrunn zum TSV Poppenhausen wechseln. Gustav Schrenk und Alfred Gundelache wussten
keine Antwort zu geben. „Die fragen, die wechseln“, war Gundelachs Kommentar dazu. Im Alpinen Bereich ist von einer ehemals starken Mannschaft mit Kevin Back nur noch ein Einzelkämpfer übrig geblieben. In Vertretung für den Sportwart Stefan Back, trug Michael Geck den Bericht vor. Schon im Sommer sei der Beschluss gefasst worden, sich einer Trainingsgemeinschaft in der Oberpfalz anzuschließen. Die Vorbereitung auf Schnee, sei bereits in vollem Gange, bis Dezember seien insgesamt 27 Schneetrainingstage auf dem Stubaier Gletscher und auf der Gerlosplatte geplant. Anfang Januar stehen die ersten Wettkämpfe auf dem Rennplan. Der Nachwuchs aus dem Kinderturnen und Skikurs trainiert seit Mai, es wurde gelaufen und Inliner gefahren. Es wird nun auf eine gute Wintersaison gehofft, damit der Nachwuchs in der Rhön einige Skirennen bestreiten kann.
Vorstandsbericht
Der Vorsitzende des WSVOberweißenbrunn Gustav Schrenk gab einen Gesamtrückblick seit dem Herbst
vergangenen Jahres auf die Aktivitäten innerhalb des Vereins. Der Herbst 2009 war von der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses geprägt, was sehr viele Mitglieder einband. Im April diesen Jahres wurde die
Fertigstellung vorgenommen. Einige Neuerungen betreffen auch das WSV Haus. Schrenk bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz. Im Frühjahr 2011 soll der Außenbereich noch gestaltet werden. Die Gymnastikdamen haben auch schon Einzug in das Dorfgemeinschaftshaus gehalten und bieten dort sowie auch in der Schulturnhalle in Bischofsheim Trainingsstunden an.
Der Winter, schneereich und anhaltend, und doch wurden keine Wintersportveranstaltungen durchgezogen. Im Alpinen Bereich gab es Terminüberschneidungen, so dass für den WSV am Ende nichts mehr übrig blieb.
Der Nordische Bereich hatte das Problem mit der Loipenherstellung. Das vorhandene kreiseigene Spurgerät hatte Ausfälle, wurden dennoch Spuren gezogen, so waren diese teilweise nicht brauchbar. Schrenk Kritik beim Winterabschluss des WSV im Mai zeigte Wirkung. Über die Kreuzbergallianz in Verbindung mit den Naturpark Bayerische Rhön wurden Loipenkonzepte mit Änderungen und möglichen Ergänzungen besprochen. Es werde an einem bayerischen Loipenpark gearbeitet mit dem Hauptstandort am Kreuzberg.
Das könne jedoch nur gelingen, wenn ernstlich ein neues, leistungsfähiges Loipenspurgerät zum Einsatz komme, so Schrenk weiter.
Die Skilifte Arnsberg haben signalisiert, mit ihren Maschinen die Grundpräparation an der Ziegelbergloipe, Nachtloipe und an der verkürzten Arnsbergloipe vorzunehmen. Die letzliche Entscheidung hierfür liege jedoch beim Naturpark. Zum Bereich Skispringen gab Schrenk eine kurze Einschätzung. Neun junge Sporlter werden von Andre Eichel traniert, das Springerteam sei derzeit ein Selbstläufer. Im Sommer diesen Jahres wurde die K16 an der Schanzenanlage in Haselbach saniert, die Anlaufspur wude mit einer Edelstahlspur belegt. Im Frühjahr 2011 soll das gleiche an der K30 vorgenommen werden. Kurz erinnerte Schrenk an die Anschaffung des neuen WSV Busses, der erst vor kurzem den kirchlichen Segen erhielt. Dank 15 Sponsoren sei die Finanzierung des Fahrzeugs gesichert.(me)+++