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30.10.10 - TISCHTENNIS

Schnelle 0:3 BLITZ-Niederlage für TTC RhönSprudel FD-Maberzell in Bremen

Was war denn das? TT-Kenner mögen sich irrtiert die Augen reiben - aber es stimmt wirklich. Die osthessischen Bundesliga-Profis vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell haben am Freitagabend im norddeutschen Bremen vor nur 210 Zuschauern eine Blitz-Niederlage kassiert, die sich "gewaschen" hat. Der SV Werder gewann gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell sensationell deutlich mit 3:0. Und das ohne Lars Hielscher, den Adrian Dodean glänzend vertrat. Der junge Rumäne schlug völlig überraschend Wang Xi. Unglaublich schnell ging das über die Bühne - innerhalb von 95 Minuten und dabei sogar die 15-Minuten-Pause eingerechnet. Am Ende stand es 118:85 Bälle oder 9:3 Sätze oder 3:0 Punkte für die Gastgeber. Eine Vorstellung der Norddeutschen wie aus einem Guss, die eine Topmannschaft der Liga in nur 95 Minuten klar besiegten und damit eine deutliche Duftmarke in der Liga setzten und sich für höhere Ziele empfahlen.

Am Donnerstag nächster Woche wird man sich in Fulda zum Viertelfinale im Deutschen Pokal wiedersiehen. Der homogen besetzte SV Werder hat sich bisher – bei 2:6 Punkten und Tabellenplatz sechs – unter Wert verkauft, allerdings waren auch sehr unglückliche Niederlagen dabei wie gegen Grenzau und in Düsseldorf. Nur einen Platz besser sind momentan die Maberzeller tabellarisch angesiedelt, allerdings weist ihre Tendenz bei 4:2 Punkten – verloren wurde nur gegen Borussia Düsseldorf – vielmehr in Richtung Play-Offs. Dort könnten aber auch Crisan & Co. noch hin gelangen, wenn sie nunmehr eine kleine Serie starten.

Und genau so spielten die Hansestädter auch auf gegen verdutzte Osthessen, nämlich wie ein lupenreiner Play-Off-Kandidat. Und dies sogar ohne Lars Hielscher, der für Wang Xi stets ein unangenehmer Gegner war. Für ihn kam der Rumäne Adrian Dodean erstmals im Einzel zum Einsatz und auch er sollte zum Trauma für den Maberzeller Defensiv-Chinesen werden. Zunächst aber konnte vor 210 Zuschauern in der neuen Werder-Halle Dodeans Landsman Adrian Crisan punkten und Robert Svensson in drei Sätzen besiegen (12:10, 11:5, 11:9). Und dann der wohl unvergessliche Auftritt des Hielscher-Ersatzes: Dodean präsentierte sich hellwach und fertigte Abwehr-Ass Wang Xi mit 3:11, 11:5, 11:7, 11:9 ab - Werder hat eine neue Geheimwaffe!

Da wollte schließlich auch Jens Lundquist nicht nachstehen und machte gegen Ikone Jan-Ove Waldner den sprichwörtlichen Sack zu. Zwar benötigte der Schwede fünf Sätze gegen die Tischtennislegende aus Schweden, jedoch entschied er zwei Durchgänge davon mit sage und schreibe 11:1 zu seinen Gunsten (7:11, 11:5, 11:1, 8:11, 11:1).

Was also ist mit den Osthessen los? Die Redaktion von "osthessen-news" bemüht sich um Anworten nach dieser bitteren Bremer Niederlage, die auch einen "Absturz" (mit allerdings nur 4 Spielen) auf den 5. Tabellenplatz bedeutet. +++

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