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03.11.10 - TISCHTENNIS

Morgen 19:30 Uhr Fulda oder Bremen - Wer löst letztes Endrunden-Ticket?

Seit Dienstag mit der Gründung der "Deutschen Tischtennis-Bundesliga Sport GmbH" ("osthessen-news" berichtete auch ausführlich mit Text, Fotos und eigenem VIDEO) gilt das osthessische Fulda vielen als die neue „Tischtennishauptstadt“ der Republik. Nun muss die “Hauptstadt“ aber schauen, nicht sogleich aufs sportliche Nebengleis abgeschoben zu werden. Natürlich möchten Waldner und Kollegen die Qualifikation für das LIEBHERR DTTB FINAL FOUR am 2. Januar in der Stuttgarter Porsche-Arena unter Dach und Fach zu bringen. Das will Maberzells Angstgegner Werder Bremen – Pokalfinalist 2007/08 in Hamm und 2008/09 in Hannover – jedoch auch, und so schlecht stehen die Chancen von Crisan & Co. nicht.

Jedenfalls spielten die Hansestädter im DTTL-Match am vergangenen Freitag in heimischer Halle auch ohne den verletzten Lars Hielscher die verdutzten Osthessen beim 3:0 nahezu in Grund und Boden. Die Krone setzte dem Ganzen Reservist Adrian Dodean auf, der mal eben Wang Xi in die Schranken wies, der immerhin in den letzten beiden Spielzeiten Bilanz-Primus des Oberhauses war.

Bei Fulda basiert einiges darauf, dass der potenzielle Einser Wang für zwei Einzelpunkte sorgt. Nur verfügt der Gast von der Weser mit Hielscher und Dodean gleich über zwei „Abwehrkiller“, die dann zu besonderer Form auflaufen, wenn der Gegner langsame Bälle und Schnittabwehr spielt. Eine verzwickte Situation für die Truppe aus der Rhön. Auszugleichen wäre das mögliche Manko durch einen der beiden Schweden in Bestform – allerdings liegen Adrian Crisan und der eigene Landsmann Jens Lundquist TTC-Linkshänder Robert Svensson überhaupt nicht, der noch nie einen der beiden bezwingen konnte.

Wer also wird Triple-Sieger Düsseldorf, dem Vorjahresfinalisten Ochsenhausen und den hochkarätig besetzten Saarbrückern nach Stuttgart folgen? Die Chancen stehen 50:50 – die Tagesform dürfte entscheiden. Natürlich sind die frischgebackenen „Hauptstädter“ besonders heiß darauf, sich für die keine sechs Tage zurückliegende Schlappe an der Weser zu rehabilitieren. Ob dies aber gelingen wird, steht noch in den Sternen – ein zu großer Wille kann mitunter auch die Beine lähmen. Der Gast aus dem hohen Norden dürfte vor Selbstbewusstsein nur so strotzen – aber auch das kann leicht zur Gratwanderung werden.

Fuldas „Vize“ Claus-Dieter Schad will die „saftige Niederlage“ in Bremen nicht einfach auf sich beruhen lassen und fordert die erfolgreiche Revanche: „Das wollen wir nicht auf uns sitzen lassen, das war ein Stich ins Herz. Am Donnerstag packen wir Bremen, die Jungs sind zumindest heiß drauf.“ TTC-Trainer Qing Yu Meng räumt ein: „Bremen ist unser Angstgegner.“ Seine Möglichkeiten, aufstellungstechnisch etwas zu bewirken, sind eher begrenzt: „Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten wie im Fußball. Ich habe nur drei Spieler.“ Meng hofft, dass seine Mannen es diesmal ins Doppel schaffen, und fügt hinzu: „Aber darauf hatte ich auch am Freitag gehofft.“

Bremens Manager Sascha Greber lässt keinen Zweifel „Das Final Four am 2. Januar in der Porsche-Arena ist unser Ziel. Da herrscht ein riesengroßes mediales Interesse, und wir wären gerne zum dritten Mal dabei.“ Greber rechnet zwar diesmal mit einem knapperen Verlauf, zeigt sich jedoch überzeugt: „Maberzell ist zu schlagen!“ Etwas skeptischer äußert sich da schon Gästetrainer Cristian Tamas: „Für uns wird es nach dem 3:0 am letzten Freitag schwieriger gegen Fulda, sie werden sich gegen uns nun erst recht ins Zeug legen und auf Revanche sinnen." (DTTL) ++++

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