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06.11.10 - TISCHTENNIS

Um 19 Uhr Hessenderby: TTC RhönSprudel FD-Maberzell - TG 1837 Hanau

Schon jetzt, nach einem guten Drittel der Punktspiele in der DTTL, zeichnet sich ab, dass die Hampl-Truppe aus Hanau im weiteren Saisonverlauf noch einen Zahn zulegen muss, um am Ende den erneuten Klassenverbleib feiern zu können. Solche Probleme sind den Recken aus der osthessischen Bischofsstadt völlig fremd. In Fulda läuft es derzeit richtig rund. Am Donnerstagabend durfte man das erste von zwei großen Saisonzielen als erledigt verbuchen. Durch das 3:1 gegen die unberechenbaren Werderaner steht man erneut im Pokal Final Four und darf am 2. Januar 2011 vor großer Kulisse in der Stuttgarter Porsche-Arena vorspielen. Das zweite große Ziel, auch 2010/11 Play-Off-Luft zu schnuppern, scheint bei gegenwärtig 4:4 Punkten und Tabellenplatz sechs derzeit noch etwas weiter entfernt, aber – so wird man in Fulda kalkulieren – kommt ja nun „nur“ Hanau und mit 6:4 Punkten ist man schon wieder auf Sichtkontakt zu den magischen vier Plätzen.

Zudem ist es inzwischen der Öffentlichkeit bekannt, dass Fulda im Begriff ist, Deutschlands mehr oder weniger heimliche Tischtennis-Hauptstadt zu werden, als künftiger Sitz einer ab der nächsten Saison selbständigen und selbstvermarkteten Herren-Bundesliga und der sie abrundenden TTBL Sport GmbH – Chef der GmbH und Geschäftsführer der Liga wird Claus-Dieter Schad, seines Zeichens Vizepräsident des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Die Voraussetzungen vor dem Derby sind eindeutig. Hessens klare Nummer eins empfängt Hessens eindeutige Nummer zwei. Vier Derbys gab es letzte Saison, die Resultate sprechen eine deutliche Sprache: 0:3, 1:3, 0:3, 0:3 – aus Hanauer Sicht betrachtet. Für den einzigen bisherigen TGH-Derbypunkt sorgte damals Jörg Roßkopf in seinem spektakulären Abschiedsmatch gegen Robert Svensson vor fast 2.000 begeisterten Menschen in der Main-Kinzig-Halle. Doch „Rossi“ ist – zumindest als Spieler – nicht mehr dabei. Nun müssen es andere richten, und die heißen Yang, Keinath, Mengel und Franziska.

Phänomenal war das Match vor einem Jahr vor 2.400 Zuschauern in der Fuldaer Esperantohalle – das erste Hessenderby in der Bundesligageschichte mit einer Besucherzahl von über 1.000 Menschen und das erste DTTL-Spiel vor einer derartigen Kulisse ohne Beteiligung Timo Bolls überhaupt. Allerdings hatten die rührigen Osthessen damals intensiv die Werbetrommel gerührt und gleich vier Unternehmen als Spieltagspartner akquiriert, die ihre Mitarbeiter in die Halle beorderten. Diesmal wird sich das Geschehen in der weitaus kleineren Wilmingtonhalle abspielen, die mit 900 Zuschauern bereits ihr Limit erreicht. Gut 700 Besucher werden zum Derby erwartet, die jedoch in aller Regel für einen hohen Geräuschpegel sorgen. Maberzell verfügt über eine bekanntermaßen leidenschaftliche Fanszene.

Nachdem Steffen Mengel, dessen tolle kämpferische Einstellung die Kollegen oft mitreisst, gegen Saarbrücken pausieren musste – vermutlich auch wegen eines verzeihlichen Ausrasters in der wichtigen Partie in Herne zwei Tage zuvor –, dürfte diesmal der „Siegerländer Riese“ wieder zum spielenden Personal zählen. Yang Zi und Thomas Keinath könnten die übrigen beiden Plätze in den Einzeln einnehmen. (DTTL / Dr. Stephan Roscher) +++

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