Die Kreuzbergallianz ist in Sachen Winterfreizeit in der Region um den Kreuzberg in den letzten Wochen sehr aktiv gewesen. In einem eigens für das Thema einberufenen Arbeitskreis, wurden Optimierungen vor allem im Bereich Skilanglauf am Kreuzberg, Arnsberg und Feuerberg erzielt.
Bildunterschrift: Noch steht die alte Beschilderung am Einstiegsbereich der Kreuzbergloipe. Doch künftig wird die Loipe nicht mehr nur den klassischen Langläufern zur Verfügung stehen sondern – entgegen der jetztigen Beschilderung – auch Skilangläufer in der freien Technik, Winterwanderer und weiteren Nutzern zur Verfügung stehen. Das Bild zeigt Mitglieder des Arbeitskreis „Winterfreizeit“ der Kreuzbergallianz bei der Besprechung vor Ort (von links): Gustav Schrenk (WSV Oberweißenbrunn), Felix Schmigalle (IPU Erfurt), Loipenspurgerätfahrer Manfred Reder, Förster Otfried Pankratius und Tourismusreferent Gerhard Nägler. Foto: Eckert
Zentrum der Wintersportaktivitäten in der Kreuzbergallianz ist unstrittig der Kreuzberg, der mit einer Höhenlage von 928 Metern ideale Bedingungen im alpinen wie nordischen Bereich bietet, aber auch Winterwanderer, Schneeschuhläufer und Rodler gleichermaßen anspricht. Durch den Bau des Bruder-Franz-Haus wurden im Untergeschoss vor allem für Langläufer Umkleidemöglichkeiten geschaffen, doch eine Anbindung an das Loipennetz, das am Parkplatz seinen Anfang nimmt, gab es bislang noch nicht.
Gespräche mit Bruder Johannes Matthias vom Kloster Kreuzberg ergaben, dass östlich der Feuerlöschteiche eine Trasse möglich sei, erklärte der Fahrer des Loipenspurgerät Manfred Reder aus Haselbach. Der Höhenunterschied betrage 36 Meter, was durchaus auch für weniger geübte Skilangläufer zu bewältigen sei, so der Fahrer des Loipenspurgerät Manfred Reder aus Haselbach, der vorschlug, ab der Stelle, an der der Gegenverkehr“ an der Loipe einsetzt, auf eine Länge von zirka 400 Metern eine neue Schneise durch den Wald anzulegen, um die Anbindung an das Bruder-Franz-Haus zu realisieren.
Mit Otfried Pankratius, dem zuständigen Förster der Stadt Bischofsheim wurde die Maßnahme ebenfalls abgeklärt, die Baumfällaktion könnte noch in diesem Jahr vorgenommen werden. Die Erdarbeiten zur Schaffung der Trasse müssen allerdings auf das nächste Frühjahr verschoben werden. Auch wenn die direkte Anbindung an das Bruder-Franz-Haus also in diesem Winter noch nicht erfolgen wird, so erwarten die Langläufer am Kreuzberg doch auch heuer schon einige Veränderungen, erläuterte Felix Schmigalle von der IPU Erfurt, der das Projekt „Winterfreizeit“ für die Kreuzbergallianz begleitet.
So wurden die vorhandenen Loipen verbreitert und ausgeschnitten. Künftig sollen die Trassen der Loipen nicht mehr nur den Klassischen Skilangläufern zur Verfügung stehen sondern gleichermaßen Freunden der freien Technik, Winterwanderen, Schneeschuhläufern und weiteren Nutzern Winterfreizeit in der Rhön und am Kreuzberg ermöglichen. Ein Miteinander ist jedoch nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme möglich, so werden Skatingfahrer und die weiteren Nutzer gebeten, die klassische Spur nicht zu zerstören. Durch eine einspurige Präparierung ergebe sich genügend Platz für alle, so Manfred Reder.
Noch sagt die Beschilderung am Einstieg zur Loipe etwas anders. Die Freie Technik, Wanderer und Hunde sind verboten, diese Beschilderung soll jedoch, im Rahmen der Aktionen der Kreuzbergallianz, den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Eine lang gehegter Wunsch, eine Verbindung zwischen den Kreuzberg und dem Feuerberg zu schaffen, wurde im Arbeitskreis der Kreuzbergallianz umgesetzt. Die Verbindungsloipe vom Kreuzberg führt über den Guckaspass zur Drei-Hütten-Loipe am Feuerberg bis zur Kissinger Hütte. Schon in diesem Winter wird diese Loipe zu befahren sein. Dabei handelt es sich aber nicht aussschließlich um eine reine Loipe für die klassische Technik, sondern auch hier soll ein faires miteinander von klassischen Langläufern, Skatern, Winterwanderen, Schneeschuhläufern und weiteren Nutzern ermöglicht werden.
Veränderungen gibt es auch am Arnsberg und in Oberweißenbrunn, erklärte Gustav Schrenk, der Vorsitzende des WSV Oberweißenbrunn. Die Arnsbergloipe wurde erheblich verkürzt, sie wird nur noch von Oberweißenbrunn bis zum Belzeküppel präpariert, eine Verbindung auf dem Weg oberhalb der B279 ermöglicht den Einstieg in die Ziegelbergloipe bei den Arnsbergliften. Vorteilhaft ist diese Verbindung auch, weil die kulinarischen Angebot am Skilift auch von Langläufern genutzt werden können. In ihrer Länge unverändert bestehen bleibt die 1,2 Kilometer lange Nachtloipe, im Skizentrum Oberweißenbrunn direkt am Dorfgemeinschaftshaus. Die Nachtloipe steht aber nicht nur den Sportlern des WSV Oberweißenbrunn und des nordischen Stützpunkt des Skiverband Unterfranken zur Verfügung, sondern allen Freunden des nordischen Skisports.
Ob Touristen oder Einheimische, ob Gäste aus nah und fern, hier kann sich jeder tummeln, ob Anfänger oder Könner. Es macht den besonderen Reiz aus, in den Abendstunden bei Flutlicht in der Loipe unterwegs zu sein. Natürlich ist das Angebot die Nachtloipe in Oberweißenbrunn zu nutzen kostenlos.
Gleichzeitig wird die Nachtloipe in das touristische Angebot der Stadt Bischofsheim eingebunden. Denn auch Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler setzt auf die Winterfreizeit-Aktvitäten in Bischofsheim und den Stadtteilen. So wird es in diesem Winter von Montag bis Samstag (außer Mittwoch) jeden Abend die Möglichkeit zu sportlichen Winteraktivitäten bei Flutlicht geben – natürlich abhängig von der Schnee- und Witterungslage. Die Nachtloipe in Oberweißenbrunn wird Dienstag, Donnerstag und Samstag von 17 bis 20 Uhr beleuchtet sein. Auf der Eisbahn am Schwimmbad ist Montag und Freitag von 17 bis 20 Uhr Flutlicht gegeben, um auch bei später Stunde Eishockey zu spielen oder Schlittschuh zu fahren. Beide Einrichtungen sind natürlich auch tagsüber zu nutzen. (me) +++