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04.12.10 - TISCHTENNIS
TTC RS FD-Maberzell am Sonntag zum Play-Off-Spiel nach Ochsenhausen
Der Tabellenzweite TTF Liebherr Ochsenhausen (12:4 Punkte) empfängt am Sonntag um 15 Uhr in der Biberacher BSZ-Sporthalle das Team von Tischtennis-Genie Jan-Ove Waldner. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, Play-off-Teilnehmer der letzten beiden Jahre, steht gegenwärtig auf Rang vier des Bundesliga-Klassements mit 8:4 Zählern, weist also zwei Spiele Rückstand auf die Johansson-Truppe auf. Am Freitagabend beginnen die Osthessen, deren Hauptleistungsträger der drahtige chinesische Defensivspieler Wang Xi ist, mit ihrer Süddeutschland-Tournee in Gräfelfing und könnten danach 10:4 Punkte auf dem Konto haben. Es ist also ein echtes Duell der Düsseldorf-Verfolger, in dem es für beide Teams um einiges geht.
Sollte Ochsenhausen, dessen zuletzt besonders überzeugender Portugiese Marcos Freitas in der Dezember-Weltrangliste auf Rang 51 geklettert ist, die Partie gewinnen, würde es seine Rolle als Topteam unterstreichen und das neue Jahr als unangefochtener Tabellenzweiter beginnen. Zudem würde man frisches Selbstbewusstsein für das LIEBHER DTTB FINAL FOUR am 2. Januar in der Stuttgarter Porsche-Arena tanken. Dies gilt aber genauso für die Osthessen, die sich im Siegesfall mit dann vermutlich 12:4 Zählern wohl endgültig oben festgesetzt hätten. Interessant auch, welches der beiden Konzepte sich am Sonntag durchsetzt: Das der homogenen, ausgeglichenen Mannschaft (TTF) oder das mit dem einen, die Mitspieler deutlich überragenden Topmann (Fulda), der beide Einzel gewinnen muss, um seinem Team Chancen auf den Sieg zu ermöglichen.
TTF-Trainer Anders Johansson weiß um die Qualität des Rivalen: „Fulda ist ein sehr starker Gegner. Ich schätze sie ungefähr gleich stark ein wie letzte Saison, als sie nach der Runde Zweiter in der Tabelle waren.“ Der schwedische Tischtennislehrer geht davon aus, dass nicht nur Wang Xi ein ernst zu nehmender Gegner ist: „An einem Spieler alleine kann man keine Mannschaft ausrichten. Bis jetzt war es aber so, dass die Mannschaften mit einer sehr starken Nummer eins, die viel tragen kann, sehr erfolgreich waren wie Düsseldorf mit Timo Boll und Fulda mit Wang Xi. Das Spielsystem kommt dem etwas entgegen. In der Champions League dagegen war bis jetzt immer ein ausgeglichener Kader von größerem Vorteil.“ Johansson glaubt dennoch an einen Sieg seiner Mannschaft, ebenso wie Tiago Apolonia. Der 24-jährige Portugiese sagt vor der richtungsweisenden Begegnung: „Das ist ein weiteres wichtiges Spiel für uns, um unser Ziel zu erreichen. Wir sind auf einem guten Weg und wollen den Kurs beibehalten. Fulda ist aber sehr stark, so dass ich ein offenes Match erwarte, bei dem ich unsere Siegchance – aufgrund des Heimvorteils – mit 51 Prozent beziffern würde.“
Gäste-Präsident Stefan Frauenholz sieht der Süddeutschland-Tour des TTC gelassen entgegen: „Wir rechnen schon mit einem Sieg in Gräfelfing und hätten dann in der Tabelle 10:4 Punkte. Unser Team hat sich im letzten Heimspiel gegen Herne von seiner besten Seite gezeigt. Die Formkurven zeigen nach oben. Richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf werden aber die beiden letzten Vorrundenspiele - zunächst am Sonntag gegen Ochsenhausen - und dann eine Woche später gegen Saarbrücken sein. Mit einer Ausbeute von 2:2 wären wir voll im Plan und unserem Ziel der erneuten Play-Off-Teilnahme ein kleines Stückchen näher gekommen. Um Ochsenhausen besiegen zu können, muss schon alles passen. Die haben eine sehr starke Truppe und bisher voll überzeugt.“ (DTTL) +++