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04.12.10 - TISCHTENNIS

Pflichtsieg erfüllt! TTC RhönSprudel FD-Maberzell schlägt Gräfelfing 3:1

Gräfelfing unterlag am Freitagabend dem hohen Favoriten Fulda-Maberzell - trotz eines Überraschungssieges von Nico Christ über Jan-Ove Waldner - mit 1:3. Robert Svensson besiegte Gräfelfings Achanta im Zielfinish.

Wang Xi und die beiden zuletzt auch stark verbesserten Schweden fuhren gestern fraglos in der Favoritenrolle vor die Tore Münchens. Bei Gräfelfings 0:3 in Hanau hatte sich gezeigt, dass es schwierig wird, wenn der bislang überragende Inder Kamal Sharath Achanta – Ligabilanz 7:2 – einmal nicht punktet. Für die ambitionierten Osthessen stellte Gräfelfing den Auftakt zur Süddeutschland-Tour dieses Wochenendes dar, an deren Schluss das vermutlich prickelnde Duell der Play-Off-Anwärter gegen Ochsenhausen in Biberach steht. Für die stets top motivierten Bayern kommt es übrigens auch am Sonntag dick – dann heißt der Gegner im Auswärtsspiel Saarbrücken.

Den engagiert auftretenden Gräfelfingern blieb das Pech aus der letzten Partie auch im Eröffnungseinzel gegen die Maberzeller treu: Topspieler Achanta zog - trotz zweimaliger Satzführung, trotz eines Matchballes im vierten Durchgang und trotz einer 7:3-Führung im fünften Satz - gegen den wieder erstarkten Robert Svensson ganz knapp den Kürzeren (11:6, 7:11, 11:4, 11:13, 11:13). Jetzt würde es natürlich ganz, ganz schwer werden für den TSV, etwas Zählbares aus der ausverkauften Halle mitzunehmen. Und es kam, wie es kommen musste: Stefan Frasch blieb gegen Defensiv-Ass Wang Xi chancenlos (6:11, 5:11, 5:11).

Die Vorentscheidung war bereits zur Pause gefallen - meinte zumindest so gut wie jeder in der Halle und am Liveticker. Doch dann trat genau das ein, was bislang ausgeblieben war: Mit Nico Christ sprang erstmals ein Mitspieler für Achanta in die Bresche und schlug ausgerechnet Tischtennislegende Jan-Ove Waldner in drei Durchgängen - allesamt gewann sie der blonde Angriffsspieler im TSV-Dress mit 11:9.

Gräfelfing witterte wieder eine kleine Chance auf eine Sensation. Doch Achanta konnte vor den knapp 400 erwartungsvollen Zuschauern die Steilvorlage seines Teamkollegen nicht nutzen und unterlag Wang Xi - DTTL-Bilanz nunmehr 8:2 - mit 8:11, 8:11, 11:9, 7:11. Nach insgesamt zweieinviertel Stunden war alles entschieden - Fulda hatte die Pflicht erfolgreich absolviert und reist nunmehr mit 10:4 Punkten nach Biberach, wo am Sonntag die Kür folgen soll.

Das knappe Fazit von Fuldas Chef Stefan Frauenholz, bekannt für seinen trockenen Humor, fiel wie folgt aus: „Pflichtsieg, Spiel abhaken, Klassenerhalt geschafft." +++

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