„Ob jung, ob alt, ob groß, ob klein – Bewegung die muss immer sein.“ – So titelt die neue Broschüre mit Bewegungsangeboten der Sportvereine im Landkreis Rhön-Grabfeld, die zur Förderung der Gesundheitsprävention vom Landkreis Rhön-Grabfeld neu herausgegeben wurde. Maßgeblich daran beteiligt war das Projektseminar Sport des Rhön-Gymnasiums. Ein ganzes Jahr hatten die 16 Schüler mit ihrem Lehrer Matthias Baumbach akribisch Zahlen, Daten und Fakten zu den Sportvereinen im Landkreis eingeholt. Herausgekommen ist eine Broschüre, die klar und übersichtlich gegliedert 135 Vereine mit im Schnitt drei bis vier Sportangeboten aufzeigt. Auch wenn die Broschüre mit knapp 500 aufgelisteten Angeboten auf knapp 100 Seiten noch nicht den Anspruch einer Vollzähligkeit für sich beanspruchen kann, so ist es doch für eine erste Broschüre dieser Art ein stattlicher Anfang. Das Ganze soll im Internet begleitet und dort stetig aktualisiert und erweitert werden, wurde bei Vorstellung im Landratsamt der Kreisstadt deutlich.
Das Sport- und Freizeitangebot ist für alle Bürger eine wichtige Grundlage für ein aktives und gesundes Leben, unterstrich Wirtschaftsförderer Jürgen Wangorsch für den Landrat sprechend. Tragende Säulen in den Gemeinden seien dabei die Vereine, in der die örtliche Gemeinschaft in besonderer Weise gepflegt wird.
Die Vereinsarbeit, insbesondere die vorbildliche Jugendarbeit, stärke die soziale Kompetenz und könne gar nicht hoch genug geschätzt werden. Durch gemeinsame sportliche Interessen seien schon viele Freundschaften auch überörtlich entstanden und es sei durchaus positiv zu bewerten, wenn sich die Vereine mit einem unterschiedlichen Angebot ergänzten.
Mit dem Projekt wollten die Schüler das Gesundheitsbewusstsein in der Region stärken und Impulse geben zum präventiven Handeln für das eigene Wohlbefinden, zur Förderung der Jugend und der Integration von Neubürgern. Die Broschüre richtet sich an Einheimische ebenso wie an Touristen, unterstrichen die drei Jugendlichen Alina Mainberger, Lukas Kessler und Elisabeth Holzheimer bei Vorstellung. Sport ist wichtig für eine gesunde und glückliche Lebensweise und wir waren freudig überrascht, wie viele Angebote es in unserem Landkreis gibt, erklärten sie übereinstimmend. In enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vereinen wurden Informationen zusammengetragen, sortiert und gestaltet, was nicht immer leicht gewesen sei. Dafür erhalten die Vereine Gelegenheit, Daten im ebenfalls vom Projektseminar erstellten Online-Portal zu ergänzen beziehungsweise bei Veränderungen zu aktualisieren. Ein Zugang wird über die Gemeinden, Städte und VGs gewährleistet, zu finden unter http://www.rhoen-grabfeld.de.
Nicht einfach gestaltete sich auch die Finanzierung der Broschüre, die in einer Auflage von 3.000 Stück immerhin 3.500 Euro an Druckkosten erforderte. Schließlich wurden in der Sparkasse Bad Neustadt und der VR-Bank Rhön-Grabfeld Sponsoren gefunden, die sich zusammen mit dem Landkreis jeweils einem Drittel beteiligten. „Eine solche praxisbezogene Arbeit von Schülern unterstützen wir gerne“, erklärte Klaus Balling für die Sparkasse Bad Neustadt sprechend. Er zollte den Schülern ebenso wie seine Kollegin Anne Zöllner von der VR-Bank größtes Lob und Anerkennung. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, so Zöllner. Auch Wirtschaftsförderer Jürgen Wangorsch fand reichlich Lob über die Kreativität, Eigeninitiative und Energie der jungen Leute.“ Lehrer Hartmut Brunner freute sich mächtig über das Lob für die Schüler des Praxisseminars. „Heute ist ein Festtag für Lehrer“, stellte er schmunzelnd fest. Die Broschüre ist erhältlich im Landratsamt selbst, im Tourismus-Info-Punkt, in Banken und Sparkassen, Schulen, Arztpraxen und auch an zentralen Stellen in den Gemeinden. Der Landkreis gab jüngst eine Broschüre mit Vereinssportangeboten im Gesundheitslandkreis Rhön-Grabfeld heraus. Maßgeblich daran beteiligt war das Projekt-Seminar Sport des Rhön-Gymnasiums. Im Bild freuen sich (jeweils von links): Jürgen Wangorsch, Anne Zöllner, Hartmut Brunner, Klaus Balling und Matthias Baumbach mit den Schülern Elisabeth Holzheimer, Lukas Kessler und Alina Mainberger. Foto Partl +++