„Jetzt haben wir Langläufer am Kreuzberg und am Feuerberg eine echte Alternative zum roten Moor“, freute sich Marcus Enders, der Trainer der nordischen Stützpunktmannschaft des Skiverband Unterfranken, der mit seiner Trainingsgruppe die neue Verbindungsloipe zwischen Kreuzberg und Feuerberg testete. Mit dabei auch die nordischen Sportler des TSV Poppenhausen aus der hessischen Rhön, mit ihrem Trainer Jens Klinkert, die ebenfalls das neue Angebot in der bayerischen Rhön in einer Trainingseinheit testen. „Für eine Grundlagen-Ausdauereinheit ist die Loipe ideal geeignet“, waren sich beide Trainer einig.
Wie begeistert die jungen Sportler von den neuen Bedingungen waren, zeigte ihr Eifer mit dem sie in der Loipe unterwegs waren. Die Verbindungsloipe zwischen Kreuzberg und Feuerberg ist ein Projekt der Kreuzbergallianz, das in den vergangenen Monaten intensiv geplant und umgesetzt wurde. Federführend verantwortlich war Felix Schmigalle von Planungsbüro IPU, Erfurt, das die Kreuzbergallianz bei ihren Projekten begleitet. Dank aktiver und engagierter Akteure in der Projektgruppe sei es gelungen, das Projekt zügig zu realisieren, so dass die neue Strecke für die Rhöner Wintersportfreunde schon in diesem Winter zur Verfügung steht, dankte Schmigalle allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.
Das Projekt „Verbindungsloipe“ bezeichnete Schmigalle als ein Gemeinschaftsvorhaben der beiden Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen, der Stadt Bischofsheim, des Markt Wildflecken und der Gemeinde Sandberg und unterschiedlichen Akteuren aus dem Bereichen Forstwirtschaft, Wintersport und Naturschutz. Die Gesamtlänge der neuen Loipe beträgt 4,8 Kilometer. Der Höhenunterschied von der Dreihüttenloipe zum Guckaspass beträgt 125 Meter und zur Kreuzbergloipe 152 Meter. Die Loipe gilt als schwer, vor allem der Bereich am Feuerberg und wird nur versierten Langläufern empfohlen.
Am Guckaspass stehen 25 Parkplätze zur Verfügung. Allerdings wird es hier im nächsten Frühjahr Veränderungen geben. Wie Jürgen Dobler, Leiter des Kreisstraßenbau Bad Kissingen mitteile, habe der Landkreis Bad Kissingen 20.000 Euro für die Erweiterung des Parkplatzes vorgesehen. Auch soll der Übergang von der Kreuzberg- auf die Feuerbergseite noch verbessert werden. Auf bestehenden Wander- und Forstwegen wird die neue Loipe, sowohl für Schneewanderer als auch für Langläufer, fachgerecht hergerichtet.
Dass die Loipe nicht nur für die Diagonale Technik präpariert wird, sondern auch für den Skatingbereich schätzen die beiden Trainer des Rhöner Langlauf Nachwuchs besonders. „Es ist wichtig, dass die Läufer der klassischen Technik und der freien Technik auf der Loipe unterwegs sein können“, so Marcus Enders. Eine Beschränkung nur auf die Klassische Loipe sei nicht mehr zeitgemäß, da immer mehr Läufer die freie Technik bevorzugen. Dem konnte Jürgen Dobler, selbst ein ambitionierter Langläufer, nur zustimmen. Mit der neuen Loipe werde auch sportlichen Läufern ein gutes Angebot im Nordischen Bereich geboten Die neue Verbindungsloipe sei breit genug, um ein faires und harmonisches Miteinander von Langläufern beider Techniken, Winterwanderern und Schneeschuhläufern zu gewährleisten. Mit ein wenig Rücksichtnahme aufeinander ist Winterfreizeitvergnügen für alle Nutzer möglich.
Damit es auch optisch in den Blick fällt, wurden eigens Schilder angefertigt, die auf das Miteinander aller hinweisen. „Es ist das erste umgesetzte Projekt der Kreuzbergallianz“, freute sich Bürgermeister Udo Baumann über die Aktivitäten. Die Verbindungsloipe betreffe mit Bischofsheim, Wildflecken und Sandberg drei Kommunen der Kreuzbergallianz. „Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie gut in der Kreuzbergallianz zusammen gearbeitet wird. Der Lückenschluss im Bereich der Loipe zwischen Kreuzberg und Feuerberg war schon lange nötig“, so Baumann. Der Kreuzbergallianz sei es nun gelungen, alle Akteure an einen Tisch zu bringen und das Projekt zügig zu realisieren.
Baumann sieht in dem neuen Winterfreizeitangebot in der Kreuzbergregion keine Konkurrenz zum Loipenzentrum am Roten Moor, sondern eine Ergänzung und Bereicherung für die gesamte Rhön. Die Loipe verbinde die Schwarzen Berge mit dem Kreuzberg, der Gast habe vielfältige Möglichkeiten die Region im Winter zu erkunden. Sandbergs Bürgermeister Detlef Beinhauer begrüßte die Realisierung der Verbindungsloipe ebenfalls, sei damit doch die Gemeinde Sandberg nun auch an das Loipennetz angebunden. „Es ist eine wichtige Bereicherung für den Tourismus und Wintersport in Sandberg“, so Beinhauer.
Von der Touristischen Seite wird die neue Loipe ebenso begrüßt. Geerd Müller vom Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge hat einen Flyer erstellt, der die Strecke mit Höhenprofil kurz beschreibt und einem Kartenausschnitt zur Orientierung. Auch im Internet ist die Loipe unter http://www.rhoen-wintersport.de als Guckasloipe zu finden. (me) +++