Sonntag, 15:00 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - TTC Zugbrücke Grenzau
Zum Rückrundenstart empfängt der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am kommenden Sonntag den alten Rivalen TTC Zugbrücke Grenzau. Die Brexbachtaler weisen derzeit mit 10:8 dasselbe Punktverhältnis auf wie die Osthessen, im Spielverhältnis sind die Fuldaer jedoch geringfügig besser notiert und stehen auf Platz vier, zwei Ränge vor den Grenzauern. Das Duell der Beinahe-Tabellennachbarn ist für beide ein erstes, kleines Endspiel um die Play-Off-Plätze. Im Hinspiel konnten sich die Truppe aus der Rhön dank eines starken Robert Svensson, der damals überraschend als Einser aufgeboten wurde, mit 3:1 durchsetzen.
Die Mannen aus dem Westerwald wollen natürlich – gute 40 Stunden nach dem richtungsweisenden Heimspiel gegen Werder Bremen – die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen und selbst ihre Play-Off-Ambitionen untermauern. Der in der Vorrunde mit einer 10:3-Bilanz überragende Robert Gardos soll dabei eine der Trumpfkarten sein.
Maberzells Präsident Stefan Frauenholz beschreibt die Ausgangslage: "Grenzau ist ein ausgeglichenes Team. Mit Gardos und Blaszczyk verfügen die Westerwälder über zwei routinierte Spieler, hinzu kommt mit Kenji Matsudaira noch eines der größten Talente der Tischtennis-Welt. Das wird eine schwere Aufgabe für unsere Jungs. Beim Final Four spielten wir unter schwierigen Umständen. Robert Svensson war gesundheitlich angeschlagen, Jan-Ove Waldner aufgrund einer Grippe gar nicht erst angereist. Lediglich Wang Xi war bei 100 Prozent Leistungsvermögen. Svensson und Waldner sind inzwischen wieder genesen und können am Sonntag spielen.“ Der von Frauenholz – zu Recht – stark eingeschätzte Lucjan Blaszczyk ist dagegen – nach Auskunft aus Grenzau – verletzungsbedingt noch nicht wieder einsatzfähig.
Zugbrücken-Trainer Anton Stefko weiß, dass die Trauben in Fulda hoch hängen, rechnet sich aber durchaus etwas aus für sein Terzett: "Wir haben noch etwas gut zu machen aus dem Hinspiel. Auch in Fulda müssen wir unsere Chancen suchen und nutzen." Generell sieht der Tischtennislehrer sein Team unter Zugzwang: „Eigentlich helfen uns am Wochenende nur zwei Siege.“
Sonntag, 17:00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – TG 1837 Hanau
Die favorisierten Saarländer – im Final-Four-Halbfinale hauchdünn an Ochsenhausen gescheitert – hoffen, das Heimspiel gegen die Hessen entspannt und mit einem Auswärtssieg in Herne im Rücken angehen zu können, wo man zunächst am Freitagabend die Visitenkarte abzugeben hat. Die Hampl-Schützlinge hoffen ihrerseits, zwei Tage zuvor im Heimspiel gegen Plüderhausen vorlegen und mit sechs statt bislang vier Zählern auf der Habenseite in den äußersten Südwesten fahren zu können. Solches würde auch ihren Auftritt in der Joachim-Deckarm-Halle merklich entspannter gestalten.
Erwin Berg, Sportlicher Leiter der Saarländer, dämpft im Vorfeld allzu hohe Erwartungen, rechnet aber schon mit den zwei Zählern: „Der Einstieg in die Rückrunde ist für alle Teams nach dem Jahreswechsel von der aktuellen Leistungskurve her schwer zu beurteilen. Zwar ist der 1. FCS nach der Vorrunde sehr zufrieden mit der Tabellensituation, jedoch sind beide Gegner des Wochenendes nicht leicht auszurechnen. Wir gehen mit Respekt vor den Gegnern aber dennoch mit dem Selbstbewusstsein des eigenen Könnens an die Spiele heran. Von Pflichtsiegen zu sprechen sind wir weit entfernt. Auch Hanau hat bundesligaerfahrene Cracks in seinen Reihen, die - bis auf Düsseldorf - jeder Mannschaft gefährlich werden können. So war zum Beispiel Steffen Mengel in der letzten Saison der Mann der Rückrunde und machte mit seiner Siegesserie auf sich aufmerksam.“
Hanaus Thomas Keinath zeigt sich durchaus zuversichtlich: "Wir haben alle super trainiert und sind fit.“ Patrick Franziska, der am Dienstag zu seinem ersten Einsatz für Deutschland in der JOOLA European Nations League kam und in Cottbus beim 3:2 über Schweden den Siegpunkt im Doppel mit einfahren konnte, bestätigt das aus seiner Perspektive: „Nach den Weihnachtsfeiertagen und meinem Kurzurlaub bin ich wieder voll ins Training eingestiegen, das richtig gut läuft. Ich fühle mich fit und in guter Form.“ Von einem Sieg seiner Hanauer an der Saar geht der amtierende Jugendeuropameister jedoch zunächst einmal nicht aus: „Gegen Saarbrücken sind wir klarer Außenseiter, dort rechnen wir uns nicht so viel aus. Aber wir geben natürlich alles, vielleicht ist ja eine Überraschung drin.“ (DTTL/Dr. Roscher) +++