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09.01.11 - WASSERBALL

ENDSTATION! WFF-Wasserballer unterlagen 7:11 Erstligisten Würzburg 05

Auch wenn das Jahr erst eine Woche alt ist, kann man über den gestrigen Abend guten Gewissens vom "Spiel des Jahres" reden. Auch wenn die Wasserfreunde Fulda den Einzug ins Viertelffinale des deutschen Wasserballpokals verpasst haben, lieferte die Mannschaft eine überzeugende Leistung ab. Von vornherein wurde über einen möglichen Sieg gegen den Erstligisten SV Würzburg 05 wenn überhaupt nur mit einem Schmunzeln gesprochen. Ein Traum wäre es gewesen, denn die Mannschaften Fulda und Würzburg verbindet seit Jahren viel, zu einem Punktspiel kam es dabei im letzten Jahrzehnt jedoch nicht, sodass gestern Abend eine besondere Wasserballschlacht werden sollte.

"Mal sehen wie es läuft, aber vielleicht können wir ja ein oder zwei Viertel dagegen halten", erklärte Trainer Volker Schunke vor dem Spiel. An einen Sieg gegen den derzeit drittplatzierten der ersten Wasserballliga konnte niemand so recht glauben. Kapitän Tarek Bary appellierte vor dem Spiel an die Mannschaft, dass das Publikum auf jeden Fall zwei gute Spielviertel verdient habe.

Rund 350 Zuschauer kamen, das Spiel wurde angepfiffen. Tarek Bary ergatterte beim Anschwimmen den Ball und verwandelte 16 Sekunden später zum 1:0. Im Gegenangriff wurde klar, dass Würzburg im wahrsten Sinne des Wortes in einer anderen Liga spielt, aber groß war die Differenz nicht. Das Ergebnis blieb eng. So stand es nach den ersten acht Minuten 2:4.

Im weitern Spielverlauf "hagelte" es Herausstellungen auf beiden Seiten. 10:10 Spielausschlüsse war die Schlussbilanz nach dem Spiel, somit gab es auch viele Überzahlsituationen, die jedoch die Bayern besser beherrschten als die Heimmannschaft.

Im letzen Spielviertel drehte Fulda noch einmal auf und erzielte in der 28. Spielminute den Anschlusstreffer zum 7:8. Das Sportbad Ziehers bebte und auf die Gesichter der Trainer Volker Schunke und Andreas Hohmann hatte sich ein überglückliches Lächeln festgebrannt. Das Team war wieder im Spiel, nur ein Tor von dem Unfassbaren entfernt. Jetzt glaubte man an einen Sieg. Es wurde erneut durchgewechselt, die letzten Kraftreserven sollten nun ins Wasser gebracht werden, um irgendwie noch ein Tor zu erzielen. Doch jetzt zeigte sich die Routine der Würzburger. Relativ ruhig spielten sie weiter und erzielten nach einigen Fehlversuchen doch noch drei Tore und zogen auf den Endstand 7:11 davon.

Fulda überzeugte auf ganzer Linie. Obwohl die Mannschaft nicht gewinnen konnte, übertraf sie die Erwartungen der Trainer und Zuschauer. Dass ein Pokalspiel gegen den Erstligisten Würzburg so eng ausgehen wird, traute sich niemand vorauszusagen. Die Leistung der Osthessen hat auf jeden Fall Lust auf Mehr gemacht und lässt positiv in die Zukunft blicken.

Fulda spielte mit: Laszlo Csanyi (Tor), Balazs Borbely (1 Tor), Leopold Schollmeier, Andreas Reinhard, Dominik de Beisac, Tarek Bary (4 Tore), Alexander Hörl, David Horvath (1 Tor), Lukas Geiger (1 Tor), Johannes Gebhardt, Nikolas Hohmann, Joszef Katona, Philipp Müller. (Johannes Gebhardt) +++

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