Am 27. März wird wieder gewählt, und so langsam beginnt für die Parteien die „heiße Phase“. Bald wird an allen Fronten wahl-gekämpft und um die Gunst der Wähler gebuhlt. Die Fuldaer CDU startete am Freitagabend mit ihrem traditionellen Kommunalwahl-Auftakt im Fuldaer Kolpinghaus, und etwa 150 Parteifreunde waren der Einladung von Dr. Wolfgang Dippel, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und Fuldas Bürgermeister, gefolgt. Der Leitspruch 2011 lautet „Fulda – Spitze Bleiben!“, und der damit verbundene Optimismus war der Veranstaltung auch anzumerken.
Moderator des Abends war Stadtrat Wolfgang Arnold, der – passend zur närrischen Jahreszeit - anfänglich in Form einer Büttenrede sprach. Davon fühlte sich auch Fuldas Faschingsprinz Udo Touristikus der 70. angelockt, der den Christdemokraten samt Gefolge seine Aufwartung machte. In seiner Eigenschaft als Narren-Monarch attestierte er der Fuldaer CDU, gute Politik zu machen - im Gegensatz zu vielen „Berlinern“. Als „Belohnung“ für die geleistete Arbeit orderte Prinz Udo schließlich die Showtanz-Gruppe der FKG auf die Bühne, sehr zur Freude der Christdemokraten – obwohl mit dem Zeremonienmeister der FKG Charly Bohl auch eine „rote Socke“ auf der Bühne stand.
Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann als erste Rednerin des Abends nahm sich viel Zeit für eine Rückschau. Sie erinnerte ihre Parteikollegen noch einmal daran, was die CDU in den vergangenen Jahren alles erreicht habe, und wagte auch einen Ausblick in die Zukunft. Ähnlich wie Arnold bemühte auch Hartmann sich um Nähe zum Karneval, was sich im regelmäßigen Satz „Und warum? Damit Fulda spitze bleibt!“ äußerte. Natürlich hatte sie auch einige Seitenhiebe für andere Parteien im Gepäck, neben der FDP bekam auch die CWE einige Schelte ab: „Die Ideen, mit denen die CWE wirbt, die haben wir auch – die hatten wir aber schon Jahre vorher!“
Ernstere Töne schlug Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller an. Die CDU in Fulda dürfe sich nicht auf Erreichtem ausruhen, sondern müsse mutig und aktiv in die Zukunft sehen, so der Rathauschef. Es sei vor allem wichtig, sich immer christlicher Tugenden und Grundwerte zu versichern, von denen die vier "Kardinaltugenden" auch in Zukunft als "Dauerauftrag" umgesetzt werden müssten: Klugheit, Gerechtigkeit, Mut und Maß. Möller zeigte sich aber trotzdem sehr stolz auf das, was seine Partei in der Vergangenheit in Fulda erreicht habe - "unsere Zahlen belegen, dass Fulda gut regiert worden ist". Er schloss seine Rede mit einem Appell an die Wähler: "Wenn Ihr uns bei der Wahl Euer Vertrauen schenkt, dann werden die nächsten fünf Jahre auch wieder gute Jahre für Fulda werden - und dann können wir alle wieder singen, `Ich bin in Fulda verliebt´".
Im Anschluss an die Rede des Oberbürgermeisters meldete sich auch Bürgermeister Dippel noch einmal zu Wort. Er ermutigte seine Parteikollegen ("Wir können zuversichtlich in den Wahlkampf starten!"), appellierte aber auch, nicht übers Ziel hinaus zu schießen: "Seid hart in der Sache, aber bitte: Keine persönlichen Beleidigungen und keine Diffamierungen - das hat im Wahlkampf nichts zu suchen!". Als weitere "Überraschung" des Abends durfte dann noch Dr. Alois Rhiel auf die Bühne kommen. Dippel ehrte Fuldas Alt-Bürgermeister für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Musikverein Niesig und vom CDU-Fraktions-Chor, der politische Texte skandierte. Die Darbietungen trafen beim Publikum auf viel Interesse und Wohlwollen, und so manches Solo und einige bissige Refrains wurden mit spontanem Applaus belohnt. Bei „Mir, mir wolle net Jamaika, mir stehn auf CDU für Fulda“ wurde sogar kräftig mitgesungen und -geschunkelt. Zwischendurch gab es auch mal eine Brotzeit, laut Programm des Abends „wie es sich für Fulda gehört“ mit Brot und Wurst. So musste niemand befürchten, es könnte im Laufe der immerhin dreistündigen Veranstaltung ein müder Christdemokrat vom Stuhl kippen. (dz) +++


...und übergab dann das Wort an Stadtrat Wolfgang Arnold, der durch den Abend führte.

Stadtverordnetenvorstehende Margarete Hartmann...

...und Oberbürgermeister Gerhard Möller hatten ihren Parteifreunden viel zu sagen.

Eduard Hannig, Ortsvorsteher von Gläserzell.

Ehrung für Fuldas Alt-Bürgermeister Dr. Alois Rhiel (links).

Einmarsch des Prinzen mit Gefolge.

Prinz Udo Touristikus der 70. (Mitte).

Die Showtanzgruppe der FKG zeigte ihr Können.

Der Fraktionschor der CDU...

...sang mit Inbrunst...

...und animierte sein Publikum zum Schunkeln und Mitsingen.

Auch Dr. Norbert Herr (MdL, links) und MIT-Kreisvorsitzender Winfried Rippert machten mit.

Stadtverordneter Reinhold Schäfer.

Alt-Bürgermeister Dr. Alois Rhiel.

Bundestagsabgeordneter Michael Brand.

Der Musikverein Niesig spielte auf.

Insgesamt waren etwa 150 Christdemokraten im Kolpinghaus zusammengekommen.

...und diese Plakate werden bald Fuldaer Straßen "schmücken"....