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Schlüsselübergabe in der neuen Erich-Simdorn-Halle (von links): Erster Kreisbeigeordneter Günter Frenz, Bürgermeister Ludger Stüve und Architekt Alfred Möller.

17.02.11 - Schöneck-Kilianstädten

Kreis und Gemeinde weihen Erich-Simdorn-Halle offiziell ein

„Das alles ist möglich, wenn sich die kommunale Familie einig ist“, freute sich Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Günter Frenz bei der offiziellen Einweihung der neuen Erich-Simdorn-Halle in Schöneck-Kilianstädten. Rund 4,4 Millionen Euro investierten anteilig der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger und die Gemeinde Schöneck in die neue Halle. Günter Frenz wie auch der Schönecker Bürgermeister Ludger Stüve hoben die gute und fruchtbare Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Nur so habe eine solch ansprechende Halle in einer relativ kurzen Bauzeit entstehen können. „Nehmt die Halle in Besitz und freut euch an der Bewegung“, rief der Erste Kreisbeigeordnete den Schülerinnen und Schülern zu.

Die Drei-Felder-Halle wurde nach gut einem Jahr Bauzeit in Passivhaus-Bauweise errichtet und entspricht damit höchsten energiesparenden Ansprüchen. Eine Bürgersolaranlage auf dem Hallendach liefert zusätzlich Strom aus regenerativen Energien. Die Abmessung der Halle beträgt 27 mal 45 Meter. Im Erdgeschoss sind vier Umkleideräume mit Duschen angeordnet. Außerdem befinden sich im Erdgeschoss noch drei Geräteräume, ein Erste-Hilfe-Raum, zwei Lehrerumkleiden sowie der Putzmittel- und Lagerraum. Im Obergeschoss befindet sich neben zwei Mehrzweckräumen mit dazugehöriger Küche und Lagerräumen die Haustechnik sowie der Foyerbereich, der auch als Zugang zu den ausziehbaren Tribünen für 250 sitzende Zuschauer dient.

Die Erich-Simdorn-Halle verfügt über eine hoch gedämmte Gebäudehülle. „Damit verbunden waren zwar höhere Investitionskosten, die aber deutlich geringere Folgekosten bei der Heizung, Warmwasserbereitung und Beleuchtung mit sich bringen. Kernstück der Passivhaus-Technik ist eine leistungsfähige Lüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung und einer intelligenten Steuerung der Energiesparbeleuchtung. Die Beheizung und Warmwasserbereitung der Halle erfolgt mit einer Pelletsheizung. „Hier ist eine moderne Halle nach den neuesten Anforderungen und Richtlinien entstanden“, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete. Alleine hätten weder die Gemeinde noch der Kreis die Errichtung einer solchen Halle stemmen können. „Mit dem Neubau der Halle haben wir den Schulstandort Schöneck deutlich aufgewertet und zukunftsfähig gestaltet“, unterstrich Frenz und fügte hinzu, dass der Kreis in den vergangenen acht Jahren insgesamt 3,1 Millionen Euro in die Ebert-Schule investiert habe.

Bürgermeister Ludger Stüve hatte zuvor die Gäste begrüßt. Auch er lobte die gute Zusammenarbeit und erinnerte zudem an den Namensgeber der Halle. 1889 in Berlin geboren, wurde der Sozialdemokrat Erich Simdorn 1929 Rektor der Kilianstädter Volksschule. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zeitweise ins Gefängnis gesperrt, die amerikanische Militärregierung bestimmte ihn 1945 für einige Wochen zum Bürgermeister, bevor Erich Simdorn neuer Schulrat des Landkreises Hanau wurde. Neun Jahre später endete sein aktiver Schuldienst, kurze Zeit später verstarb Simdorn im Alter von 66 Jahren. „Ein würdiger Namensgeber“, befand der Bürgermeister. +++

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