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18.02.11 - TISCHTENNIS

Osthessen-Derby am Sonntag: TG 1837 Hanau gegen Fulda-Maberzell

Die sportliche Lage der Hanauer Bundesligaprofis ist prekär, zwar nicht hoffnungslos, aber auch alles andere als rosig. Nach gut 75 Prozent der Punktspiele in Europas Eliteliga rangiert man auf Platz acht, dem ersten Nichtabstiegsrang. Man hat bereits zwölf Niederlagen kassiert und erst zwei Partien gewonnen. Dicht im Nacken sitzt den Brüder-Grimm-Städtern der TTC Ruhrstadt Herne mit ebenfalls vier Pluspunkten. Am 3. April, dem letzten Spieltag der Saison, könnte es in der Main-Kinzig-Halle zum Abstiegsendspiel gegen die Ruhrstädter kommen. Am Sonntag um 15 Uhr freilich muss man erst einmal mit der dreizehnten Saisonniederlage der TGH kalkulieren - jedenfalls wenn man die Konstellationen vor dem Hessenderby, dem sechsten dieser Art, nüchtern bewertet.

Zuletzt schwächelte die in der Rückrunde noch sieglose Hanauer Mannschaft mit drei 0:3-Pleiten in Folge. Gegen Bremen, Grenzau und Ochsenhausen blieb man chancenlos. Gerade die erfahrenen Spieler stellten in diesen Partien alles andere als Nervenstärke unter Beweis. Probleme der Hanauer Art sind den Recken aus Fulda-Maberzell völlig fremd. Man erreichte das Pokal-Final-Four in der Stuttgarter Porsche-Arena und gab in der Champions League keine schlechte Figur ab, auch wenn man dort die Gruppenphase nicht überstand. Allerdings muss der Play-Off-Teilnehmer der letzten beiden Jahre noch mächtig kämpfen, um auch diesmal wieder in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Grenzau liegt derzeit auf dem dafür erforderlichen vierten Platz und hat zwei Minuspunkte weniger auf dem Konto als die Maberzeller.

Ein Sieg in Hanau ist daher für die Truppe aus Fulda absolute Pflicht, zumal man kommenden Dienstag beim starken 1. FC Saarbrücken antreten muss und dort keinen Sieg fest einplanen kann. Der auch diese Saison wieder überragende chinesische Abwehrkünstler Wang Xi (aktuelle Ligabilanz 15:4), einst unter Helmut Hampl beim TTV Gönnern unter Vertrag, und der Schwede Robert Svensson (7:6) zählen zu den Aktivposten der Osthessen. Vier Hessenderbys gab es letzte Saison, eines in dieser Spielzeit, die Resultate sprechen eine deutliche Sprache: 0:3, 1:3, 0:3, 0:3, 0:3 – aus Hanauer Sicht betrachtet. So gesehen darf man Fulda-Maberzell durchaus als TGH-Angstgegner bezeichnen.

Der Gegner ist hoher Favorit – folglich haben Patrick Franziska und Kollegen, trotz der prekären Tabellensituation, wenig bis nichts zu verlieren. Sie müssten schon allesamt einen überragenden Tag erwischen, um etwas zu reißen. Auf unachtsame oder überhebliche Osthessen wird man mit Sicherheit nicht treffen, da diese die Punkte gegen den „Underdog“ selbst dringend benötigen – bei einer Schlappe an der Kinzig würden die Play-Offs in weite Ferne rücken. (DTTL-Mediendienst) +++

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