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12.03.11 - TISCHTENNIS

Die Liga kurz vor dem Endspurt - Heimspiele für Fulda und Hanau

Sonntag, 15:00 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TSV Gräfelfing

Der bisher erst einmal siegreiche Aufsteiger Gräfelfing hat sich zwar längst noch nicht aufgegeben und könnte – angesichts fünf noch ausstehender Partien – noch ohne weiteres den Klassenerhalt schaffen, so recht daran glauben mag man allerdings nicht. Zumal der Shootingstar der Münchner Vorstädter, der Inder Kamal Sharath Achanta, in der Rückserie bisher Ladehemmung hatte (1:3) und nicht annähernd an die tollen Vorrundenleistungen anknüpfen konnte (9:5 – Platz 9 der Liga-Bestenliste). Allein viermal konnte Achanta in der ersten Staffel beide Einzel gewinnen und den TSV ins Abschlussdoppel bringen – ob er ausgerechnet gegen die top motivierten Maberzeller wieder daran anknüpfen kann, scheint fraglich.

Fulda empfängt die Bayern jedenfalls als glasklarer Favorit, darf sich aber auch kein Straucheln erlauben, sonst wäre es definitiv aus mit den Play-Offs. Sollte es am Freitagabend in Plüderhausen nichts mit zwei Punkte werden, würden die zum Siegen verdammten Wang Xi und Kollegen schon gegen Gräfelfing ein besseres Freundschaftsspiel austragen. Aber soweit muss es ja nicht kommen. TTC-Präsident Stefan Frauenholz bringt die Sache – wie immer – nüchtern, knapp und präzise auf den Punkt: „Sollte sich in Richtung Play-Offs noch etwas bewegen, könnte auch das Spielverhältnis ausschlaggebend sein. Einen Ausrutscher darf man sich nicht erlauben.“

Sonntag, 15:00 Uhr: TG 1837 Hanau – Borussia Düsseldorf

Die TG Hanau befindet sich als Tabellenvorletzter – nach Punkten und in der Spieldifferenz gleichauf mit dem Achten Herne – unverändert in einer sportlich prekären Situation, hofft aber weiterhin auf den Klassenerhalt und hat noch immer eine greifbare Chance, dieses Ziel „auf den letzten Drücker“ zu erreichen. In der Rückrunde klebte den Brüder-Grimm-Städtern förmlich die Seuche am Schläger – alle sechs Partien gingen verloren, fünf davon gar mit 0:3. Der Trainer übte Kritik an seinen Spielern Keinath und Yang, die auf zu vielen Hochzeiten tanzten und die Frische, Konzentration und Inspiration vermissen ließen, die im Abstiegskampf gebraucht würden. Hinzu kommt, dass sich Pechvogel Steffen Mengels Schulterverletzung kurz vor Beginn der Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende in Bamberg erneut bemerkbar machte und deshalb nach wie vor mit dem „Siegerländer Riesen“ nicht kalkuliert werden kann.

Am Sonntag gibt nun ausgerechnet Europas stärkstes Tischtennisteam seine Visitenkarte in Hanau ab. Der deutsche Rekordmeister und aktuelle Tabellenführer Borussia Düsseldorf, der mit sagenhaften 32:0 Zählern meilenweit über dem Rest der Liga thront, gastiert in der Main-Kinzig-Halle. Ein Vergleich zwischen David und Goliath steht also bevor, auch wenn Timo Boll nicht zum Schläger greifen wird. Andererseits haben sich früher Gönnern und seit letzter Saison Hanau gegen Düsseldorf immer teuer verkauft und die Spiele teilweise sehr eng gestalten können. (DTTL-Mediendienst) +++

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