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12.03.11 - TISCHTENNIS

Pläne adé? Ernüchterung bei FD-Maberzell: 1:3-Niederlage in Plüderhausen

Das Schicksalsspiel am gestrigen Freitagabend für die Maberzeller in der Plüderhausener Hohbergsporthalle ging sprichwörtlich in die Hose - am Ende hieß es 3:1 für die Schwaben dank eines glänzend aufgelegten Aleksandar Karakasevic. Die Play-Off-Chancen der Osthessen sind damit auf ein Minimum gesunken. Sollte Grenzau nur eine seiner letzten drei Partien gewinnen, können Wang Xi & Co. Rang vier für die Play Offs nicht mehr erreichen.

Fulda-Maberzell würde eigentlich nur dann in der „Verlosung“ um die Play-Off-Qualifikation – sprich um den vierten Platz – bleiben, wenn man das Wochenende mit 4:0 Punkten über die Bühne bringen würde. Anderenfalls dürften die Grenzauer fast schon die Sektkorken knallen lassen - soviel war im Vorfeld klar. Doch in Plüderhausen hängen die Trauben an manchen Tagen sehr hoch. Der SVP wollte den Fans im letzten Heimspiel der Saison einfach schönes Tischtennis zeigen und freute sich auf das Wiedersehen mit Tischtennis-Mozart Jan-Ove Waldner, der von 2003 bis 2005 für die Remstaler aufgeschlagen hatte.

"King Kara" - wie man ihn im Remstal ehrfurchtsvoll nennt, versetzte gleich zu Beginn den Fuldaer Ambitionen einen ersten herben Dämpfer - der Serbe mit dem außergewöhnlichen Ballgefühl besiegte vor 370 Zuschauern den Schweden Robert Svensson im Linkshänderduell mit 5:11, 11:6, 11:6, 11:9. Aber die Osthessen haben ja auch noch einen Wang Xi, der gegen Jiri Vrablik ungefährdet für den Ausgleich sorgte (11:5, 11:7, 11:5) - weiterhin war also mächtig Spannung angesagt im Freitagsspiel der Bundesliga.

Pech für Fulda nach dem Pausentee: Jan-Ove Waldner verlor das aufregende Marathon-Match gegen Leung Chu Yan hauchdünn (11:9, 12:10, 9:11, 2:11, 12:14) - nun musste Wang Xi gegen Karakasevic unbedingt punkten, sonst wäre es das wohl bereits gewesen mit den Play-Offs. Und es sah bald böse aus aus Sicht der Gäste: Der glänzend aufgelegte "Kara" ging nämlich mit 2:0 Sätzen in Führung (13:11, 11:9). Ein gelöster Karakaevic in Spiellaune und ein Wang, auf dessen schmalen Schultern wohl etwas zu viel Druck lastete angesichts der fehlenden Ausbeute des Schweden-Duos. Dazu noch die Sätze eins und zwei hauchdünn an den Serben - das konnte nicht gut gehen aus Perspektive der Osthessen. Und es kam tatsächlich so, auch der dritte, wiederum extrem enge Durchgang, brachte kein Happyend für den sympathischen Chinesen (12:14).

Nach insgesamt zwei Stunden und zwanzig Minuten war die Messe gelesen und der Gast aus der Rhön um eine Illusion ärmer. Die Grenzauer, die selbst zeitgleich einen dürftigen Auftritt gegen Chartres im ETTU-Cup hinlegten, hatten ohne eigenes Zutun einen mächtigen Schritt in Richtung der Play-Offs gemacht und dürfen sich beim SV Plüderhausen bedanken, der seinen Fans im letzten Saisonheimspiel tolles Tischtennis geboten hatte. Mit einem Heimsieg am Sonntag gegen die Schwaben - der SVP spielt diesmal tatsächlich eine tragende Rolle im Play-Off-Kampf als das Zünglein an der Waage - könnten die Westerwälder auch rechnerisch alles in trockene Tücher bringen. (DTTL). +++

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