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14.03.11 - TISCHTENNIS 2

Glatte Niederlage: TG 1837 Hanau - Rekordmeister Bor. Düsseldorf 0:3

Die TG Hanau befindet sich als Tabellenvorletzter – nach Punkten und in der Spieldifferenz gleichauf mit dem Achten Herne – unverändert in einer sportlich prekären Situation, hofft aber weiterhin auf den Klassenerhalt „auf den letzten Drücker“. In der Rückrunde klebte den Brüder-Grimm-Städtern förmlich die Seuche am Schläger – alle sechs Partien gingen verloren, fünf davon gar mit 0:3. Am gestrigen Sonntag gab nun ausgerechnet Europas stärkstes Tischtennisteam seine Visitenkarte in Hanau ab.

Der deutsche Rekordmeister und - seit Freitag - Champions-League-Halbfinalist Borussia Düsseldorf, der mit sagenhaften 32:0 Zählern meilenweit über dem Rest der Liga thront, gastierte in der Main-Kinzig-Halle. Ein Vergleich zwischen David und Goliath stand also bevor, auch wenn Timo Boll nicht zum Schläger griif. In der Brüder-Grimm-Stadt wollte man den Fans ein tolles Tischtennisfest bieten und hoffte auf das eine oder andere enge Match, so wie etwa im Hinspiel im Oktober 2010, wo man zwar mit 1:3 unterlag, dem hochkarätigen Gegner aber heftige Gegenwehr leistete.

Es begann wie erwartet: Vizeeuropameister Patrick Baum hatte zwar alles andere als leichtes Spiel mit einem hoch motivierten, aber phasenweise auch sichtlich nervösen Thomas Keinath und setzte sich in vier Sätzen durch (8:11, 11:5, 14:12, 11:8). Hätte Keinath einen seiner drei Satzbälle in Durchgang drei nutzen können, hätte es am Ende ganz eng werden können - Konjunktive zählen aber beim Tischtennis nicht, die einzige Wahrheit liegt am Tisch. Gegen einen bissigen, hoch konzentrierten und äußerst effektiv spielenden Christian Süß hatte TGH-Youngster Patrick Franziska anschließend keine echte Chance, auch wenn er es im dritten Satz - nach 6:10-Rückstand - noch in die Verlängerung schaffte. Am 11:7, 11:4, 12:10 des Düsseldorfer Nationalspielers war jedoch nicht zu rütteln. Es sah bereits zur Pause nach einer glasklaren Angelegenheit für den Ligaprimus vor knapp 700 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle aus.

Und daran sollte sich auch nichts mehr ändern, auch wenn Steffen Mengels mit Spannung erwartetes Comeback nach langer Verletzungspause - der hochgewachsene Siegerländer hatte zuletzt am 28. November 2010 beim Heimspiel gegen Gräfelfing für die TGH am Tisch gestanden - auf dem Programm stand. Mengel begann zwar furios gegen János Jakab, den er in der Vorrunde besiegen konnte, und hatte nach einigen spektakulären Bällen im ersten Satz das Publikum bedingungslos hinter sich, der Ungar steigerte sich allerdings mit zunehmender Spieldauer, wurde immer sicherer und durfte am Ende einen nicht mehr gefährdeten 3:1-Sieg bejubeln (4:11, 11:5, 11:6, 11:1).

Nach einer Stunde und 45 Minuten, davon 90 Minuten reine Spielzeit, hatte der Rekordmeister seine Ausnahmestellung im deutschen Tischtennissport eindrucksvoll bestätigt. Für die Hanauer, die sämtliche sieben Rückrundenspiele verloren, sechs davon mit 0:3 (!), brechen nun die Wochen der Wahrheit mit den existenziellen Spielen in Gräfelfing und gegen Herne an.

TGH-Trainer Helmut Hampl wollte seine Spieler nicht kritisieren: "Alle haben gut gekämpft, aber Düsseldorf war heute einfach zu stark. Da Yang Zi die ganze Woche krank war und nicht trainieren konnte, bot es sich an, Steffen Mengel heute etwas Spielpraxis zu verschaffen. Steffen hat nicht schlecht gespielt für den Anfang und war gerade im ersten Satz recht stark, benötigt aber weitere Einsätze - etwa bei den Polish Open nächste Woche - um uns in den Spielen gegen Gräfelfing und Herne richtig helfen zu können." +++

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