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17.03.11 - TURNEN

Turngau Fulda-Werra-Rhön im Aufwind: 194 Vereine mit 24 882 Mitgliedern

Der Turngau Fulda-Werra-Rhön befindet sich im Aufwind: Wie Vorsitzender Hans Mohr beim Gauturntag in Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) sagte, gehören nach leichten Zuwächsen in 2010 inzwischen 194 Vereine mit insgesamt 24 882 Mitgliedern dem Verband an. Mohr konnte insbesondere den Präsidenten des Hessischen Turnverbandes (HTV), Rolf- Dieter Beinhoff, begrüßen.

2011 sei ein ganz besonderes Jahr, werde doch das Jubiläum „200 Jahre Turnen in Deutschland“ gefeiert, das am 18. Juni 1811 mit den sportlichen Aktivitäten Friedrich Ludwig Jahns in der Berliner Hasenheide seinen Anfang genommen hatte. In diesem Zusammenhang plant der Turngau an verschiedenen Orten das Pflanzen von Eichen, dem Symbol der Turnbewegung.

Vorsitzender Mohr ging bei seinen Ausführungen auf den Landesturntag im Oktober 2010 ein, der große Änderungen in der Verbandsstruktur beschlossen habe, deren Umsetzung langwierig und schwierig werde. Zudem habe sich leider der Trend manifestiert, dass Ehrenamtliche fehlten, und auch die Finanzen stellten ein „gravierendes Thema“ dar. Man werde mit geringeren Zuschüssen aus den Erlösen des HessenLotto rechnen müssen; die kalkulierten 15 Prozent minus machten rund 1800 Euro aus, „und das merken wir schon im Haushalt“. Abschließend ging der Turngauvorsitzende mit kritischen Worten noch auf den Umzug der Geschäftsstelle des Hessischen Turnverbandes (HTV) von Bad Vilbel nach Frankfurt/Main ein.

Nach dem Grußwort des Bürgermeisters von Nentershausen, Ralf Hilmes, der besonders den im Turngau Fulda-Werra-Rhön ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern dankte, ging auch HTV-Präsident Beinhoff auf die sich verschlechternde finanzielle Lage ein. Beinhoff führte die zurück gehenden Einnahmen aus dem Lotto/Toto-Geschäft darauf zurück, dass die Zahl der Einsätze sinke. Insgesamt rechne der HTV für 2011 mit Mindereinnahmen in Höhe von rund 200 000 Euro. Bezug nehmend auf den Umzug nach Frankfurt/Main betonte Beinhoff wörtlich: „Wenn die Finanzen zu eng werden, dann geben wir Frankfurt auf und gehen nach Alsfeld“. Die dortige Liegenschaft werde verstärkt ausgebaut. Den Reigen der Grußworte beschloss die Vorsitzende von „Germania“ Nentershausen, Elisabeth Giptner-Mengel. Diese erinnert an den „sehr gelungenen“ Festakt zum 100jährigen Bestehen in diesem Jahr; der Verein habe derzeit 600 Mitglieder. Für den 7. Mai sei nochmals eine Jubiläumsveranstaltung mit zahlreichen Ehrungen geplant, zudem würden eine Beachparty und der Gauwandertag ausgerichtet.

Nachdem die ausliegenden Berichte der Fachwarte ohne Diskussion zur Kenntnis genommen worden waren, bestätigten die Kassenprüfer der zuständigen Finanzfachfrau Christina Benisch eine einwandfrei geführte Kasse, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Bei einer Stimmenthaltung votierten die Anwesenden einstimmig für den Haushaltsplan 2011, der ein Gesamtvolumen von 16 700 Euro aufweist. Da kein Kandidat für den zurück getretenen Hans- Joachim Buchmann gefunden werden konnte, bleibt das Amt des Zweiten Vorsitzenden vorerst unbesetzt. Die übrigen berufenen Fachwarte wurden bestätigt.

Uwe Pfisterer, Vorsitzender der Turnjugend, ging auf das Gau-Hallenkinderturnfest ein, dessen Durchführung in Rotenburg abgesagt werden musste. Es lagen nur 27 Anmeldungen vor. Anscheinend war es, dies zeigte eine längere Diskussion, den Vereinen nicht ganz klar gewesen, dass es sich bei der Veranstaltung um keinen Wettbewerb gehandelt hatte, sondern der Spaß im Vordergrund stehen sollte. Pfisterer will künftig jährlich zwei Stammtische der Turnjugend veranstalten (im Norden und Süden des Turngaus), um besseren Kontakt zu den Vereinen zu bekommen.

Hans-Joachim Buchmann beklagte, dass sich bislang für das Gauturnfest und das Gaukinderturnfest Ende Mai noch kein Ausrichter gefunden habe und schlug vor, dass vielleicht mehrere Vereine die Organisation „stemmen“ könnten. Vorsitzende Giptner-Mengel zeigte sich für „Germania“ bereit, eine Ausrichtung in 2012 zu prüfen, vermochte es im Jubiläumsjahr aber nicht zu schaffen. Nun will FT Fulda prüfen, ob eine Organisation in 2011 noch möglich ist.

Einstimmig angenommen wurde schließlich der von Uwe Pfisterer vorgestellte „Entwurf einer Jugendordnung der Turnjugend“, die sich an der hessischen Turnjugend orientiert. Das Papier soll der „Rahmen sein, um die Turnjugend auf Kurs zu halten". Im Bild: Hans Mohr, Vorsitzender des Turngaus Fulda-Werra-Rhön (Zweiter von rechts), bei seiner Begrüßung während des Turngautages in Nentershausen. Ganz links Kassenwartin Christina Benisch, daneben Hans-Jürgen Manns (Fachwart Musikwesen) und ganz rechts Marijke Fischer (Fachwartin Gesundheit und Sport). (Foto: privat) +++

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