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28.03.11 - Hanau

Schulhöfe sollen bewegungsfreundlicher werden - Entwicklung und Umgestaltung

Die Friedrich-Ebert-Schule in Klein-Auheim gilt als gelungenes Beispiel für einen naturnah und bewegungsfreundlich gestalteten Schulhof. Deshalb kamen dort Schulleiter und Elternbeiräte von zwölf Hanauer Grundschulen zusammen, um sich darüber zu informieren, wie sie ihren Schulhof umbauen können. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Schuldezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold und Thomas Ritter von der städtischen Fachstelle Sport gaben Anregungen und informierten über die Sportentwicklung und die Umgestaltung der Schulhöfe.

Ziel ist, den im städtischen Sportentwicklungsplan empfohlenen "bewegungsfreundlichen Schulhof" zu realisieren. Mit neuen zweckmäßigen Spielgeräten sollen die Höfe für Kinder attraktiver gestaltet werden. Damit verbunden soll eine längere Öffnungszeit der Schulhöfe sein, damit die Kinder außerhalb des Unterrichts mehr spielen und sich bewegen. "Bewegung fördert unmittelbar Denk- und Lernprozesse", sagt Felix Weilbächer, Schulamtsdirektor vom Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis.

Eine wichtige Frage war für die in Klein-Auheim versammelten Grundschulen und Elternbeiräte die Finanzierung. "Das Angebot, das die Stadt der Friedrich-Ebert-Schule gemacht hat, biete ich allen Schulen an. Jeden Euro, den die Schulen oder die Fördervereine zur Neugestaltung sammeln, verdoppelt die Stadt", versprach Oberbürgermeister Kaminsky. Der Förderverein der Friedrich-Ebert-Schule lobte die Hilfe: "Oberbürgermeister Kaminsky war da, wenn es Probleme mit der Stadt gab", sagte Vereinsvize Claudia Wiegand.

Wichtig sei aber, dass die Initiative von den Grundschulen selbst ausgeht. Die Schulleitungen könnten auch Eltern und Schüler nach Wünschen und Anregungen fragen und sollten beobachten, welche Anlagen die Kinder auf dem Schulhof derzeit überhaupt nutzen. Denn jede Schule muss für sich entscheiden, welche Veränderungen am besten zu ihnen und ihren Schülern passen. "Die Schulgelände sind sehr unterschiedlich. Einige sind kleiner und andere größer. Zudem treten bei der Neugestaltung für Schulen in den Städten andere Schwierigkeiten auf als für Schulen, die in der Nähe eines Waldes liegen", gab Stadtrat Dr. Piesold zu bedenken.

Ideen und Anregungen konnten sich die Schulvertreter bei der Präsentation "Bewegungsfreundliche Schulhöfe" von Dr. Jörg Wetterich vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) holen. Er ging auf wissenschaftliche Studien ein, die die Auswirkungen von Bewegung auf das Lernvermögen erforschen, sowie auf die Grundprinzipien eines bewegungsfreundlichen Schulhofs und die Organisation des Projekts. "Es muss auf den Schulhöfen keine komplizierten Geräte geben. Kinder spielen meist lieber auf einfachen Anlagen", erklärte Wetterich. Das Umgestalten zu einem bewegungsfreundlicheren Schulhof ist für Fachleute allerdings ein längerer Prozess, der nicht in ein oder zwei Jahren abgeschlossen ist. +++

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