Archiv


Die Briefmarken-Vorlage - der Gleiter PR II aus dem Jahre 1920 - auf dem Bild aus 1974. +++Foto: DSMM

02.05.11 - GERSFELD

Das einzige Deutsche Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe in der hessischen Rhön wurde am Samstag einen Tag lang zum „Postamt“. Der Grund: zur 45-Cent-Marke „100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe“ gab es einen Sonderstempel der Deutschen Post – auf frankierte Karten oder Briefe. Viele tausend Male mussten die beiden Mitarbeiterinnen der Philatelie-Abteilung der Deutschen Post aus Weiden/Oberpfalnz den Sonderstempel aufbringen - aber es wurden auch ordentlich Briefmarken verkauft. Und nicht nur die "100 Jahre Segelflug" gingen oft über die Theke, sondern auch eine Vielzahl anderer Sondermarken.

Den Stempel hatte die Stiftung Deutsches Segelflugmuseum in Auftrag gegeben. Das Motiv zeigt den Flugpionier Hans Gutermuth im Segelflugzeug FSV VIII aus dem Jahre 1911. Im gleichen Jahr flog Gutermuth seinen Weltrekord an der Abtsroder Kuppe auf der FSV X , die im Museum als Nachbau des DSMM-Werkstattteams zu sehen ist. Hunderte Besucher und Philatelisten nutzten am Samstag die einzigartige Gelegenheit für den Markenkauf mit Sonderstempel. In Zukunft kann die besondere Karte während der Öffnungszeiten des Segelflugmuseums auf Hessens höchstem Berg für einen Euro gekauft werden.

Die 45-Cent-Sondermarke zeigt das Motiv nach einer Originalaufnahme von 1920 aus dem Archiv des Segelflugmuseums. Abgebildet ist der 14-Jährige Peter Riedel auf seinem Gleiter PR II auf dem Rhönwettbewerb 1920. Die mit abgebildeten Personen halten den Gleiter an Fesselleinen, da die Verantwortlichen dem Fluggerät aus Dachlatten und Packpapier nicht trauten. 1974 baute der später weltweit bekannte Segelflugpionier Peter Riedel seine PR II von 1920 nach und führte das Gerät im Autoschlepp bis 80 Km/h auf der Wasserkuppe vor und bewies damit, dass seine Kostruktion als 14-Jähriger sehr wohl flugtauglich gewesen wäre.

Gemeinsam mit dem Philatelie-Sammler und Gutermuth-Nachfahre Gerhard Büttner eröffnete Karl-Theodor Rack, Vorsitzender des Fördervereins des Segelflugmuseums, am Samstag auch eine sehr interessante Ausstellung zur Geschichte des Segelfluges auf der Wasserkuppe. Weiterhin stelle die Darmstädter Hobby-Historikerein Ursula Eckstein ein Buch vor.

Und noch eine Seltenheit ist nach über 60 Jahren wieder öffentlich zu sehen, denn: auf der linken Seite des Museumseingangs wurde eine historische Bronze-Plakette aus dem Jahr 1920 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Flieger und abgestürzten Segelflieger enthüllt. Dieser Gedenkstein befand sich bis Ende der 1940er Jahre auf dem Platz, wo dann die Radome von den Amerikanern errichtet wurde. Ein Privatmann stellte die Gedenkplatte sicher - und übergab sie jetzt dem Museum, das dieses historische Teil wieder der Öffentlichkeit zugänglich machte. (ma) +++ )


Die 45-Cent-Sonderbriefmarke... - Fotos: Hendrik Urbin

Viele tausend Mal wurde heute "sondergestempelt" ...


Vor 20 Jahren gab es auch diese Lilienthal-Sonderbriefmarke (unten)...



Das Sonderpostamt ...


"Rhönmaler" Herbert Schneider aus Bischofsheim entwarf eigene Postkartenmotive fürs Segelflug-Jubiläum


...heute im Deutschen Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe...

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön