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08.05.11 - WASSERBALL

Haben Wasserfreunde Pulver verschossen? - 11:11 Debakel gg. Friedberg

Wie ausgewechselt wirkte die Wasserballmannschaft der Wasserfreunde Fulda am Samstag Abend im 2.Ligaspiel gegen den VFB Friedberg. Nach einem guten Start brach das Team um Trainer Volker Schunke und Prof. Dr. Andreas Hohmann ein und spielte am Ende 11:11 (6:1, 2:3, 2:4, 1:3) unentschieden.

Es war schon immer etwas besonderes - das Hessenderby der zweiten Wasserballliga Süd Wasserfreunde Fulda gegen VFB Friedberg. In den vergangenen Jahren machte Friedberg es Fulda nicht selten schwer, Punkte zu erzielen. Doch gerade nach dem gelungenen Spiel der letzten Woche gegen den Favoriten Neustadt (osthessen-news berichtete: http://osthessennews.de/beitrag_H.php?id=1197240), sollte diesmal alles rund laufen. Ziel war es, zu Beginn in Führung zu gehen und diese zu halten.

Der Plan ging nur teilweise auf. Fulda konnte sich im ersten Spielviertel mit 6:1 absetzen. Es sah gut aus für die Heimmannschaft und es gab keine Anzeichen, dass dieses Spiel eine enge Sache werden könnte, bis ab dem zweiten Spielviertel alles aus dem Ruder zu laufen schien. Das sonst so souveräne Passspiel der Fuldaer funktionierte überhaupt nicht mehr, Standardsituationen bei Überzahl liefen ins Leere, gleichzeitig standen immer wieder Friedberger allein vorm Fuldaer Tor, weil die Abwehr zu schlafen schien. Es entstand der Eindruck, als habe die Mannschaft innerhalb einer Woche vergessen, wie man Wasserball spielt.

Friedberg kam zwar immer näher an Fulda ran, aber die Domstädter erzielten hier und da auch Tore, sodass der Sieg zunächst nicht gefährdet zu sein schien. Erst im letzten Viertel wurde es brenzlig. Nach dem 11:8 für Fulda traf das heimische Team nicht mehr. Friedberg nutze seine Chancen besser und verkürzte auf 11:10. Auch eine Auszeit rund zwei Minuten vor Spielende von Fulda konnte nichts daran ändern, dass Friedberg 24 Sekunden vor Schluss ausgleichen konnte.

Eine enttäuschende Leistung, die Fulda da ins Wasser brachte. Zwar ist der Aufstieg durch das Unentschieden nicht direkt gefährdet, wirft aber die Frage auf, ob eine Mannschaft mit solchen Leistungsschwankungen in der deutschen Bundesliga richtig aufgehoben wäre. Gut und besser machen kann es das Team bereits in zwei Wochen: Am 21. Mai ist Ludwigshafen zu Gast in Fulda und muss auf dem Weg ins Aufstiegsturnier unbedingt geschlagen werden.

Fulda spielte mit: Nikolas Hohmann (TOR), Balazs Borbely (1 Tor), Johannes Gebhardt, Leopold Schollmeier (1 Tor), Dominik de Beisac (1 Tor), Tarek Bary (3 Tore), Alexander Hörl, David Horvath (4 Tore), Lukas Geiger, Marvin Hohmann (1 Tor), Philipp Weber, Jozsef Katona, Marc Weber (Johannes Gebhardt) +++

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