Archiv

- Fotos: Johannes Gebhardt

18.07.11 - WASSERBALL

"..einfach doof gelaufen" - WFF Fulda auch nächstes Jahr weiter 2. Liga

Es war knapp. Sehr knapp sogar, das sieht man schon an den Ergebnissen. Kaum ein Spiel wurde mit mehr als zwei Toren Unterschied gewonnen. Auch die Punkteverteilung war eng. Zumindest die ersten drei Mannschaften liegen sehr dicht beieinander. Egal wie man die nach dem Turnier zwangsläufig aufkommenden "wenn..., dann... "- Sätze auch dreht und wendet, es gab im Turnier weit mehr als eine Situation, in der ein einziges Tor mehr für einen Fuldaer Aufstieg gereicht hätte. Alle vier teilnehmenden Mannschaften spielten in etwa auf dem gleichen Niveau und Fulda fehlte entweder das berühmte Quäntchen Glück oder sie hatten schlichtweg zu viel Pech.

"osthessen-news" hatte während des vergangenen Wochenendes ständig über die aktuellen Spiele und Ergebnisse mit Bildern berichtet unter http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1200540

Als das Turnier am Samstag startete und die Spielvereinigung Laatzen nach langem Rückstand kurz vor Schluss gegen Gastgeber Brandenburg erst ausgleichen und dann mit der Schlusssirene per Distanzwurf gewinnen konnte, ging zwar ein Raunen durch die Ränge, welche Auswirkungen dieser 16-Meter-Gewaltwurf aber auf die Endtabelle haben würde konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Fakt ist aber, hätte der Ball verfehlt oder der Brandenburger Torwart halten können, würden die Wasserfreunde jetzt ihren Aufstieg feiern.

Fulda musste nun selbst ins Wasser. Das Spiel gegen Köln stand auf dem Plan und es gab klare Anweisungen für die Spielmacher der Wasserfreunde. Feste Manndeckungen wurden verteilt, die Mannschaft sollte über Konter die relativ alten Gegner müde machen und mit fortschreitender Spielzeit das Ding klarmachen. Doch Köln wollte nicht so recht ermüden. Sie machten es den Osthessen schwer und Fulda kam am Ende über ein 9:9 unentschieden nicht hinaus und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben. Die Hoffnung galt nun den folgenden Partien.

Knapp eineinhalb Stunden Später musste Fulda schon wieder ins Wasser. Diesmal gegen Laatzen. Auch hier wieder klare Ansagen. DIe Aufgaben wurden verteilt und es sollte diesmal eine "wasserdichte Taktik" sein, die aber bereits nach wenigen Spielzügen unterzugehen drohte. Irgendwie klappte es auch hier nicht so, wie man es von der Mannschaft gewohnt war. Die in der Liga so vorteilhafte Srpitzigkeit fehlte und die Spielzüge wirkten träge. Natürlich waren die Gegner stärker als die in der zweiten Liga, aber man hatte sich einfach mehr erwartet. Fulda schaffte es nicht, sich gegen Laatzen zu behaupten und bescherten ihnen mit einer 9:11 Niederlage den vorzeitigen Aufstieg in die erste Bundesliga.

Aus eigener Kraft war es also nicht mehr zu schaffen. Man musste nun auf das Scheitern der Kölner hoffen, die noch am Samstagabend gegen Brandenburg und am Sonntag morgen gegen Laatzen spielen mussten. Maximal ein Spiel durfte von Köln gewonnen werden, so wären sie punktgleich mit Fulda gewesen und das Torverhältnis hätte entschieden. Köln agierte gegen aller Hoffnungen aber souverän und gewann erst gegen Brandenburg mit 10:6 und am Sonntag gegen Laatzen mit 8:5. Damit war alles besiegelt. Laatzen und Köln steigen auf, Fulda und Brandenburg bleiben in der zweiten Liga.

Trotz des vorzeitigen Endergebnisses, war es für die Wasserfreunde klar, dass im letzten Spiel gegen Brandenburg nochmal alles gegeben werden musste. Zum einen kann sich nur so ein eventuelles Nachrücken, sollte ein Team zurückziehen, offen gehalten werden, zum anderen war das Team den mitgereisten Fans wenigstens ein gutes Spiel mit Sieg schuldig, sodass sich erneut eine motivierte Truppe ins Wasser begab. Und es funktionierte: Nach erneuten Startschwierigkeiten und langem Rückstand zeigte Fulda in den letzten zwei Vierteln, was sie wirklich drauf haben. Auf einmal schien alles zu klappen, was Zuschauer und Trainer bisher so schmerzlich vermissten. Fulda drehte das Spiel und gewann fast schon überdeutlich mit 18:13 gegen den Gastgeber Brandenburg.

Ein Jahr lang hat das Team dafür gekämpft, in diesem Turnier mitspielen zu dürfen. In diesem Jahr hat sich der Fuldaer Wasserball vom "Randgruppensport" zu einer Sportart entwickelt, für die Fans jedes Wochenende ins stickige Hallenbad kommen und ihre Mannschaft anfeuern. Das Team hat es geschafft, die zweite Liga zu dominieren, ist aber an ihrem ganz großen Traum knapp gescheitert. Nicht, weil sie nicht die Leistung bringen können, sondern weil es ganz einfach doof gelaufen ist in Brandenburg. Das kommende Jahr in der zweiten Liga ist keine Strafe, vielmehr ist es die Chance, sich erneut zu sammeln, Fans zu gewinnen, noch ein Jahr lang dominant zu spielen und sich erneut der Herausforderung "Aufstiegsturnier" stellen zu können. Und mit der Erfahrung von diesem Jahr, sollte es beim zweiten mal doch klappen, oder...? (Johannes Gebhardt)

Fulda spielte mit:: Laszlo Csanyi, Nikolas Hohmann, Balasz Borbely, Philipp Weber, Leopold Schollmeier, Dominic de Beisac, Tarek Bary, Alexander Hörl, David Horvath, Marc Ritzel, Marvin Hohmann, Steffen Hoffmann, Johannes Gebhardt, Joszef Katona und Phillip Müller. +++









Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön