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Der weit angereiste Teilnehmer Robert Zwierlein, ein gestandener Ironman, kam aus Australien.

Dieter Baumann (links) und Norbert Hanft (rechts) kürten mit der Firma Siemens, der Freiwilligen Feuerwehr Brendlorenzen und dem Skiclub Bad Neustadt die zahlenmäßig stärksten Gruppen beim Kuppenritt. - Fotos: Gerlinde Partl
19.07.11 - Brendlorenzen
101.071 Kilometer gefahren von 1.748 Kuppenrittern beim 20. Kuppenritt
„Wenn ihr zufrieden seid, dann sind wir es auch“ resümierte Dieter Baumeister, Vorsitzender vom TSV Brendlorenzen und als solcher mitverantwortlich für den Kuppenritt im Jubeljahr, denn es war mittlerweile der 20. in Folge. Das Regenwetter machte eingefleischten Kuppenrittern auch nicht allzu viel aus. Der letzte kam erst um 18.30 Uhr ins Ziel, völlig durchnässt, geschafft aber zufrieden.
Insgesamt 101.071 gefahrenen Kilometern resümierte Norbert Hanft, Chef der Radfahrabteilung des TSV. Die hatten zusammen insgesamt 1.748 Kuppenritter hinter sich gebracht. Fürwahr eine stattliche Leistung, freuten sich Hanft und Baumeister. Den ganzen Tag über hatte es mehr oder weniger geregnet, so dass die Radler nicht nur mit den Wetterbedingungen an sich zu kämpfen hatten, vor allem glitschige Asphaltstraßen und matschige Waldböden führten zu einer Reihe von unangenehmen Stürzen, die manchmal recht dramatisch aussahen, sich aber allesamt als eher glimpflich erwiesen.
Das erstmalige Angebot für Elektro-Biker fiel wohl den Witterungsbedingungen zum Opfer, mutmaßte Hanft. „Oder der Angst vor der Elektronik und deren Möglichkeiten“. Nur zehn Teilnehmer wurden registriert. „Bei solchem Wetter trauen sich wohl nur echte Kuppenritter raus auf die Tour.“ Die seien aber echt super drauf gewesen und haben durchgehalten, freute er sich zusammen mit Dieter Baumeister, dem Vorsitzenden des TSV Brendlorenzen. Der Verein besteht seit 1920 besteht und ist der größte Sportverein der Stadt ist. Wie immer wurden am Abend die zahlreichsten Sportgruppen geehrt. Mit insgesamt sage und schreibe 339 Teilnehmern aus den beiden Bad Neustädter Werken platzierte sich Siemens an vorderster Stelle. Den Pokal nahm stellvertretend Andreas Heidrich entgegen. Auf dem zweiten Platz rangierte die Freiwillige Feuerwehr Brendlorenzen (Kurt Scheuplein) mit 65 Kuppenrittern und auf dem dritten der Skiclub Bad Neustadt (Michael Miller) mit 56 Teilnehmern.
Wie schon all die Jahre üblich, wurde auch der älteste Teilnehmer des Kuppenritts mit einem Pokal ausgezeichnet. Kaum zu glauben, dass Hermann Steinhardt mit seinen 89 Jahren die doch recht anspruchsvolle Tour 3 über 80 Kilometer bewältigte. Dafür waren laut Ausschreibung „gute Konditionen erforderlich“. Da würde so manchen weitaus jüngerem Zeitgenossen schon zwischendurch die Puste ausgehen beziehungsweise die Muskelkraft der Beine versagen, erinnerten Norbert Hanft und Dieter Baumeister anerkennend. Für den Sportler aus Leidenschaft schien dies keine zu große Anstrengung gewesen zu sein, denn er freute sich abends noch munter und fidel über den wohlverdienten Pokal. Damit gab er bestes Beispiel für sein persönliches Motto „Sport treiben – fit bleiben“.
Weil er nach absolviertem Kuppenritt so schnell wie möglich wieder nach Hause wollte, wurde der am "weitesten angereiste Teilnehmer" aus Schweden schon vorab geehrt. Am Abend meldete sich dann der Australier Robert Zwierlein, ein echter Ironman mit Weltmeistertitel aus dem Jahr 2008. Der Pokal war schon an den Schweden vergeben – was nun? Die Führung des TSV fackelte nicht lange und Zwierlein durfte einen Ersatzpreis entgegen nehmen. Erstmals wurde an diesem Wochenende mit dem Sparkassenstadtlauf am Freitag und dem Schwimmtag am Samstag zusammen mit dem abschließenden Kuppenritt der neu ins Leben gerufene „I Rhön Man“ durchgeführt, den schließlich 184 Teilnehmer errangen.
Abschließend wurde es bei der Ziehung der Tombola noch einmal richtig spannend, denn die Gewinner wurden von rückwärts gezogen. Als Losfee fungierte Niklas Hanft. Für den Sieger standen zwei Fahrräder im Wert von rund 500 Euro zur freien Auswahl bereit. Überrascht und glücklich entschied sich Bernhilde Schröckel aus Leutershausen prompt für die sportlichere Ausführung. (ger)+++

Mit seinen 89 Jahren durfte Hermann Steinhardt als ältester Teilnehmer des Kuppenritts einen Sonderpokal entgegen nehmen.

Spannung bis zuletzt: bei der Tombola freute sich Bernhilde Schröckel über den Hauptpreis: natürlich ein Fahrrad.