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Uli Schwenk freute sich darüber, dass das Wetter doch noch besser wurde

Giorgio Galetto (links) im Gespräch mit Harald Jörges (Schulleiter Segelflugschule Wasserkuppe) . Galetto wurde 1999 in Bayreuth Weltmeister der 15-Meter Klasse
22.07.11 - WASSERKUPPE
Aufwindstürmer heben ab - 2. Trainingstag des Grand Prix-Finales
„Früh aufstehen, Flugzeug aufbauen und Wassertanken!“ Diesen Ablauf kennt nahezu jeder Pilot bei Segelflug- Wettbewerben. Viel wichtiger ist dagegen eine weitere Eigenschaft: „Geduld bei Wettbewerben“! Die derzeit einfließende Kaltluft hat zu viel Feuchte im Gepäck. Diese breitete sich in der „Sportarena“ der Grand Prix-Finalisten, dem Himmel, aus. Starker Nordwestwind verwirbelte außerdem die Aufwinde. Keine gute Ausgangssituation, um mit den schnittigen Wolkenrennern auf schnelle Luftreisen zu gehen. Championship Direktor Dr. Hanno Obermayer und Meteorologe Walter Herrmann waren beim morgendlichen Briefing noch zuversichtlich, dass ordentlich geflogen werden kann. Doch Stunde um Stunde wurde der Start verschoben.
So entschloss man sich, die Aufwindstürmer ab 14.00 Uhr zu freien Flügen abheben zu lassen. Am Nordhang der Wasserkuppe übte sich die Thermikasse im Hangflug. „ Das Wichtigste für alle“. Man war schlussendlich in der Luft und konnte sein Sportgerät mit 15 Meter Spannweite noch einmal auf Herz und Nieren testen. Auf einer Rhönwiese war der Flug vom Australier David Jansen bereits nach sieben Kilometer beendet. „Abgesoffen“ heißt dies in der Segelflugfachsprache. Beim Grand Prix Flug ist man ständig mit Entscheidungen konfrontiert. Man sagt, alle 20 Sekunden muss ein Wettbewerbspilot neue Entscheidungen treffen. „ Wo kann der nächste Aufwind genutzt werden? Wo steigt es am besten? Kreise ich optimal, was macht der Luftraum, wo kann ich landen? Dies sind nur einige der Dinge während eines Fluges im doch engen Cockpit, das in seiner Größe eher einem Formel- 1 Boliden ähnelt.
Von der Geschwindigkeit können die Segelflugzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h mit den Straßenrennern nahezu mithalten. Zwischen den Aufwinden fliegt man zwischen 130 und 200 km/h schnell voran. Bei bestimmten Wetterlagen sind die Segelflieger unter tragenden Wolkenstraßen manchmal über 100 Kilometer im Geradeausflug unterwegs. Meteorologe Herrmann hofft, dass Samstag der 23. Juli einen Wertungsflug bringen wird.
Für Sonntag sieht der Wetter-Experte eher schwarz. Denn ein neues Tief ist bereits im Anmarsch. Mindestens drei Wertungsflüge brauchen Teilnehmer für eine gültige Wertung. Und da sich ab Mittwoch voraussichtlich das Azorenhoch nach Süddeutschland vorschieben wird, dürfte diese Vorgabe kein Problem sein. Die Gesellschaft zur Förderung auf der Wasserkuppe hofft, Besuchern am Sonntag auch spannende Segelflugkunstflüge präsentieren zu können. Wenn das Wetter es zulässt, ist abends ein Ballonstart geplant.
Das tägliche Briefing findet in Hangar sieben auf der Wasserkuppe statt. Bei passendem Wetter ist ab 11.30 Startbereitschaft angesagt. Die erfahrenen Moderatoren Markus Lewandowski und Karl Senne wollen den Verlauf unterhalsam und informativ den Besuchern nahe bringen (Lothar Schwark) +++

Meteorologe Walter Herrmann beim Wetterbriefing - Fotos: Lothar Schwark

IGC Steward Brian Spreckley (ganz rechts) und Referee Roland Stuck (zweiter von rechts) achten darauf das alle Wettbewerbsregeln eingehalten werden. (ganz links Melissa Yenkins.

Der Ventus 2 und die ehemalige Radarstation verschmelzen zu einer Einheit

Diese beide Fliegerfrauen sind als Mannschaft ihrer Piloten dabei. Die Kleidung ist dem derzeitigen Sommer 2011 angepasst

Tilo Holighaus (links) im Gespräch mit Harald Jörges.

Fertig zum ersten Trainingsflug. Vorne der Österreicher Eduard Supersberger

Fertig zum Einklinken vom Schleppseil

Der Italiener Giorgio Galetto am Start