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Der Australier David Jansen kurz vor seinem Start...... Alle Fotos: Lothar Schwark

Alena Netusilova CZE (ehemalige Frauenweltmeisterin) als Fliegerfee mit ihren Flügelbezügen am 23.Juli.

24.07.11 - SEGELFLUG

Segelflug Grand Prix Tage 3 + 4: Wettergott ohne Einsehen, Rhön regnerisch

Nach dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt" setzen die internationalen Segelflieger auf besseres Wetter in den nächsten Tagen. Auch am heutigen Sonntag (Tag 4) wurde es nicht. Dabei waren die 19 Grand Prix Piloten auch am gestrigen 23. Juli (Samstag) zunächst optimistisch an die ausgeschriebene Flugaufgabe von 146,9 km um Ellertshäuser See – Burgsinn- Ebersburg Burg und Wasserkuppe herangegangen. Kurzfristig musste der Pole Kamil Wojcik noch seine Teilnahme absagen. Für den ebenfalls verhinderten Chilenen Rene Vidal rückte sein Landsmann Carlos Rocca nach. Anfangs hatte sich die Wasserkuppe in Nebel gehüllt. Nach und nach lockerte die Bewölkung auf. Meteorologe Walter Herrmann war optimistisch: Es ist eine gewisse Chance zum Fliegen da!

Nach dem Briefing wurden die Flugzeuge zum Start geschoben und für den Flug vorbereitet. Bei aufgelockerter Bewölkung herrschte noch Optimismus vor. Immer mehr Zuschauer reisten zur Wasserkuppe an, um dem luftigen Event beizuwohnen. Als Spielverderber am Himmel zeichnete sich von Norden her im mittleren Wolkenstockwerk bereits eine Abschirmung ab. Diese würgte nach und nach den Motor der Segelflieger, die Sonne ab. Nur der Nordhang der Wasserkuppe sorgte mit seinem dynamischen Hangaufwind für Steigen.

Punkt 13.00 Uhr rollten fünf Schleppflugzeuge an, um die Teilnehmer ins luftige Element zu befördern. Die ersten Piloten meldeten noch gutes Steigen. Doch der Wolkenaufzug legte sich wie Tuch vor die Sonne. Kumuluswolken am Himmel lösten sich nach und nach über der Wasserkuppe auf. Die Farbe Grau hatte wieder die Vorherschafft am Himmel übernommen. Als letzter Pilot wurde der Deutsche Tilo Holighaus geschleppt. Doch bevor Championship Direktor die Startlinie freigeben konnte sanken die Wolkenrenner mehr und mehr der Wasserkuppe entgegen. Der Finne Juha Sorri musste auf dem Hunrain bei Poppenhausen landen, während der Australier David Jansen ebenfalls auf einer Wiese bei Poppenhausen, bereits seine zweite Außenlandung absolviert. Obermayer blieb folglich nur die Neutralisation des Flugtages. Die meisten Teilnehmer setzten folgend zur Landung auf der Wasserkuppe an. Einige lieferten sich noch am Nordhang einen kleinen Vergleich mit den Drachenfliegern.

Auf der Kuppe selbst wurden als Augenweide einige Oldtimer Segelflugzeuge vorgeflogen Tradition und Moderne war auf der Wasserkuppe deutlich wahrnehmbar. Hundert Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe wollen ausführlich gewürdigt werden. Die Grand Prix Finale Piloten hoffen dagegen dass der Wettergott endlich ein Einsehen mit den Luftsportler hat. Denn drei Flugtage sind notwendig um eine gültige Wertung zu erhalten.

Am gestrigen Samstagabend fand nun in Gersfeld der offizielle Empfang der Segelflieger statt. Auf der Wasserkuppe wurden bereits am Nachmittag zahlreiche verdiente Piloten des deutschen Segelflugs gesichtet. Darunter auch der Lübecker Hans-Werner Grosse der zahlreiche Weltrekorde über Europa und Australien erflog. Immer noch zählt sein Flug vom 25.April 1972, der ihn im freien Flug von Lübeck nach Biarritz führte zu den Klassikern. 1460 km im Geradeausflug im engen Cockpit mussten bewältigt werden. Noch heute fliegt Grosse im Alter von 88 Jahren Strecken von über 900 Km mit einer "eta", die mit 31 Metern Spannweite das weltgrößte Segelflugzeug ist. (Lothar Schwark) +++


Er denkt sich wohl : Hoffentlich hört das schlechte Hundewetter bald auf...

Vor jedem Wertungsflug steht das genaue Wiegen den Wolkenrenner an


Wo gehts hin ? Tilo Holighaus mit dem Aufgabenzettel zum kommenden ersten Wertungsflug vom 23.Juli

Mit dem vielfachen Weltrekordflieger Hans-Werner Grosse besuchte eine echte Fliegerlegende die Wasserkuppe. Hier im Gespräch mit der mehrfachen Europameisterin Gisela Weinreich


Patrick Puskeiler mit Katja Holighaus (stehend) und seinen Fans

Gleich geht´s los...


Der Reiher war in den 30 er Jahren ein Hochleistungsflugzeug. Dieser Reiher wurde in jahrelanger Arbeit von Oldtimerfreunden neu gebaut.

Der Franzose Jean Denis Barrios im Anflug auf die Wasserkuppe


Reiher und Condor brachten die Geschichte der Wasserkuppe zurück. Im Hintergrund kreisen Segelflugzeuge am Hang

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