Auf der letzten Sitzung des Ortsverbandes Lauterbach der Partei Die Linke. in der Gaststätte „Zum Mühlengrund“ in Lauterbach-Frischborn befasste sich die Versammlung mit dem Problem der Eissporthalle in Lauterbach. Die „Bürgerinitiative Eissporthalle“(BIK), die bezüglich dieses Themas zur Zeit mit allen Parteien im Stadtparlament Gespräche führt, hatte um einen Termin gebeten, um ihre Vorstellungen darzulegen und zur Diskussion zu stellen. Manfred Naumann und Gerd Schneider von der BIK legten dar, dass es bezüglich der Eissporthalle ein Zeitfenster gibt, das sich zu schließen beginnt. Ende des Jahres 2012 läuft die bestehende, baurechtliche Erlaubnis aus, sodass danach ein Weiterbetrieb bzw. eine dann erforderliche Neuerteilung ein kaum lösbares Problem darstellen würde.
Nach einem der BIK vorliegenden Gutachten wäre die Sanierung der Eissporthalle mit 400.000 Euro machbar und zu erreichen. Die zuvor in der Öffentlichkeit durch die Stadt vorgelegten Zahlen von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro seien deutlich übertrieben. Dieses Gutachten wurde nun der „Vogelsberg Consult“ von der BIK zur Prüfung und weiteren Untersuchung vorgelegt. Der sich daraus ergebende Bericht wird in ca. 6 Wochen vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage soll dann ein Konzept erarbeitet werden, damit das Projekt „Eissporthalle“ eine Zukunft haben kann. In diesem Zusammenhang wurde von der BIK dargestellt, dass ihr Konzept das kostengünstigste ist. Eine Eissporthalle ohne Dach – vielfach angedacht und theoretisch denkbar – ist nicht erreichbar, weil dies durch die einfache Dimensionierung der Eisbereitungsanlage als Möglichkeit ausscheidet.
Für die Finanzierung eines Weiterbetriebs der Eissporthalle hat die BIK in der Vergangenheit diverse Konzepte ins Auge gefasst und durchgesprochen. Die Suche nach Großinvestoren war erfolglos, da es auch an einem Konzept für die Ausgestaltung des Projektes gefehlt hat. Man hofft nun, sich mit dem der Vogelsberg Consult vorgelegten neuen Konzept, einen neuen Weg gefunden zu haben, um eine erfolgreiche Wiederbelebung der Eissporthalle zu erreichen. Wichtig sei dabei als erstes die Stabilisierung der Dachkonstruktion durch bauliche und sichernde Maßnahme, die mit ca. 200.000 Euro zu Buche schlagen würden. Sich daran anschließende weitere notwendige Arbeiten würden nochmals die gleiche Summe erfordern.
Alle Beteiligten der Diskussion waren der Auffassung, dass die Eissporthalle in Lauterbach aus sportlichen, kulturellen und vor allem übergeordneten Gesichtspunkten erhalten bleiben müsse. Diese Einrichtung sei notwendig für die Gesundheit der Kinder, für die Identitätsstiftung der Menschen im Vogelsbergkreis und zudem eine Verbindung zu den Nachbarkreisen, da Eissporthallen in der Regionen durchaus rar seien. Die Besucherzahlen in der Vergangenheit – also in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wiesen nach, dass die Eissporthalle in Lauterbach ein Zentrum sportlichen und kulturellen Austausches und Zusammenlebens war. Dahin müsse man wieder zurück. Um dies zu erreichen, denkt die BIK - und wird dabei von der Partei Die.Linke Vogelsbergkreisunterstützt – daran, lokale Unternehmen um Spenden zu bitten und auch die Bevölkerung zur freiwilligen Beteiligung zu bitten. Ein Eissporthallentaler sei denkbar. Vor allem aber sei es notwendig, dass alle Parteien des Lauterbacher Stadtparlaments das Projekt vorbehaltlos unterstützten und nach Mitteln und Wegen suchten, das Ziel zu erreichen – ohne eine Skepsis zuzulassen, die nur auf uralten Traditionen beruhe, wie:“ Das war schon immer so“ , „wo kommen wir denn dahin“, „die Erde ist nun mal eine Scheibe“ – usw.
Es sei klar, dass das Ziel nur durch eine gemeinsame Aktion aller Parteien im Stadtparlament und den Parteien des gesamten Vogelsbergkreis zu erreichen ist, so Ingo Schwalm, Vorsitzender des Ortsverbandes und Landratskandidat. Deswegen müssten alle gemeinsam für dieses Ziel arbeiten und zwar unabhängig von Parteigrenzen. Eine Eissporthalle sei ein übergeordnetes Ziel für alle Bürger – ohne Blick auf ihre Parteizugehörigkeit.+++