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17.10.11 - Gersfeld

Herbstwanderung des VHC-Ulrichstein in der Rhön bei herrlichem Wetter

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad wanderte der VHC Zweigverein in der Rhön. Frühmorgens um neun Uhr traf man sich am Zollhaus. Von dort fuhr man mit PKW`s zum Ausgangspunkt der Tageswanderung nach Gersfeld. Zehn Wanderer begaben sich nun auf die Wegstrecke. Die erste Etappe führte durch die Kaskadenschlucht zum "Roten Moor". Die Kaskadenschlucht begann gleich hinter dem Ortsteil Sandberg, durchquert von einem schönen Wanderweg, der teilweise recht abenteuerlich zu begehen war. Auf diesem wildromantischem Wanderweg im dichten Buchenwald läuft man entlang eines kleinen Baches, der sich über ein Buntsandsteinbett stürzte. Die Wände der Schlucht waren teilweise stark zerklüftet und erodiert. Nachdem der Aufstieg durch die Schlucht geschafft war, kam man direkt zum Roten Moor.

Das Rote Moor ist ein Hochmoor auf den Hochebenen der Rhön. Mit einer Größe von etwa 50 Hektar Gesamtfläche ist das Rote Moor nach dem Schwarzen Moor das zweitgrößte Hochmoor der Rhön und gleichzeitig das größte Hochmoor in Hessen. Es liegt auf einer Höhe von 800 bis 830 Metern über dem Meeresspiegel und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Rhön. Von dort ging es weiter zum ersten Etappenziel dem Rastplatz "Moordorf". Dort konnte man sich nach den ersten beiden Stunden Wanderung einmal kräftig stärken, denn es standen noch weitere Kräfteraubende Kilometer vor der Wandergruppe. Man wanderte weiter durch einen herrlichen Nadelwald und an Waldrändern vorbei Richtung Parkplatz "Schwedenwall". Hier schauten sich alle fragend an: müssen wir jetzt diesen steilen Berg hinauf? Ja, man mußte hinauf zur "Hohen Hölle". Ein sehr steiler Anstieg der jedem Wanderer den Schweiß auf die Stirn trieb.

Oben angekommen wurden erst mal die Wasserflaschen geöffnet und eine kleine Rast eingelegt. Von hier oben hatte man einen herrlichen Blick auf den Abschluss der Langen Rhön. Auf dem bayerisch-hessischen Grenzberg Hohe Hölle zeugen große Grenzsteine aus dem Jahre 1872 von der ehemaligen Grenze zwischen Königreich Bayern und Königreich Preußen. Am Nordhang der Hohen Hölle befindet sich mit dem „Schwedenwall“ eine Dreieckschanze. Sie wurde wahrscheinlich während des Dreißigjährigen Kriegs durch schwedische Truppen angelegt, um den unten vorbeiführenden Abschnitt Bischofsheim–Gersfeld der Passstraße über die Rhön zu sichern oder zu sperren. Die 894 m Hohe Hölle ist der siebthöchste Berg der Rhön und liegt südöstlich von Gersfeld. Über den Bergkamm von Himmeldunkberg und Hohe Hölle verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Von jetzt an ging es nur noch begab, dem Tagesziel Gersfeld entgegen. In dem Rhönstädtchen angekommen hatten die Wanderer 17,6 km hinter sich gebracht. Die Rundwanderung war beendet. Vom Wandern wird man hungrig, und so kehrte man noch ein, bevor die Heimreise angetreten wurde. Das abschließende Fazit: Es war ein herrlicher Wandertag. ++gr++



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