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21.10.11 - Bermuthshain
Ein Hauch von Alaska - 19. Schlittenhundewagenrennen Ende Oktober
Ein Hauch von Alaska wird am 29. und 30. Oktober 2011 durch Bermuthshain/Vogelsberg wehen, wenn dort zum 19. Mal ein Schlittenhundewagenrennen durchgeführt wird. Der Schlittenhund gehört zu den ältesten Gebrauchshunden der Welt. Sein Ursrung sind die nördlichen Regionen der Erde. Arktische Wölfe wurden rassebedingt genetisch verändert. Schlittenhunde waren und sind auch heute noch wichtige Begleiter der Menschen dieser Klimazone. Mit seinem Leistungswillen, seiner Widerstandsfähigkeit, seiner Genügsamkeit, der damit verbundenen hohen Energiefreigabe und seinem freundlichen Wesen half der Schlittenhund dem Menschen beim Überleben in Eis, Schnee und extremer Kälte. Für die Urvölker des Nordens und die späteren Siedler waren Schlittenhunde zugleich wichtige Jagdgehilfen und familienfreundliche Begleiter. So entstand die Rasse der Samojeden durch das Nomadenvolk der Samojeden in den Weiten Sibiriens. Der Grönlandhund hatte seinen züchterischen Ursprung in Grönland. Der Alaskan Malamut wurde in Nordamerika gezüchtet und der heute sehr bekannte Siberian Husky bei den Tschuktschen. Durch Hundezuchten in Nordamerika auf der Grundlage des Siberian Husky mit Jagd- und Windhunden entstanden die Alaskan Huksy.
In der Geschichte der Schlittenhunde gab es Ereignisse, die das Leistungsvermögen dieser Hunde und Ihrer Musher (Schlittenhundeführer) sehr deutlich aufgezeigt haben. War es 1925 der legendäre Serumstransport von Nenana nach Nome, wo eine Stafette von Schlittenhundegespannen den Transport auf Grund widrigen Wetters übernahm. Mit dieser Leistung konnten die an Diphtherie erkrankten Einwohner von Nome (Alaska) gerettet werden. Heute erinnert das Iditarod-Rennen über 1.000 Meilen an diese Leistung und lässt den Pioniergeist aufflammen. Oder denkt man an die vielen Nord- und Südpolexpeditionen, wo Schlittenhunde zum Ziehen schwerer Lasten eingesetzt wurden. Welcher Hund den Schlitten (bzw. Wagen) zieht und konzentriert arbeitet, bleibt jeden Gespannführer selbst überlassen. Er entscheidet über den Einsatz von reinrassigen (FCI-anerkannte Rasse) oder nichtreinrassigen Schlittenhunden. Wenn man mit seinem Gespann über den (verschneiten) Trail fährt und den Blick in die Landschaft schweifen lassen kann, ist das Naturerlebnis völlig unabhängig von der eingesetzten Rasse der Hunde.
Das Schlittenhundewagenrennen ermöglicht es, den einzigartigen Flair eines solchen Rennens und die Begeisterung der Hunde vor dem Start zu erleben. Die Besucher finden eine anspruchsvolle Rennstrecke vor, eingebettet in die reizvolle Landschaft im Vogelsberg. Der HSSC als Veranstalter und die Organisatoren, allen voran der Männergesangsverein „Eintracht“ Bermuthshain, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger in und um Bermuthshain geben dieser Veranstaltung den nötigen „Kick“. Rennleiter Mario Sagrauske und seine Mannschaft sorgen für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Für die Verpflegung der Zuschauer und Musher in der Halle sorgt am gesamten Wochenende der Männgergesangsverein. Somit leistet diese Sportveranstaltung sicherlich einen wertvollen Beitrag zur Imagewerbung und zum Fremdenverkehr im Vogelsberg. Im Voraus schon meinen besten Dank an alle, die mithelfen. An beiden Tagen beginnen die Rennen jeweils um 10:30 Uhr, aufgeteilt in die verschiedenen Kategorien. Die Siegerehrung ist am Sonntag ca. eine Stunde nach dem letzten Zieleinlauf geplant. Bitte zu dieser Veranstaltung keine eigenen Hunde mitbringen. Allen Teilnehmern und Besuchern wünscht der HSSC ein herzliches „Good Mush“. +++