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Die deutschen OLC- Meister. In der Mitte Mathias Schunk, der beruflich als Kapitän einen Airbus A- 340 fliegt

25.10.11 - FLUGSPORT

300 Spitzensegelflieger pilgerten zum OLC-Symposium in die Rhön

Zum echten Event entwickelte sich mehr und mehr das Online- Contest Symposium der Segelflieger. Der OLC wurde als Internetplattform im Jahr 1999 von Reiner Rose aus Hersbruck gegründet. Rose wollte damit den Streckensegelflug und jeweilige Leistungen der Piloten zeitnah und für jedermann abrufbar darstellen. Mittlerweile hat sich der Online Contest zum weltweit größten dezentralen Segelflugwettbewerb entwickelt. So meldeten im Jahr 2011 weltweit 13.241 Teilnehmer 101.373 Flüge an, wobei über 28 Millionen motorlose Kilometer zurückgelegt wurden. Für Rose ist es wichtig dabei die Tradition des Segelflugs zu waren. Um ein Zeichen zu setzen wählten die Macher des OLC die Rhön. Denn als Geburtsstätte des Segelflugs ist die Wasserkuppe im Denken der Luftsportler fest verankert. Bislang stattfindenden Symposien fanden in Gersfeld und Poppenhausen statt.

Auch im Jahr 2011 pilgerten ca. 300 Segelflieger aus Europa und Deutschland ins „Von Steinbrück- Haus“ um Meister und Rekordflieger zu ehren. Unter den Gästen waren mehrere Weltrekordflieger, darunter Klaus Ohlmann, der mit 3008 km immer noch den Weltrekord im ausgedehntesten Segelflug (über zwei Wendepunkte) der Segelfluggeschichte hält. Wie bei Fußballern auch gibt es bei Segelfliegern seit dem Jahr 2004 eine Segelflugbundesliga. An der diesjährigen Quali- Liga nahmen vom 23. April bis 28. August über 19. Runden nahmen insgesamt 490 Vereine an den Aufstiegsrennen teil. Deutscher Meister wurden hier die Aufwindstürmer der SFG Singen. Weitere sechs Mitbewerber stiegen ebenso in die 2. Segelflug-BUNDESLIGA auf, in der 30 Vereine mitfliegen und die ersten sieben davon, in die Segelflugbundesliga aufsteigen. Im Gegenzug steigen die jeweils sieben punktschwächsten Vereine in darunterliegenden Ligen ab. Gewertet werden die jeweils schnellsten Flugabschnitte über 2.30 Stunden eines Piloten. Die drei schnellsten Piloten eines Bewerbers fließen in die Wertung ein. Deutscher Meister der 2. Segelflugbundesliga wurde die FLG Dettingen/Teck aus Baden-Württemberg.

Als "Bayern München der Segelflieger" präsentierte sich die FLG Blaubeuren (BW) welche die Segelflugbundesliga mit großem Vorsprung vor Vizemeister LSV Burgdorf (NI) gewann. Voller Stolz zeigte Karl-Eugen Bauder aus Blaubeuren die Meisterschale dem jubelnden Segelfliegervolk. Das Symposium enthielt mehrere Vorträge. Helge Zembold der beruflich als Airliner Pilot unterwegs ist gab Tipps wie man den Segelflug noch besser in den Medien darstellt. Mit dem OLC Flug des Jahres wurde der Tscheche Thomas Suchanek ausgezeichnet. Seinen 806 Kilometerflug über Österreich-Deutschland – und Tschechien erläuterte Suchanek anschaulich. Der Schotte John Williams faszinierte durch die Schilderung seiner Rekordflüge die ihm den Bitterwasser Cup und einen freien Aufenthalt auf der gleichnamigen Segelflugfarm in Namibia einbrachte.

Als OLC Weltmeister des Jahres 2011 gewann Klaus Ohlmann ebenso den renommierten Barron Hilton Challenge Club. Als Meister der Erzählkunst entführte nahm Ohlmann die Anwesenden auf eine ferne Reise nach Argentinien mit um hier seine Wellenflüge mit Steigwerten von bis zu 16 Meter in der Sekunde dem Ehrfürchtigen Segelfliegervolk nahe zu bringen. Meteorologe Bernd Fischer schilderte die Segelflugwetterlagen. Das Förderflugzeug Discus 2/18 für das gesamte Jahr 2012 durfte Alexander Späth aus Esslingen übernehmen. Vorgänger Nicolas Seidl berichtete über einen 1000 km Flug und spannende 300 Jahresflugstunden.

Absoluter Höhenpunkt war die Laudatio von Hanno Obermayer (leitete Grand Prix Finale 2011 auf der Wasserkuppe) zur Verleihung der FAI Lilienthal Medal an Reiner Rose und sein OLC Team. Die Übergabe fand bereits am 13. Oktober in Belgrad statt. Diese außergewöhnlich seltene Auszeichnung erhielten ab dem Jahr 1938 bis jetzt nur sechs deutsche Segelflieger. Mit Freibier und einem Vesper feierten alle Anwesenden mit Reiner Rose und seinem Team diese erfreuliche Realität. (Lothar Schwark) +++


Die einzelnen Meisterschalen-Pyramiden - und Würfel zur Quali- und Segelflugbundesliga

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