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Ybekal Daniel Beyre... - Fotos: Hans-Hubertus Braune

...und sein Freund Harry Chebru aus Bad Hersfeld.

11.11.11 - KIRCHHEIM

"Ich möchte für Deutschland bei Olympia laufen" - ein Traum, für den Ybekal Daniel Beyre alles unterordnet. Die Menschen in Kirchheim und Umgebung sehen ihn täglich, wenn er seine Runden am Sportplatz dreht oder mal eben im Hungerbergwald gen Bad Hersfeld läuft. Seit etwa einem Jahr ist der 23-jährige Mann nun in Deutschland - er wohnt in einem Ayslbewerberheim und hofft, dauerhaft bleiben zu können. In seiner Heimat Äthiopien könne er nicht frei trainieren. Wenn er von dem Land im Nordosten Afrikas spricht, klingt Angst in seinen Worten mit - er sollte zum millitärischen Dienst gezwungen werden. In Kirchheim fühlt er sich wohl, obwohl er nun fernab seiner Heimat und ohne Kontakt zu seinen Angehörigen in Osthessen lebt.

Ybekal Daniel Beyre hat sich aufgemacht, um seine ehrgeizigen sportlichen Ziele zu erreichen. Bislang ohne Trainer und Laufpartner. Er ist zwar Mitglied beim Freizeitsportverein Kirchheim und ist dankbar für die vielfältige Hilfe - doch trainieren tut er meist alleine. Dies könnte sich bald ändern. Denn der ehemalige Nationaltrainer der deutschen Marathonläufer, Wilfried Aufenanger, ist auf den jungen Mann aus Äthiopien beim Halbmarathon-Lauf in Fulda in diesem Jahr aufmerksam geworden. Dort hat Berye ebenso locker-leicht gewonnen wie beim Bad Hersfelder Lollslauf. Sein bislang größter Erfolg ist allerdings der 39. Platz beim Frankfurt Marathon. Dort ist er erstmals die volle Marathon-Distanz gelaufen und hat sich auf Anhieb in Sichtweite der Weltklasseläufer platziert. Läuft alles nach Plan, wird Beyre künftig bei Grün-Weiß Kassel mittrainieren, um seine Lauftaktik und sein Potenzial weiter zu verbessern.

Ybekal Daniel Beyre ist froh, dass er mit dem Bad Hersfelder Harry Chebru einen Landsmann gefunden hat, der ihn nach Kräften unterstützt. "Es ist so wichtig für einen Fremden, wenn er in einem neuen Land jemanden hat, der ihm hilft", weiß der Inhaber der Cohibar aus eigener Erfahrung. Chebru kam 1974 nach Deutschland. Der Marathonläufer aus seiner Heimat ist ihm ans Herz gewachsen. "Ich bin für ihn da, unterstütze ihn etwa bei Behördengängen und Übersetzungen", sagt Chebru. Neben dem Lauftraining lernt der 23-Jährige derzeit die deutsche Sprache und hat schon einige Wörter drauf.

Ganz oben in seinem Sprachschaftz steht das Wort "Danke" - das wurde auch beim Drehtermin mit dem osthessen-news-Team deutlich. Freundlich, fröhlich und dankbar erzählt er seine Wünsche und Ziele. Und auch viele Kirchheimer sind vom Ybekal Daniel angetan. "Ihn muß man unterstützen", den "Daniel kenne ich - das ist ein Guter", sind nur zwei Stimmen von Passanten während des Drehs am Donnerstagmorgen. Sehen Sie dazu unseren Videobeitrag (einfach auf den orangenfarbenen Button oberhalb des Artikels klicken). (Hans-Hubertus Braune) +++


Täglich trainiert der gebürtige Äthiopier in Kirchheim...

...für sein großes Ziel: Marathonlauf bei Olympia - möglichst für Deutschland.

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