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03.11.11 - Wildflecken

"Uriges Häuschen mit nettem Personal" - Rhönklub wandert zur Hütte

Gleich zwei Wandergruppen steuerten am letzten Sonntag die Wildfleckner Hütte des Rhönklubs am großen Auersberg an. Die Hüttenverantwortlichen der Hütten besitzenden Vereine tagten am letzten Wochenende in der fränkischen Rhön. Gebhard Pape vom Hauptvorstand hatte für zwei Tage ins Würzburger Haus am Farnsberg eingeladen, um wichtige Probleme mit den Wanderfreunden zu beraten. „Vereine, die eine Hütte betreuen, haben immer etwas auf dem Herzen, denn, wer ein Haus hat, braucht sich über Arbeitsmangel nicht zu beklagen“, sagte Gebhard Pape. Alle zwei Jahre findet eine solche Zusammenkunft über zwei Tage in einer der Rhönklubhütten statt. Zur Sprache kamen Zuschussmöglichkeiten, Versicherungsfragen sowie Interna.

Nach einer nur kurzen Nacht in luftiger Höh’ in den Schwarzen Bergen (768 m üNN) entschlossen sich die Rhönklubler am nächsten Vormittag zu einer Kurzwanderung in die Wildfleckner Hütte, die vielen noch nicht bekannt war. Sie wurden vom Wildfleckner Zweigvereinsvorsitzenden Wilfried Donner herzlich willkommen geheißen und eingeladen, doch mit ihren Vereinen auch einmal einen Besuch am Auersberg abzustatten. „Das ehemalige Zechenhaus der Schwerspatgrube Marie, das vom Rhönklub im Jahr 1970 erworben und zu einer gemütlichen Hütte umgebaut worden ist, verfügt über ca. 80 Plätze. Da findet jede Wandergruppe gut Platz“, meinte er stolz. „Anruf genügt!“ scherzte er. „Das urige Haus verfügt über eine bescheidene Küche und an Küchenpersonal ist niemals Mangel“, fügte er noch an. Im Anschluss an die Einkehr besichtigten die Wanderer den Schaustollen der Grube Marie, welcher einen kleinen Einblick in das Leben der Bergleute vermittelt, die von 1896 bis 1970 hier ihren Arbeitsplatz fanden.

Kaum waren die Rhönklubler nach Oberbach zurückgewandert, schnauften schon die nächsten „Gipfelstürmer“ den Berg hinauf. Sie kamen aus den Sinnwiesen und nahmen den Aufstieg über den sog. „Bremsberg“, der steil hinauf zur Hütte führt. Norbert Mitter, ehemaliger Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Bad Kissingen hatte bei der Wanderung des Bund Naturschutz die Führung. Auf die Frage nach dem Thema der anstrengenden Tour, antwortete er: „Wir wollten die Veränderungen der Landschaft aufzeigen. Seit zehn Jahren läuft das Projekt ;Sinn-Allianz’. Da sind schon enorme Veränderungen entlang der Sinn erkennbar. Die früher „wilde“ Sinn soll wieder zu einem natürlichen Wildbach werden. Es sind auch schon deutliche Verbesserungen zu entdecken.“ Eine Rast in der am Weg liegenden Hütte bot sich direkt an. Der Begriff „Bremsberg“ machte Erklärungen nötig. Wilfried Donner konnte nach Besichtigung des Schaustollens auch durch diese Gruppe alle Fragen zum Schwerspat und zum Bremsberg klären. Der Besuch von fast 100 Wanderern hatte in der Hütte seine Spuren hinterlassen, die aber vom „Personal“ schnell beseitigt werden konnten. (Regina Rinke)+++

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