Großes Kämpferherz zeigten die Hanau White Wings gegen die Uni Riesen Leipzig, standen am Ende jedoch mit leeren Händen in der heimischen Main-Kinzig-Halle. 64:79 hieß es nach 40 Minuten für die Gäste.
Die erwischten auch den besseren Start, ehe Marian Schick die ersten zwei Punkte für die White Wings erzielte, standen schon fünf auf der Leipziger Habenseite. Die Fünf-Punkte-Führung brachten die Uni Riesen über das gesamte erste Viertel, 13:18 lagen die Gäste in Front. Der Anfang des zweiten Viertels war aus Hanauer Sicht nicht erfolgreicher. Erst nach drei weiteren Spielminuten brach Chris Miles den Bann und traf zum 15:23. Kurz danach setzte Miles das nächste Ausrufezeichen und den Startschuss zur Hanauer Aufholjagd – per Tip-in-Dunk hämmerte er den Ball ins Netz. Drei erfolgreiche Freiwürfe und ein Dreier von Norman Lang brachten die Hanauer auf 29:30 heran. Zuvor schlossen die Leipziger nach einem Einwurf bei nur zwei Sekunden auf der 24-Sekunden-Uhr erfolgreich ab. Zur Halbzeit führten die Gäste nur noch mit einem Punkt.
In Halbzeit zwei erwischten erneut die Uni Riesen den besseren Start. Setzten sich wiederum auf acht Punkte ab, ehe abermals Lang aus der Distanz traf. Nach schnellem Ballgewinn von Marian Schick war es erneut Chris Miles der per Dunking erfolgreich war. In dieser Phase entwickelte sich ein Hin und Her auf dem Spielfeld. Erst trifft Hanaus Kapitän Anish Sharda per Dreier, dann traf Leipzigs Pratt per Alley-oop-Dunk. Die Antwort gab wiederum Sharda, wieder per Dreier. Nach 27 Minuten bei 46:45 die erste Hanauer Führung. Mit 51:49 ging es ins Schlussviertel.
David Michalczyk fand von jenseits der Dreierlinie die passende Antwort auf den Leipziger Dreier. Bei sechs Minuten Restspielzeit zeigte die Anzeigetafel ein 56:56. Den Fastbreak der Riesen stoppte Hanaus Riese mit einem Monsterblock. Danach schlug Monyea Pratt gleich zweifach aus der Distanz zu. Die White Wings versuchten in der Schlussphase mit taktischen Fouls die Uhr zu stoppen und die Leipziger an die Freiwurflinie zu schicken. Doch die Riesen zeigten sich treffsicher und gewannen am Ende deutlicher als der Spielverlauf es ausdrückte.
„Das ständige Zurückkommen kostete extrem viel Kraft, wir hatten keine Phase, in der wir uns mal ein Polster erarbeiten konnten“, analysierte Mate Condic vom Management. „Die Leipziger haben sich zudem als das erwartet ausgeglichene Team gezeigt“, ergänzte Condic. Anerkennung zollte den Gästen auch Headcoach Hans Beth: „Die Leipziger haben eine bessere Leistung gezeigt und verdient gewonnen, wir haben in der Offensive nicht zu unserem Rhythmus gefunden. Wir werden uns nun intensiv auf Frankfurt vorbereiten und ab Montag im Training wieder Gas geben.“
Doch die White Wings blicken bereits wieder nach vorne. „Wir haben am Sonntag die nächste Chance und die werden wir nutzen!“, ist Condics Managementkollege Thorsten Wünschmann überzeugt. Das nächste Spiel bestreiten die White Wings kommenden Sonntag, 13. November, bei den Juniors der Frankfurt Skyliners.
Es spielten: Chris Miles (17 Punkte / 8 Rebounds), Ilja Ickert (2 /3), Norman Lang (9 / 1), David Michalczyk (8), Sebastian Köhnert (4 / 1), Logan Magnusson, Marian Schick (10 / 3), Cedric Quarshie (0 / 1), Jens Hirschberg (2 / 3) und Anish Sharda (12 / 3)
Nächstes Spiel:
Frankfurt Skyliners Juniors – Hanau White Wings
Sonntag, 13. November 2011, 16.30 Uhr
Basketballcity Mainhattan, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt
Nächstes Heimspiel:
Hanau White Wings – BG Illertal-Weißenhorn
Samstag, 19. November 2011, 19 Uhr
Main-Kinzig-Halle Eberhardstraße 63450 Hanau +++