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- Fotos: Hendrik Urbin

13.11.11 - FULDA

Wahnsinn, dieser Teufelskerl Robert Svensson: Mit einer wahren Energieleistung drehte der junge Schwede ein schon verloren geglaubtes Spiel und sicherte seiner Mannschaft einen wichtigen 3:2-Erfolg in der Tischtennis-Bundesliga. Im direkten Verfolgerduell hielt der TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell vor rund 750 Zuschauern im Hexenkessel Wilmingtton-Halle seinen Playoff-Konkurerenten aus Frickenhausen auf Distanz. Die osthessischen Tischtennis-Fans waren schier aus dem Häuschen. Sie sahen einen knapp dreistündigen Krimi, welcher Tischtennis auf ganz hohem Niveau bot. Den Grundstock legte einmal mehr Fulda-Maberzells Wang Xi, der wie von einem anderen Stern spielt. Jacub Kosowski hatte kaum eine Chance und im Topspiel des Abends gegen das 22-jährige Top-Talent Kenji Matsudaira bekamen die Fans ein spektakuläres Spiel auf Weltklasse-Niveau geboten.

Die Halle bebte und immer wieder bewiesen beide Akteure, welch unglaubliches Reaktionsvermögen sie besitzen. Letztlich gewann Wang Xi im zwölften Saisonspiel zum zwölften Mal. Matsudaira hatte zuvor gegen Robert Svensson in vier Sätzen gewonnen und zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen, während Torben Wosik gegen Jan-Ove Waldner in fünf Sätzen gewann. Auch dieses Duell der "Altmeister" bot alles, was den Tischtennissport so attraktiv macht: Zweieinhalb Sätze lang spielte sich Waldner in einen wahren Rausch und brachten die Fans zum toben. Doch weder der 6:0 noch der 9:6-Vorsprung im dritten Satz reichten. Waldi vergab einen Matchball und letztlich drehte Wosik sogar den Spieß. Frickenhausen führte 2:1 in Fulda.

Dann aber kam die große Stunde von Fulda-Maberzells Wang Xi und Robert Svensson. Wie erwähnt, glich der Chinese nach einem Wahnsinns-Match zum 2:2 aus. Das fünfte Einzel musste also über Sieg oder Niederlage in diesem Duell gegen die Schwaben entscheiden. Und es sah zunächst garnicht gut aus für die Osthessen. Svensson verlor die ersten beiden Sätze recht deutlich und kaum ein Fan der Gastgeber glaubte noch an den Erfolg. Dass der junge Schwede kämpfen kann, das ist bekannt. Doch könnte er dieses wichtige Match gegen Kosowski doch noch drehen? Ja, und wie: Den dritten Satz gewann Svensson zunächst knapp mit 11:9. Was folgte, war eine Demontage von Kosowski. Der vierte Satz ging mit 11:3 an den Oshessen - die Halle war längst zum Hexenkessel verwandelt. Stehende Ovationen und immer wieder "Robert, Robert"-Rufe. Dieser spielte sich nahezu in Ekstase und hatte beim 10:1 sagenhafte neun Matchbälle. Der zweite passte und damit war der 3:2-Erfolg für Svensson und dem TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell perfekt. Fulda-Maberzell festigte mit dem Erfolg gegen den TTC matec Frickenhausen seinen zweiten Tabellenplatz mit nunmehr 10:4 Punkten.

Spiel-Übersicht TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell - TTC matec Frickenhausen:

Wang Xi - Kosowski Jacub 3:1 (11:01 / 11:04 / 07:11/ 11:05 )

Svensson Robert - Matsudaira K. 1:3 (09:11 / 11:08 / 03:11 / 05:11 )

Waldner Jan-Ove - Wosik Torben 2:3 (12:10 / 11:04 / 11:13 / 08:11 / 07:11)

Wang Xi - Matsudaira K 3:1 (12:10 / 08:11 / 11:3 / 11:08 )

Svensson Robert - Kosowski Jacub 3:2 ( 09:11 / 07:11 / 11:09 / 11:03 / 11:02 ) (Hans-Hubertus Braune) +++



















































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