Archiv

18.11.11 - Hanau

"Effiziente Energienutzung" - Arbeitsgruppe berät über Energiekosten in Sporthallen

"Meine Botschaft, dass die Energiewende viel mit effizienterer Energienutzung nicht nur, aber auch in Hanauer Sporthallen zu tun hat, haben die Sportvereine der Brüder-Grimm-Stadt verstanden." Diese Überzeugung äußert Oberbürgermeister Claus Kaminsky als Ergebnis der jüngsten Sitzung der Sportkommission. Die Sitzung sei "entgegen manch anderer Erwartung äußerst konstruktiv und angenehm verlaufen". Wie die Stadt Hanau mitteilte, folgte die Kommission einhellig dem Vorschlag des OB, eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Fachleuten von Vereinen und Stadt zu bilden. "Die Arbeitsgruppe konstituiert sich in Kürze, und ich erwarte erste Ergebnisse schon für die bevorstehenden Etatberatungen", sagt Kaminsky.

Hanaus OB sieht es als "gesamtgesellschaftliche Herausforderung" an, dass in den kommenden Jahren "weiter deutlich steigende" Energiekosten von Unternehmen und Privaten zu verkraften seien. Diese Entwicklung mache auch vor der Stadt Hanau nicht Halt und betreffe alle städtischen Gebäude inklusive Sporthallen und -anlagen. "Ich sehe es als meine Pflicht an, dass wir nicht einen Teil unseres Wohlstands im wahrsten Sinne des Wortes verheizen", appelliert Kaminsky an das Verantwortungsbewusstsein aller, die städtische Einrichtungen nutzen.

Die Stadt nehme ihre Verantwortung vor dem Hintergrund der Energiewende sehr ernst. Daher seien bereits 3,6 Millionen Euro in die energetische Sanierung eigener Sporthallen geflossen und weitere drei bis vier Millionen Euro für die nächsten Jahre geplant. Zudem gelte es dafür zu sorgen, dass Vereine mit eigenen Sportanlagen diese energetisch sanierten und dafür möglichst einen höheren Zuschuss erhielten als bisher.

Da in den nächsten Jahren aber der Fördertopf für die städtische Sportförderung mit jährlich knapp fünf Millionen Euro nicht signifikant zu erhöhen sei, ginge eine weitere Steigerung der Energiekosten zu Lasten der direkten Förderung für Vereine mit eigenen Anlagen, für Übungsleiter und insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "Das müssen wir verhindern. Ich will nicht mehr Geld für Strom und Heizenergie für die Vereine ausgeben, und dafür bleibt die Jugendarbeit auf der Strecke", so Kaminsky weiter.

Dass die Energiekosten beherrschbar bleiben müssten, darin sei er sich mit Hanaus Sportvereinen einig. Deren Vertreter hätten nach seinem Eindruck von der Kommissionssitzung auch verstanden, dass der Vorstoß des Hanauer Oberbürgermeisters nicht gegen die Sporttreibenden gerichtet sei, sondern dass er deren Wohl im Auge habe. Von den Vereinsvertretern habe er vernommen, dass es beim Verhalten von Sporthallennutzern "Optimierungschancen" gebe, damit die Energiekosten sinken. Freilich müsse die Stadt selbst auch Strom- und Heizenergieverbrauch noch besser steuern, um so zu verhindern, dass wie in einem Fall beispielsweise im Hochsommer weiter Heizkörper voll aufgedreht seien.

Kaminsky schlug der Sportkommission vor, eine Empfehlung des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) zum Maßstand zu nehmen, wonach aus der Sicht des Bundesgesundheitsamts in der Regel 15 Grad Celsius in Sporthallen ausreichen. Kaminsky erscheinen 16 Grad "eher angebracht", zudem gebe es selbstverständlich Ausnahmen wie beispielsweise heilpädagogisches Turnen. Tatsache sei aber, dass jedes Grad Raumtemperatur weniger sechs Prozent Energieeinsparung erbringe.

In Hanaus Sporthallen seien derzeit noch 19 bis 20 Grad zu verzeichnen. "Wer es weiterhin so warm haben möchte, sollte dafür zahlen", meint der Hanauer Oberbürgermeister und fand für diese Sicht in der Sportkommission "Zustimmung und entgegen meiner Erwartung sogar Beifall". Die Energiekosten in Sporthallen beschäftigen die sich demnächst konstituierende Arbeitsgruppe. Der gehören Stefan Bahn als Vorsitzender des Sportkreises sowie die Vereinsvertreter Reinhold Möller, Jürgen Maisch und Wolfgang Schaffert ebenso an wie städtischerseits Thomas Ritter als Leiter der Fachstelle Sport, Erwin Langer und Klaus Kemmerer vom Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement sowie Thomas Massing, Energieberater der Stadtwerke Hanau. "Von dem in dieser Gruppe vereinten Fachverstand verspreche ich mir wichtige Impulse für die weitere Diskussion um die Energiekosten in Hanaus Sporthallen", so Kaminsky. Diese Arbeitsergebnisse flössen in das städtische Etat- und Konsolidierungskonzept ein. +++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön