Für Alexander Eckert vom WSV Oberweißenbrunn ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Aufgrund seiner konstant guten Leistungen im vergangenen Winter wurde er in den Landeskader des Bayerischen Skiverband (Skilanglauf`) aufgenommen. Die offizielle Einkleidung hat mittlerweile stattgefunden. Er wird diesen Winter im offiziellen Rennzug des Bayerische Skiverband an den Start gehen. Darüber hinaus gab es noch eine Vielzahl weiterer Utensilien für den Langläufer, von der Jacke bis zum Stirnband. „Durch die einheitliche Kleidung ist die Identifikation mit dem Bayerischen Skiverband gegeben. Ich freue mich darüber, dass ich den Sprung in den Kader geschafft habe“, erklärt Eckert.
„Dadurch ergibt sich nun neue Motivation für Alexander Eckert“, freut sich der nordische Sportwart des Skiverband Unterfranken Alfred Gundelach. Der erste Schneewettkampf wird noch vor Weihnachten in Oberwiesenthal stattfinden. Wie fit die Jungs und Mädchen des Bayerischen Skiverband sind, wurde bei einem Trainingslehrgang in Oberhof getestet. Im Skitunnel Oberhof ist Skifahren möglich, auch wenn draußen noch kein bißchen Weiß zu sehen ist. Alexander Eckert nahm an diesem Lehrgang teil und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Beim Testwettkampf der Junioren war ich Zeitschnellster.“ In 21:53 Minuten hat er die vier Runden, was einer Strecke von etwas mehr als sieben Kilometern entspricht, absolviert. „Alle vier Rundenzeiten langen innerhalb einer Differenz von 16 Sekunden.
Ein Beweis für gutes Einteilungsvermögen und sein gleichmäßiges Laufgefühl“, so seine Trainer. Für Alexander Eckert ist das ein tolles Ergebnis, gibt er doch zu bedenken, dass er kein Sportgymnasium besucht und auch keiner weitergehende Förderung bei der Bundeswehr oder ähnlichen Einrichtungen bekommt. Er besucht derzeit die 12 Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Loheland, Sport spielt im schulischen Alltag keine besondere Rolle. Der angehende Abiturient trainiert ausschließlich im nordischen Stützpunkt des Skiverband Unterfranken, der von Marcus Enders seit etwas mehr als einem Jahr betreut wird. Zuvor waren Andrej Wegmann und Alfred Gundelach Alexander Eckerts Trainer. „Sie haben die Grundlagen gelegt“, weiß Eckert das Engagement der Trainer zu schätzen. Alpin Skifahren gelernt hat er schon als Kindergartenkind, mit sieben und acht Jahren versuchte er sich als Skispringer, wechselte dann aber zu den Langläufern und ist dem Skilanglauf seither treu geblieben. Seit etwas mehr als einem Jahr ist nun Marcus Enders sein Trainer. „Von Marcus kann ich viel lernen. Er gibt seine Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit weiter. Er ist fast schon ein Personal-Trainer für mich.“
Allerdings verweist Alexander Eckert auch auf die guten nachbarschaftlichen Kontakte nach Hessen, zum TSV Poppenhausen und deren Trainer Jens Klinkert, der gemeinsam mit Marcus Enders den Rhöner Nachwuchs trainiert. „Auch Jens Klinkert ist immer ein Ansprechpartner für mich“, betont Eckert die harmonische und auch wichtige Kooperation mit den hessischen Langläufern. Aus der Gruppe der Rhöner Langläufer ist Alexander Eckert derzeit der einzige in Bayerischen Kader, er vertritt die Rhön und den WSV Oberweißenbrunn bei überregionalen Wettkämpfen, wie der Laufserie zum Deutschland Pokal und den Deutschen Meisterschaften. Alexander Eckert ist sich durchaus bewusst, dass er gegen die Konkurrenz aus Südbayern einen schweren Stand hat, deren Förderungen und Möglichkeiten sich auf einer ganz anderen Ebene abspielen. Doch er hat bisher mit Leistung, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen überzeugt und möchte das auch künftig tun.
Ein großer Wunsch von ihm: „Ich würde gerne ein internationales Rennen laufen. Vielleicht habe ich in diesem Winter ja Glück, die Leistung passt und ich kann mich qualifizieren. Ja, das wäre schon ein Traum.“ Obwohl er im Moment, neben der Schule all seine Energie in den Sport steckt möchte Alexander Eckert nach dem Abitur keine Leistungssportkarriere anstreben. „Dem Sport werde ich immer treu bleiben, aber nicht als Berufssportler.“ Für den kommenden Winter wünscht er sich in erste Linie: „Viel Schnee.“ (me) +++