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Winterwandern in der Kreuzbergallianz: Treffen der Akteure und Vorstellung der Schilder. Das Bild zeigt von links: Felix Schmigalle (Allianzmanagement), Manfred Reder (Fahrer Spurgerät), Thomas Lemke (ARGE Rhön), Anton Kleinhenz (stellvertretender Bürgermeister Sandberg), Gerhard Nägler (Tourimusreferent), Thorsten Omert (Skiclub Ginolfs), Klaus Spitzel (Naturpark), Claus Kleinhenz (Gemeinderat Sandberg), Manfred Endres (Geschäftsführer ARGE Rhön), Birgit Erb (Bürgermeisterin Oberelsbach) und Michael Roßhirt mit Söhnchen Kilian (Fahrer Spurtgerät). - Foto: Eckert

16.12.11 - Oberelsbach

Winterwandern - Neue Wege für Genusswandern im Winter eröffnet

Auch wenn das Wetter bislang noch nicht so richtig mitspielte, der Winter die Rhön wohl jetzt erst zu erreichen scheint, so zeigten doch die großen roten Wegweiser in den Gemeinden und der Flur schon seit einiger Zeit, dass der Winter vor der Türe steht. In den vergangenen Wochen wurden in den Rhön-Gemeinden die Hinweisschilder für die Winterwanderwege angebracht. Eigentlich fehlte bislang nur noch der Schnee, damit Gäste und Einheimische die winterliche Rhön genießen können. Exemplarisch für die vielen

Winterwanderwege, die es in allen drei Ländern der Rhön zu entdecken gilt, kamen die Akteure der Kreuzbergallianz in Oberelsbach zusammen, um den Abschluss der Projektarbeit zu feiern.

Die Kreuzbergallianz hat in diesem Jahr das Thema Winterwandern aufgegriffen, seit Juni befassten sich Arbeitskreise in den Allianzgemeinden Bischofsheim, Sandberg und Oberelsbach mit der Thematik.

Interessierte Bürger und Akteure aus den ansässigen Vereinen planten seit Juni Winter- und Schneeschuhwanderwege. Denn um mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen, um das Winterwanderangebot in der Rhön touristisch zu bewerben und um Gäste und Einheimische fürs Winterwandern zu begeistern, braucht es gut geräumte und präparierte Winterwanderwege, damit die Idylle in Weiß auch wirklich genossen werden kann.

So gab es viel Abstimmungsbedarf. In enger Kooperation mit den Naturschutzbehörden wurden die Strecken erarbeitet. Überwiegend positiv gestaltete sich auch die Kommunikation mit den Jagdpächtern. Mit im Boot

der Koordinator des Wanderweltprojekt der ARGE Rhön, Thomas Lemke. „Bislang wurde das Thema Winterwandern in der Rhön nicht einheitlich betrachtet. Es gab zwar Angebote, aber keine einheitlichen

Qualitätsstandards. Manche Wege waren beschildert andere nicht. Auch die Pflege wurde unterschiedlich gesehen.“ Lemke räumte auch ein, dass der Fokus im Winter bisher nicht Bereich Wandern gesehen wurde, sondern eher die Abfahrtsstrecken und Loipen betrachtet wurden. „Winterwandern war eine Nische, da soll jetzt anders werden.“ Es wurden nun einheitliche Standards entwickelt, die nicht nur in der Kreuzbergallianz sondern Rhön weit, auch in Hessen und Thüringen so umgesetzt werden. „Es ist kein Einzelprojekt der Kreuzbergallianz, sondern auf die gesamte Rhön bezogen“, erläuterte Lemke.

In der gesamten Rhön wird es künftig 200 Kilometer Winterwanderwege geben, 430 Hinweisschilder wurden aufgestellt. Die Kosten liegen bei 13.500 Euro, die von der ARGE Rhön getragen werden. Für den Bereich der Kreuzbergallianz bedeutet es, dass die bereits vorhandenen Winterwanderwege in die Konzeption mit aufgenommen wurden. So konnte ein ausgedehntes Winterwanderwegenetz geschaffen werden. Im Bereich der Stadt Bischofsheim werden künftig 25 Kilometer Winterwanderwege zur Verfügung stehen. Schwerpunktmäßig am Kreuzberg aber auch in Oberweißenbrunn. Neu hinzu kommt der Weg von Bischofsheim zum Holzberghof. Im Markt Oberelsbach handelt es sich um 18 Kilometer Winterwanderwege, die die einzelnen Ortsteile miteinander verbinden. In Sandberg werden 15 Kilometer Winterwanderwege zur Verfügung stehen. Der Weg zu Neustädter Haus wird zugleich als Loipe ausgewiesen. Die Pflege der Wege wird über den Naturpark beziehungsweise über die Gemeinden und den Skiclub Ginolfs erfolgen. Bei der Eröffnung mit dabei Thorsten Omert, der Vorsitzende des Skiclub Ginolfs, Manfred Reder und Michael Roßhirt, die Fahrer des Spurgerätes am Kreuzberg. Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler sieht in dem Projekt eine Bereicherung für die Region.

„Das Thema Winterwandern war in Bischofsheim, vor allem am Kreuzberg schon immer von Bedeutung und wird in Zukunft noch weiter zunehmen, denn Winterwandern kann jeder, dazu braucht es keine besondere Ausrüstung.“ Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb dankte allen beteiligten Akteuren in den Gemeinden und Behörden für das Engagement und die Bereitschaft zur Kooperation. Bleibe nun nur noch zu hoffen, dass die Bevölkerung die Winterwanderwege annimmt und nutzt. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Sandberg Anton Kleinhenz und Gemeinderat Claus Kleinhenz sind sich einig, dass es für Sandberg wichtig ist über die Kreuzbergallianz den Einstieg in das Thema Winterwandern zu finden.

„Bisher hatten wir nichts in der Art. Bei hohem Schnee konnte man kaum außerhalb des Dorfes spazieren gehen“, hob Claus Kleinhenz die Bedeutung des Projektes für die Walddörfer hervor. „Es ist ein gutes Angebot für Einheimische und Gäste.“ Die Winterwanderwege der Kreuzbergkommunen werden auch in die Rhön-Publikationen aufgenommen. Der neue Winterwanderführer, welcher derzeit durch den Dehler-Verlag erstellt wird, soll im Januar 2012 auf den Markt kommen. Auch wenn das Projekt für dieses Jahr nun abgeschlossen ist, der Markt Wildflecken plant ebenfalls sich dem Thema Winterwandern zu widmen und entsprechende Wege auszuweisen. (me) +++

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