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Die Märchenwiese... - Fotos: Hendrik Urbin

30.12.11 - GERSFELD

Ausnahmezustand auf Hessens höchstem Berg. Die Wasserkuppe bei Gersfeld in der Rhön (Kreis Fulda) erlebte einen Tag vor Silvester einen riesigen Besucheransturm. Die Menschen kamen aus ganz Hessen, vorwiegend aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch aus Thüringen und Unterfranken. Grund dafür sind die guten Winterbedingungen, die offenen Skilifte auf der Märchenwiese und anhaltender Neuschnee. Das führte wieder einmal zu einer "katastrophalen Parksituation", so hieß es am Nachmittag wörtlich in einer Pressemitteilung des Rhön-Info-Zentrums.

Und es stimmte, denn ein Team von "osthessen-news" machte sich ein Bild vor Ort und überzeugte sich selbst. Besucher hatten offenbar eigenmächtig die Schranke zum Flugfeld geöffnet um dort zu parken. Die Folge: zahlreiche Wintersportler hatten sich mit ihren Fahrzeugen festgefahren und große Mühe wieder aus dem Tiefschnee herauszukommen. Eine Familie aus dem Wartburgkreis beispielsweise steckte fast zwei Stunden im Schnee fest. Die Straßenmeistereien waren machtlos.

"Das Problem ist halt, dass Autofahrer offenbar keine Verkehrsschilder lesen können und nicht ein paar hundert Meter laufen wollen" meinte am Abend ein Sprecher der zuständigen Polizeistation Hilders. Der Behelfsparkplatz sei nicht geräumt gewesen und wenn die ersten Autofahrer dort stehen, "passiert alles nach dem Herdentrieb". Deshalb sei das auch keine originäre Sache für die Polizei. Ansonsten sei es trotz einiger Aufregungen "ruhig" gewesen auf Hessens höchstem Berg.

Das Rhön-Info-Zentrum zählte insgesamt 257 Besucher und 227 Anrufer, die über das Schneetelefon den Kontakt auf die Wasserkuppe suchten. "Hier klingelt es am laufenden Band", sagte eine Mitarbeiterin gegenüber "ON". Ihre Kollegin Andrea Bodenstaff fügte hinzu: "Wenn es schneit, heben viele Autofahrer eigenmächtig die Straßenverkehrsordnung auf." Doch nicht nur bei den Parkplätzen herrschte Ausnahmezustand, sondern auch beim Ski- und Snowboardverleih. Ab der Mittagszeit gab es keine Ski mehr. Für die Bergwacht Wasserkuppe verlief der Tag - trotz des Ansturms - vergleichsweise ruhig, denn die "Winter-Retter" mussten nur einmal zu einem Notfall auf die Piste ausrücken. (Christian P. Stadtfeld). +++






Andrea Bodenstaff vom Rhön-Info-Zentrum im Interview...








Der Behelfsparkplatz war nicht geräumt.

Zahlreiche Wintersportler hatten...


... sich mit ihren Fahrzeugen festgefahren...

... und hatten große Mühe...


...wieder aus dem Tiefschnee...

... herauszukommen.












Besucher hatten offenbar eigenmächtig die Schranke zum Flugfeld...

... geöffnet um dort zu Parken.


































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