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05.01.12 - BASKETBALL

Den Giraffen den Hals verdrehen – Derby-Time zum Jahresauftakt

Acht Sekunden vor Schluss, Kapitän Anish Sharda spielt den Ball passgenau in die linke Ecke, wo Ilja Ickert wartet. Ein kurzer Blick auf den Boden, ein Schritt hinter die Dreierlinie, ein Wurf, banges Warten, die Erlösung. Der Hanauer macht eiskalt seine Punkte 25,26 und 27 an dem Abend und bringt die White Wings 78:77 in Führung.

So die letzte Szene im Hinspiel. „Der Sieg war für das Management und die zahlreichen Zuschauer, die uns so wahnsinnig unterstützt haben“, sagte damals Logan Magnusson mit Blick auf die 150 mitgereisten Hanauer Schlachtenbummler. Der US-Amerikaner wird das Derby-Feeling am Samstag jedoch nicht miterleben. Aber was dieses Derby nicht nur mit Blick auf die Tabelle bedeutet, hat bereits auch der neue Power Forward Jared Cunningham verinnerlicht. Im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel gab es im Hessenderby in Lich eine kleine Kostprobe. Nun soll Hanau gleich zum Jahresauftakt wieder beben.

„Wir wollen so ins Jahr starten, wie wir das alte beendet haben“, gibt Headcoach Hans Beth die Marschroute klar vor. „Es geht nicht nur ums Prestige, viel entscheidender sind die zwei Punkte, um den Play-off-Platz zu festigen und damit dem Klassenerhalt erneut einen Schritt näher zu kommen“, weiß Beth. „Man braucht nur einen Blick auf die Tabelle werfen, dann weiß man um die Brisanz des Spiels“, sagt Sven Witt vom Hanauer Management. Mit einem Sieg können die White Wings nicht nur das Punktekonto auf 16 aufstocken und mit den Gästen gleichziehen – mit einem Sieg wäre auch der direkte Vergleich mit den Giraffen eindeutig entschieden und die Brüder-Grimm-Städter würden sich vorbei an Langen auf Rang sechs schieben können.

Dass das kein einfaches Unterfangen wird, ist Hanaus Trainer klar: „Das Hinspiel war schon extrem eng und hart umkämpft. Bei Langen wird Joscha Domdey wieder fit sein und mit Sebastian Greene haben sie einen sehr erfahrenen, athletischen Spieler nachverpflichtet.“ Dann braucht es wieder einen guten Auftritt in der Verteidigung und sichere Schützen. „Wenn wir so gut treffen wie im Hinspiel, haben wir gute Chancen. Wir müssen uns jedoch auf unser Spiel konzentrieren und uns vor allem in der Verteidigung gegenseitig unterstützen“, fordert Witt vom Team.

Angst verbereitet die Villmeter-Truppe jedoch nicht: „Wir sind vorbereitet, haben in der Winterpause hart gearbeitet und uns auch in kleinen Details verbessert. Wir haben Respekt vor Langen, wollen aber klar zeigen, wer Herr im Hause ist!“, gibt sich Hans Beth selbstbewusst.

Anwurf ist in der Hanauer Main-Kinzig-Halle am Samstag, 7. Januar, um 19 Uhr. Und nur eine Woche später folgt dann das dritte Hessenderby in Folge. Zu Gast in Hanau sind dann am 14. Januar die Gießen Pointers. +++

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