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05.02.12 - BASKETBALL

Irre Aufholjagd wurde nicht belohnt – White Wings unterliegen Leipzig 68:80

Wie man gegen Spitzenteams bestehen kann, haben die Hanau White Wings in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und auch in Leipzig hatten die Hanauer den Favoriten am Rande einer Niederlage. Und das obwohl sie den Anfang vollkommen verschliefen, einen 19-Punkte-Rückstand bis auf zwei Zähler aufholten und am Ende mit 80:68 dann scheinbar doch deutlich verloren.

Doch der Reihe nach: Knapp drei Minuten dauerte es, bis die ersten Zähler auf dem Punktekonto der Gäste standen. Bis dahin konnten aber auch die Uni-Riesen nur derer vier erzielen. Alles also im grünen Bereich. Dann aber drehten die Gastgeber angeführt von den US-Boys Pratt und Morinia auf, zogen auf 15:2 davon. Vermeidbare Fehlpässe und Fehlwürfe in der Offensive und kein ausreichender Druck in der Defensive führten zu einem deutlichen 15:30-Rückstand nach dem ersten Viertel. Die hochprozentige Dreiertrefferquote der Leipziger von 68% kam entscheidend hinzu. Zwar steigerten sich die Brüder-Grimm-Städter in den zweiten zehn Minuten, entscheidend verkürzen konnten sie den Rückstand jedoch nicht. Im Gegenteil kurz vor der Halbzeit zogen die Riesen kurzfristig gar auf 19 Punkte davon.

„Das war sicherlich keine gute Halbzeit von uns, da haben wir nicht das aufs Feld gebracht, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat“, war Headcoach Hans Beth mit der ersten Halbzeit unzufrieden. „Das Comeback nach der Pause spricht aber für das Team und vor allem für die Moral der Truppe“, so Beth weiter.

Das Trainergespann um Beth, Helmut Wolf und Hubert Gibson hat offensichtlich in der Kabinenansprache die richtigen Worte gefunden. Wie ausgewechselt kamen die weißen Flügel zurück aufs Parkett. Eine aggressive Verteidigung zwang die Leipziger zu schwierigeren Würfen und auch die verbesserte Reboundarbeit der White Wings brachte neuen Schwung. Mitte des Viertels war der Anschluss wiederhergestellt, nur noch sieben Zähler lagen die Hanauer hinten.

So sollte es auch im Schlussviertel weitergehen. Ein Dreier von Ilja Ickert und Punkte von Marian Schick brachten die Hanauer weiter in Schlagdistanz – nur noch drei Punkte Rückstand. Die Hanauer waren drauf und dran, den Spieß umzudrehen. Doch die Leipziger konnten sich auf Morinia verlassen. Der traf gleich vier Freiwürfe in Folge, durfte nach einem Foul und einem technischen Foul an die Linie und brachte sein Team wieder mit sechs Zählern in Front. Versuche die Zeit anzuhalten und Fehlwürfe der Riesen von der Freiwurflinie scheiterten ebenso, wie die Versuche von der Dreierlinie den Abstand zu verkürzen.

„Wir haben in den entscheidenden Phasen etwas Wurfpech gehabt und nicht mit der nötigen Ruhe agiert. Im Gegenzug muss man Leipzig ein Kompliment machen, sie haben in der Schlussphase gerade von der Freiwurflinie die Nerven behalten und unterm Strich verdient gewonnen“; resümierte Hans Beth. „Am Ende muss man aber auch sehen, dass das schwache erste Viertel uns das Genick gebrochen hat“, ergänzte er.

Dennoch, die White Wings haben als Aufsteiger weiter alles in eigener Hand. Gleich am Samstag können die Hanauer in der heimischen Main-Kinzig-Halle gegen die Juniors der Frankfurt Skyliners den Sack zu machen und den Klassenerhalt sichern. „Wenn du als Aufsteiger so früh alle Sorgen loswerden kannst, dann hast du mit Sicherheit vieles richtig gemacht“, ist Jens Gottwald vom Management zwar enttäuscht über die Niederlage, aber mit Blick auf die Saison stolz auf die Mannschaftsleistung. +++

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