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Ein Test der Routen - hier für Fortgeschrittene mit Überhang.

Viele Vereinsmitglieder arbeiten unter Hochdruck - Fotos (4): Hans-Hubertus Braune

22.02.12 - PETERSBERG

Ein Meilenstein für Kletterfans in der Region Fulda: Endlich gibt es einen Ort, an dem sie ihrem Hobby nachkommen können, ohne vorher mindestens 100 Kilometer mit dem Auto zu fahren. Der weiße Fleck auf der Karte wird gefüllt, denn am kommenden Samstag öffnet das Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV) seine „Routen“ in Petersberg. Nach drei Jahren Planung, fast acht Monaten Bauzeit und etlichen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder soll es nun endlich losgehen.

8.000 Griffe haben die erfahrenen Kletterer an den Wänden angebracht – hat man sich für eine Schwierigkeitsstufe und eine Wand entschieden, kann man sich an den Farb-Wegweisern orientieren. Das Zentrum ist wettbewerbstauglich, 2013 sollen die hessischen Meisterschaften hier stattfinden. Bis dahin stehen die bis zu 18 Meter hohen Kletterstrecken vom Anfänger bis zum Profi jedem offen. Klettern darf, wer an einem Sicherungstraining teilgenommen hat – das richtige Sichern und die entsprechenden Kommandos werden nebenan in den Schulungsräumen vermittelt.

Neben Toprope- und Vorstiegsklettern gibt es auch einen eigenen Boulderbereich. Dort wird ohne Seilsicherung geklettert – natürlich gibt es eine dicke Polsterung für den Fall. Die Ausstattung kann direkt vor Ort gemietet werden, ein Bistro ist auch vorgesehen, selbst einen Kindergeburtstag kann man hier feiern: Also ist alles da, was man so braucht für einen Klettertag.

„Über 3.000 Stunden haben die freiwilligen Helfer hier mitgewirkt“, sagt Thomas Pausinger und seine Frau Eva fügt hinzu: „Ohne die Eigenleistungen hätten wir unser Ziel, „viel Klettern mit wenig Geld“ nie so toll umsetzen können.“ Die beiden sind das Architektenteam, das die Kletterhalle geplant und mitgestaltet hat – und sind selbst Mitglieder im DAV und Kletterbegeisterte.

Auch die Geschäftsstelle des DAV findet Herberge im Kletterzentrum. „So wachsen die traditionellen Aktivitäten des Vereins und das Klettern zusammen,“ ist sich Geschäftsführer Tim Bartzig sicher. Wer den Alpenverein mit etwas rentnerlastigem Wandern durch die Rhön verbindet, sollte sich im neuen Zentrum genau umschauen. Viele junge Leute sind Mitglied im Verein, der auch Mountainbiken, Bergsteigen und Skiwanderungen veranstaltet. (am)+++


Mit dem Hubwagen gelangen die Schrauber in die Höhe

Schrauben bis spät in die Nacht



- Fotos (15): Anna Medlin


Auch die Sanitären Anlagen müssen noch installiert werden.

Geschäftsführer Tim Bartzig erklärt die "Anfängerwand"


Ein Griff aus der Nähe: Er ist Kalkstein nachempfunden.

Ein Lager für Lüftungsrohre.


8.000 Griffe und noch viel mehr Schrauben...

Der Blick aus dem DAV-Geschäftszimmer





Der Boulderraum: Noch sind nicht alle Griffe montiert und die Matten fehlen - aber bald kann man hier ohne Seil frei klettern.


Draußen werden noch die Fernwärmeleitungen mit Erde bedeckt.

Die Halle von außen - gleich in der Nachbarschaft der Konrad-Adenauer-Schule


So sieht es hinter den Kletterwänden aus: Platz für die Lüftungsrohre

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