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Der bildschöne Norweger Hengst Silvio Sköldson mit seiner Reiterin Claudia Aue gilt hierzulande als Exot unter den Pferderassen.
- Fotos: Partl

Erst 14 Jahre und schon im Frankenkader unterwegs: Sina Siabanis vom gastgebenden Verein mit ihrem Pony Sunny.
04.04.12 - Großbardorf
Gelungenes 12. Hallenreitturnier - Spring-, Turnier- und Dressurreiten
Rundum gelungen darf man wieder einmal das Großbardorfer Hallen-Reitturnier nennen, dem inzwischen 12. Hallenturnier in Folge. So früh im Jahr sind die Reiter erfahrungsgemäß heiß auf die beginnende Turniersaison, unterstrich einmal mehr Karl Hillenbrand als erfahrener Leiter der Meldestelle. Am Samstag zeigte sich der April zum ersten Turniertag so richtig von seiner launigen fiesen Seite. Stürmische Winde fegten um alle Ecken. Was den Pferden noch recht und billig war, geriet besonders für die Zuschauer zum Härtetest. Nur Hartgesottene hielten es für längere Zeit an den Reitplätzen aus. An den Rändern der Reitbahn, wo das Geschehen ausgetragen wurde, war es zwar nicht mehr ganz so windig, aber immer noch recht unangenehm frisch.
Der Samstag war den Dressurreitern vorbehalten. Hier wusste sich der Großbardorfer Nachwuchs recht gut zu präsentieren. Zu den Nachwuchstalenten zählen neben der 13jährigen Sophie von Ponickau weitere Mädchen wie Sina Siabanis. Gerade mal 14jährig verblüffte das Mitglied im Frankenkader der jungen Reiter mit ihrem braunen Pony Sunny in der L-Dressur, der anspruchsvollsten Dressur des Tages, in der Ponys wirklich die absolute Ausnahme bilden. Des weiteren arbeitet sich Nanni Potthoff schon seit Jahren kontinuierlich nach vorne. Mit ihrem bewährten Haflingerhengst Michel und der Holsteiner Schimmelstute Carla Columna machte sie in Dressur und Springen in vorderen Reihen auf sich aufmerksam.
In den zehn Prüfungen an zwei Tagen, die teilweise in zwei Abteilungen geritten wurden, tummelten sich insgesamt etwa 200 Reiter auf 250 Pferden. Auch lief heuer wieder alles wie am Schnürchen. Bestens aufeinander eingespielt ließen viele freiwillige Helfer und eine routinierte Vereinsführung die zweitägige Veranstaltung auch für die Besucher ein schönes Erlebnis werden. Am Sonntag waren die Springreiter dran. Hier hatte der launige April ein Einsehen und zeigte sich weitgehend milder gestimmt als noch am Vortag. Dankbar waren die Reiter für die Nutzung der weitläufigen Außenplätze zur bestmöglichen Vorbereitung.
Anders als in den Vorjahren, als noch Holger Bahlo mit seinen tollkühnen und rasanten Ritten für spektakuläre Auftritte sorgte, blieb es heuer ohne den Lokalmatador bei den Springen eher ruhig. Vor allem in den höchsten Anforderungen blieben die Gäste weitgehend unter sich.
Den Bad Neustädter Reitclub vertraten Klaus Katzenberger und Stefanie Reichert würdig, sie rangierten im L-Springen zusammen auf dem 7. Platz. Die erst siebenjährige Luisa Katzenberger machte mit einem 1. Platz im Reiterwettbewerb auf sich aufmerksam. Bildhübsch anzusehen sorgte der Hengst Silvio Skjöldson für Aufmerksamkeit: Der kompakte in Querbachshof stehende Norweger, auch Fjordpferd genannt, mit seiner typischen zweifarbigen Stehmähne, wusste in Dressur wie Springen zu gefallen. Nach dem Turnier ist in Großbardorf stets auch vor dem Turnier, denn schon nach kurzer Erholung geht es weiter mit dem bereits zweiten Voltigierturnier des Vereins am 28. April und dem anschließenden Voltigiertag. Anschließend beginnen schon wieder die Vorbereitungen für das große Sommerturnier, das heuer vom 24. bis 26. August über die Bühne gehen soll. Es wird das immerhin 28. in Folge sein. +++