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Nach dem Gewinn der Goldmedaille im Classic-Rennen möchte Manuela Stöberl auch im Sprint vorne mitmischen - Fotos: David Piaskowski & Kaspar Zoth & Josef Baumann

Johannes Baumann und Lars Walter starten morgen (Samstag) ihre Mission "Titelverteidigung" im Sprint

01.07.12 - KANUSPORT (2)

Acht Deutsche Boote starten heute in Finalläufen - hoffen auf 6 Medaillen

Acht Deutsche Boote starten am heutigen Sonntag in den FinalläufenKanu: Sechs Medaillen sind die Vorgabe für die SprintrennenLa Plagne / Frankreich (dp) Über die Vorläufe auf der Sprintdistanz bot das deutsche Team eine gute wenn auch keine überragende Leistung. Mit acht für das Finale qualifizierten Booten wurde die Vorgabe des Bundestrainers zwar nicht erreicht, aber dennoch hofft er auf sechs Medaillen in den morgigen Sprintfinals. "Die Vorgabe war, dass wir in allen Disziplinen mit mindestens drei Startern in den Finals vertreten sind – das haben wir im Canadier Bereich, sowohl im C1 als im C2 nicht erreicht. Aber es nützt jetzt nichts den Kopfs in den Sand zu stecken, wir müssen morgen voll angreifen.", gibt Simon die Marschrute für morgen vor.

Die Vorgabe dabei ist klar: drei Einzelmedaillen und drei Mannschaftsmedaillen sollen am letzten Wettkampftag her.Bei den Kajak-Herren konnten sich der Weltmeister über die klassische Distanz Tobias Bong, Achim Overbeck und Björn Beerschwenger für den morgigen Finallauf qualifizieren. Zu einer Einzelmedaille wird es hier wahrscheinlich nicht reichen, dafür ist die Konkurrenz aus Slowenien, Frankreich und Tschechien wohl zu stark - aber mit einer geschlossen Teamleistung ist Bronzemedaille in der Mannschaft möglich.

Im Canadier-Einer ist Normen Weber der letzte "Mohikaner" der die Deutschen Fahne im morgigen Finale hochhält. Dabei war kurzzeitig sogar der Vorlauf-Start des Augsburgers in Gefahr (siehe WM Splitter). Teammanagerin Manuela Gawehn sieht in Weber für morgen einen absoluten Goldfavoriten: "Wenn Normen die Nerven behält, kann er bis ganz nach vorne fahren. Von der Leistung her hat er das allemal drauf.", ist Gawehn hoffnungsvoll.

Keinerlei Blöße gaben sich die Sprintweltmeister von Augsburg, Johannes Baumann und Lars Walter (Fulda) . Mit zwei souveränen Vorläufen qualifizierten sie sich als zweite für das Finale. Dort hofft der Bundestrainer auf jeden Fall auf eine Medaille. "Alles andere wäre eine Enttäuschung. Schön wäre es natürlich, wenn sie ihren Titel verteidigen könnten. Aber die favorisierten Franzosen sind mit ihrem Heimvorteil einfach enorm stark. Gold wird unheimlich schwer, ist aber bei einem perfekten Tag nicht unmöglich." Zudem rechnet Simon mit einer Mannschaftsmedaille bei den C2.

Nach der Addition zweier Vorläufe qualifizierten sich heute die besten zehn Canadier-Zweier, zwölf K1-Damen und C1-Fahrer sowie die besten 15 K1-Herren für das morgige Finale. Dort wird dann in einem Sprintlauf der neue Weltmeister gekürt. Einen Fehler darf man sich auf der technisch höchst anspruchsvollen Isère nicht erlauben, sonst fließt die WM-Medaille buchstäblich den Bach runter. "Wir werden morgen volles Risiko gehen müssen, bei nur einem Sprintlauf gibt es kein taktieren. Hier zählt alles oder nichts.", erklärt Lars Walter die morgige Marschroute.Bleibt nur zu hoffen, dass die Boote am Start liegen und kein ähnliches Malheur wie heute passiert. (dp)  +++


Für Teammanagerin Manuela Gawehn zählt Normen Weber im Kanadier Einer zu den absoluten Goldfavoriten

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