Besucht man derzeit das beschauliche Rhöndorf Hausen, spürt man ein Rumoren und rege Betriebsamkeit in der sonst ruhigen Gemeinde. Kleine LKW und PKW´s mit Anhänger beleben die Straßen von Hausen zusätzlich. Kein Wunder! Die Vorbereitungen für die 43. Ausgabe des Hauenstein-Bergrennens, vom 17. August bis 19. August, laufen auf Hochtouren. Nachdem bereits im Frühjahr die erforderlichen Leitplanken fest montiert wurden, bleibt nun etwas mehr Zeit, sich um die Feinheiten zu kümmern. Da ist insbesondere der Umweltschutz gefragt. So hat der MSC Rhön dafür wieder eigens einen Umweltbeauftragten eingesetzt, der mit Argusaugen über die Einhaltung der umweltrelevanten Vorschriften achten wird.
Mit dem Fladunger Lothar Panten wurde wieder eine hochqualifizierte Persönlichkeit gefunden. Als Fladunger Bürger und langjähriger aktiver Motorsportler ist er mit den Begebenheiten in und um Hausen bestens vertraut. So stehen Rennbürgermeister Friedolin Link und die Bevölkerung von Hausen voll hinter "ihrem" Bergrennen, wobei sie die jahrzehntelange Verlässlichkeit des Veranstalters zu schätzen wissen. So hat auch Landrat Thomas Habermann gerne wieder die Schirmherrschaft über das Rennen übernommen.
Das Rennen, das längstens Kultstatus erlangt hat, zieht die Besucher aus dem Dreiländereck Bayern-Hessen-Thüringen magisch an. Vermehrt kommen in den letzten Jahren Zuschauer und Aktive aus dem gesamten oberfränkischen Raum in die Rhön. Ebenso wie die Freunde des Bergrennsports aus dem In- und Ausland.Ihnen wird auch wieder zwei Tage lang Motorsport auf hohen Niveau geboten. Es kommen Läufe um die Deutsche Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge und Tourenwagen, dem Deutschen Bergpokal für Rennsportfahrzeuge und Tourenwagen zur Austragung. Die Freunde historischer Renner kommen wieder voll auf ihre Kosten, denn der DMSB Classic-Bergpokal kommt ebenso zur Austragung, wie die GLP PRO, mit ihren wunderschönen Old- und Youngtimern. Ein Leckerbissen für die Bergrennfans ist wieder der KW Gruppe H Berg Cup. Hier sind wieder Tourenwagen zu bewundern, die im Laufe der Jahre zu wahren Hightechautos hochgerüstet wurden und entsprechend für Hochspannung auf den Rennstrecken sorgen.
Bemerkenswert ist dabei die große Bandbreite, vom Polo bis zu Ex-DTM Auto von Mercedes und Opel Astra und Vectra, ist alles vertreten. Die Freunde der schnellen Sportwagen kommen auch auf ihre Kosten. Hier haben bereits 11(!) dieser Boliden genannt. Große Freude herrscht bei der Fangemeinde des Schweinfurter Lokalmatadoren Uwe Lang. Er hat rechtzeitig zum Hauenstein Bergrennen sein Renngerät fertig bekommen und feiert seine Saisonpremiere. Man darf gespannt sein, was dem Schweinfurter bei seinem ersten Rennen mit dem "neuen" Gerät gelingen wird und ob er seinen grandiosen Sieg vom Vorjahr auf Anhieb wiederholen kann.
Aus dem Sportfahrerkader des MSC Rhön werden 10 Fahrer an den Start gehen. Das zeigt die große Kompetenz des MSC Rhön in Sachen Motorsport, der vom Jugendkart bis zum Formelfahrzeug etc. ein engagierter Begleiter ist. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr Sebastian Schmitt, der in der Deutschen Bergmeisterschaft sensationell auf Platz 4 liegt und im Deutschen Bergpokal sogar auf Platz 2, mit nur 8,76 Punkten Rückstand auf den führenden Franz Weißdorn, der am Hauenstein fehlen wird. Hier kann Schmitt durch den hohen Koeffizienten (Länge der Strecke und 4! Rennläufen) entscheidend für den Endspurt um die Meisterschaft punkten. Genannt haben insgesamt 153 Teilnehmer, womit der MSC Rhön bisher den Spitzenplatz unter den deutschen Bergrennen einnimmt. Alles in allem, werden die beiden Tage am Hauenstein für knisternde Spannung sorgen und für die Ferienkinder und Urlauber eine tolle Bereicherung sein. Wobei für Kinder bis 14 Jahren der Eintritt frei ist, ebenso wie der Besuch des Fahrerlagers. Dieser gehört zum Bergrennen unbedingt dazu. Da sieht man die Teilnehmer und Fans wie eine große Familie zusammen. Interessante Gespräche mit den Fahrern sind genauso obligatorisch, wie das Erfüllen von Autogrammwünschen.
Leider gibt es in diesem Jahr keine Renntaxifahrten. Diese wurden einem 4. Rennlauf geopfert, um den sportlichen Wert der Veranstaltung zu erhöhen, so ganz im Sinne der Zuschauer. Die 4,2 km lange Rennstrecke (eine der längsten und schwierigsten in Deutschland) präsentiert sich in einem hervorragenden Zustand und wird den hochkarätigen Rennern gerecht, sodass spannender Motorsport garantiert ist. Die Insider kennen die aufregenden Streckenabschnitte genau. So zum Beispiel die berühmt-berüchtigte "Jopp-Kurve", gleich am Anfang der Strecke. Oder die "Jopp-Schleife" (Schikane), Richtung Ziel. Beide Abschnitte garantieren Herzklopfen bei allen Beteiligten und trennen im Kampf um die tausendstel Sekunden die Spreu vom Weizen.Wer die Häusemer Szene kennt weiß, dass das Bergrennen nicht nur auf der Rennstrecke einen regionübergreifenden Ruhm hat. "Häusemer Nächte sind lang", lautet der Slogan der vorwiegend jüngeren Fans.
So beginnt der offizielle Auftakt am Freitag, 17. August, mit der Welcome Party. Hier spielt die Kapelle "Obacht" auf, deren Slogan lautet: "Langeweile war gestern!!!". Beginn ist um 20.00 Uhr. Sportlich beginnt es am Samstag, 18.August um 09.00 Uhr mit den Pflichttrainingsläufen, bis ca. 18.30 Uhr. Ab 20.00 Uhr heißt es Racing-Party, mit der Kapelle "Sixback", der Partyband für Jung und Alt. An beiden Tagen Stimmung pur garantiert! Am Sonntag, 19.August, beginnen die Rennläufe um 09.00 Uhr, die gegen 17.30 Uhr beendet sein sollen. Knapp eine Stunde später lädt der Veranstalter zur großen Siegerehrung im Festzelt.+++