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09.08.12 - SEGELFLIEGEN

Sechs tolle Wertungstage in friedlicher Koexistenz - Eine BILANZ

Spielbestimmend auf der Wasserkuppe waren letztendlich die beiden gut eingestimmten Teams aus Pirna und Oerlinghausen: Platz eins und zwei gingen an Pirna (Thomas Melde und Kai Glatter), Platz drei und vier an Oerlinghausen (Wolli Beyer und Christian Lang).  Gegen derartige perfekt agierende Teams haben ’lonely wolfs’ im klassischen Sinn auf die Dauer keine reelle Chance. Lediglich Helmut Kölle (FG Geislingen) konnte sich in dem Fünferblock noch punktnah am Gesamtvierten platzieren.

Bei den Tagessiegen selbst stellte es sich allerdings etwas anders dar, denn mal war ein Team erfolgreich, mal ein ’Einzelflieger’. Aber auch das spricht für die taktische Einstellung der Teams, denn es hieß in erster Linie, konstant gut zu fliegen, also sich nicht unbedingt den Tagessieg als Ziel vorzunehmen. Das Wetter, der alles entscheidende Punkt bei einem erfolgreichen Segelflugwettbewerb, wurde in der ganzen Woche von einem markanten Tiefdrucksystem über Schottland bestimmt. Und wenn mal das eine Tief über die Nordsee abgewandert war (z.B. in Richtung Dänemark), dann sorgte das nahezu ortsfeste Höhentief dafür, dass sich wieder über Schottland (von Nordwesten kommend) ein Tief einfand. Der zum Höhentief dazugehörige Trog zeigte manchmal Ansätze aufzusteilen und man konnte eine Achse erkennen - aber am nächsten Tag war der Trog wieder fast verschwunden. Das Höhentief nach wie vor aber an der selben Stelle und das Spiel begann von neuem. Aber mit viel Glück kam man aber immer wieder in den Genuß eines leichten Druckanstieges (von den Azoren her), was dann durchaus gute Segelflugbedingungen im Wettbewerbsgebiet ergab.

 

Mit Bravour wurde auf der Wassserkuppe die gesamte Organisation und Abwicklung erledigt. Hier waren Profis am Werk und man merkte  die zehn Jahre Erfahrung mit klassischen Segelflugwettbewerben auf der Wasserkuppe. Dabei wurde aber nicht einen ganzer Tross an Helfern beschäftigt, Wettbewerbs- und Flugschulleiter Harald Jörges setzte vielmehr auf nicht einmal eine handvoll erfahre Mitarbeiter. Das war goldrichtig und alles klappte wie am Schnürchen. Beispielsweise war das Feld in weniger als 40 Minuten in der Luft. Die Wasserkuppe selbst als Zentrum für die Gleitflugsportarten Drachen- und Gleitschirmfliegen, Segelfliegen und Modellsegelfliegen ist ein einmaliges Erlebnis. In ’friedlicher Koexistenz’ tummelt sich hier alles (natürlich nach exakten Verkehrsregeln) und es ist ein beeindruckendes und farbenfrohes Bild. Alles in allem: Der Rhön-Segelflugwettbewerb 2012 war mit seinen sechs Wertungstagen und den erzielten über 4.500 Punkten eine super Sache.+++

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