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- Fotos: Hans-Hubertus Braune

17.08.12 - FULDA

"Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich zu den Top ten der Welt im 200 Meter Rücken gehören werde, dem hätte ich den Vogel gezeigt", kann Jan-Philip Glania seinen großartigen sportlichen Erfolg noch gar nicht richtig fassen. Seit wenigen Stunden ist er wieder in seiner Heimat und noch ganz erschlagen von den vielen tollen Eindrücken während der olympischen Spiele in London. Der Petersberger hatte sich mit deutschem Rekord in seiner Paradedisziplin, dem Rückenschwimmen über 200 Meter für das sportliche Topereignis schlechthin qualifiziert. Jeweils im 100 Meter und im 200 Meter Rücken hatte sich Glania in die Halbfinals geschwommen und war in der längeren Distanz nur hauchdünn am Finale gescheitert. Trotzdem kann er mit seiner sportlichen Bilanz absolut zufrieden sein.

Entsprechend fröhlich und gut gelaunt kehrte Glania nun zurück und durfte sich als Lohn über einen neuen 1er Cabrio aus dem Hause von Sponsor Krah&Enders aus Fulda freuen. Im anschließenden Pressegespräch spürte man förmlich seine Begeisterung über Olympia. Die Engländer hätten sich viel Mühe gegeben, alle habe perfekt geklappt, die Organisation sei top gewesen. Die Schwimmer hatten ihre Wettkämpfe schon zu Beginn der Spiele und anschließend entsprechend viel Zeit, die anderen Sportarten zu besuchen und die Atmosphäre zu genießen. Beim Handballfinale war er, mit den deutschen Hockeyspielern konnte er die Goldmedaille feiern. Der Kontakt zwischen den Sportlern sei locker gewesen. Natürlich wurde auch ordentlich gefeiert und Party gemacht. "Das hatte ich mir auch verdient, schließlich habe ich mich im Vorfeld jahrelang nur aufs schwimmen konzentriert", sagte Glania. Auch im deutschen Schwimmteam sei die Stimmung gut gewesen.

Bleibend sei auch der Kontakt mit Bundespräsident Joachim Gauck gewesen. "Der ist total locker drauf und hat sich über unser Befinden informiert", sagte Glania. "Ich habe jeden Tag genossen und es macht Lust auf mehr", zieht der sympathische 23-Jährige eine tolle Olympia-Bilanz. Auch die Schiffsheimfahrt des deutschen Olympiateams mit der MS Deutschland war ein Highlight. "Der Zimmernachbar wurde zugelost. Ich war mit einem Schützen auf einem Zimmer. Keine Ahnung, wer es war", erzählt Glania, der zusammen mit den anderen Sportlern die beiden Nächte auf dem Schiff zum Tage machte. Der Empfang mit über 20.000 Menschen sei überwältigend gewesen. "Ich bin froh, dass ich auch da dabei war". Am gestrigen Abend holte ihn ein Kumpel in Hamburg ab. Auf der Heimfahrt war dann erstmal schlafen angesagt.

Die Redaktion von osthessen-news hat sich nach der Ankunft in Fulda ausführlich mit dem osthessischen Top-Schwimmer unterhalten. Erfahren Sie in unserem Video-Interview viele weitere Eindrücke und Erlebnisse von Jan-Philip Glania während seinen ersten olympischen Spielen in London. (Hans-Hubertus Braune) +++




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