Strahlendes Sommerwetter mit Temperaturen von über 30 Grad, durchsetzt mit einer erfrischenden Prise Rhönluft, sorgten für einen tollen äußeren Rahmen für die 43. Ausgabe des Hauenstein Bergrennens. Nachdem am Trainingssamstag der Ablauf von 27 Unterbrechungen, mit einer Gesamtdauer von dreieinhalb Stunden erheblich gestört war, lief der Rennsonntag wie am Schnürchen. Die Organisationsteams unter Orgaleiter Christian Leutheuser und Rennleiter Klaus Höhn, lieferten eine vorbildliche Veranstaltung ab. Dabei hatten die Leute der Streckensicherung um Manfred Halbig (Brünn) Christian Werner (Sandberg) und Ambros Werner (Hollstadt) nach dem überaus turbulenten Samstag, am Rennsonntag für ein Bergrennen einen relativ geruhsamen Tag. Das gilt auch für die Frankfurter Sicherungsstaffel, die bei der Streckensicherheit und Rückführung wieder maßgeblich am Gelingen der Veranstaltung beteiligt war.
Auf einer so langen Rennstrecke (4,2 Kilometer) vier Wertungsläufe durchzuziehen, dabei um 16.45 Uhr fertig zu sein und bereits um 18.00 Uhr die Siegerehrung zu veranstalten, das ist eine unglaubliche Leistung, war die einhellige Meinung der 147 gestarteten Teilnehmer. Die Zuschauerzahlen waren wegen der hochsommerlichen Temperaturen aber vor allem wegen des laufenden Regionalfußballs, etwas rückläufig. Mit geschätzten 2500 Zuschauern war man von Veranstalterseite dennoch zufrieden. Die Zuschauer waren auch die Gewinner des Wochenendes. Sie bekamen packenden Motorsport zu sehen.
Den Gesamtsieg holte sich nach 2002 und 2011 der Schweinfurter Lokalmatador Uwe Lang, zum dritten Mal. Uwe Lang zeigte sich selbst überrascht, dass sein "roll out" mit einem so deutlichen Sieg auf seiner Hausstrecke enden würde. Noch mit dem "alten" Motor ausgestattet, wollte er hauptsächlich Fahrwerk und Handling testen, nachdem das Auto einer gründlichen Runderneuerung unterworfen wurde, um es an das neue Reglement E2-SC anzupassen. Mit einer handwerklichen Meisterleistung wurde das Chassis von der Aluminiumverplankung befreit und durch Carbon ersetzt. Das bedeutet zum Einen, eine respektable Verringerung des Gesamtgewichts und zum Anderen eine Erhöhung des Faktors Sicherheit. Außerdem wurde die Vorderachse auf den technisch, neusten Stand gebracht und querliegende Dämpfer eingebaut.
Mit diesem Paket verwies er den Eichenbühler Norbert Brenner mit seinem DTM-Opel Vectra mit nahezu 9 Sekunden Abstand auf Platz 2. Dieser wiederum verschaffte sich vier Sekunden Vorsprung vor seinem härtesten Konkurrenten an diesem Tag, dem Kitzinger Karosseriebaumeister Klaus Hoffmann. Dieser fuhr das ältere DTM-Modell von Opel, den Astra. Mit diesem Platz übernahm der Kitzinger die Führung in der Deutschen Bergmeisterschaft für Tourenwagen von dem Innsbrucker Herbert Stolz (Porsche 935), der genau wie Mitkonkurrent Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) an diesem Wochenende mit der Verteilung der vorderen Plätze nichts zu tun hatte.
Ebenfalls eine Wachablösung gab es im Deutschen Bergpokal für Tourenwagen. Das für den MSC Rhön startende Supertalent Sebastian Schmitt aus Stangenroth, ergatterte mit seinem triumphalen Klassensieg 78 Meisterschaftspunkte und führt nun die Tabelle mit 69,24 Punkten Vorsprung vor Franz Weissdorn an, der in Hausen nicht am Start war, weil er die Nennfrist verpeilt hatte. Aber auch die restlichen Teilnehmer aus der Region konnten respektable Ergebnisse bei diesem anspruchsvollem Rennen verbuchen. Dieter Rottenberger (Burkardroth) landete auf Platz 4, in der Königsklasse der Gruppe H (bis 2000 ccm). Er hat damit eindrucksvoll gezeigt, dass auch künftig mit ihm zu rechnen ist.
Der Gründauer MSC-Fahrer Günter Fechter kommt mit seinem neu aufgebauten Scirocco immer besser in Fahrt und holte sich in der Klasse N bis 1600 ccm einen souveränen Klassensieg mit über 30 Sekunden Vorsprung. In der Gruppe GLP (Gleichmäßigkeitsprüfung) war Altmeister Axel Reß (Wülfershausen) mit seiner Renault Alpine V6 Turbo, mit Platz 4 bester aus der Region. Es folgten mit Platz 11 der Marktheidenfelder Günter Fertig (Opel Kadett C), Reiner Hergenhan (Stetten) auf BMW 318 iS, auf Platz 13, Michael Schlott (Großbardorf) auf Platz 14, mit seinem Opel Kadett E und der Auraer Jörg Müller mit seinem Opel Kadett C auf Platz 18.Mit dieser gelungenen Veranstaltung ist dem neuen MSC-Präsidenten, Christian Röder, ein Einstand nach Maß gelungen. Er zeigte sich hierüber auch sehr erfreut und setzte sich selbst als Ziel: Eine vielfache Wiederholung (KFHöhn) +++