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31.08.12 - Fulda

Treffpunkt Gemüsemarkt - Diakonie geht neue Wege der Demenzbetreuung

Über 1,2 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Allein in der Stadtregion Fulda sind es geschätzte 3.000 Personen. Für Angehörige und Pflegedienste ist die Betreuung eines Demenzkranken eine Herausforderung. Der ambulante Pflegedienst der Diakonie im Kirchenkreis Fulda kümmert sich seit vielen Jahren um die Pflege, Beratung, Begleitung und Betreuung älterer und kranker Menschen. Träger ist der Zweckverband Diakoniestation Fulda-Petersberg-Künzell, hinter dem die Evangelischen Kirchengemeinden der drei Kommunen stehen.  

„Wir verzeichnen eine ständig steigende Inanspruchnahme unserer Leistungen“, berichtet der Leiter des Zweckverbands Diakoniestation, Daniel Weiss. Neben der individuellen Hilfe durch kompetentes Betreuungspersonal habe man daher in Fulda bereits vor zwei Jahren an zentraler Stelle den „Treffpunkt Gemüsemarkt“ eingerichtet, der allen Demenzkranken und ihren Angehörigen offensteht.   Aufwertung des Angebots   „Der Treffpunkt wird sehr gut angenommen“, freut sich Daniel Weiss. „Deshalb wollen wir unser Angebot jetzt durch eine therapeutische Ebene inhaltlich erweitern: Ab dem 1. September bieten die erfahrenen Betreuungskräfte im Treffpunkt Gemüsemarkt den Demenzkranken auch Aktivitäten an. Diese Angebote sollen den Besuchern Freude bereiten und sie durchaus auch fordern und anregen. Das Spektrum reicht vom Singen, Basteln, Backen und Malen bis hin zu Sitztanz, Bewegungstherapie und Gedächtnistraining. Aus fachlicher Sicht ist das eine echte Bereicherung.“  

Der Treffpunkt Gemüsemarkt hat zwei Kernaufgaben: Er gibt den dementen Gästen und ihren Begleitern die Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre neue Menschen kennenzulernen und wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Damit wird der Isolation entgegengewirkt. Die Betroffenen sehen und erleben einmal etwas anderes.   Gleichzeitig werden die betreuenden Familienangehörigen stundenweise entlastet. Die demenzkranke Person ist im Treffpunkt gut aufgehoben, so dass das Familienmitglied in Ruhe eigene Erledigungen machen kann.  

Die Einrichtung der Diakoniestation hat dreimal die Woche geöffnet. Montags und freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie donnerstags von 8.30 bis 11.30 Uhr für Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Der Treffpunkt in der Kanalstraße 38 befindet sich im Herzen der Stadt – mitten im Leben. Die hellen und freundlich gestalteten Räume sind ebenerdig und barrierefrei, also auch mit Rollstuhl und Rollator gut zu erreichen.   Für das Betreuungsangebot wird eine Schutzgebühr erhoben, die jedoch in den meisten Fällen von der Pflegekasse übernommen wird. Gegen einen Betrag von fünf Euro holt der Fahrdienst der Diakoniestation die dementen Gäste gern von zu Hause ab  und bringt sie auch zurück.   Informationen unter (0661) 962 1975 – 111.  www.diakonie-fulda.de

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